BVB: Watzke verurteilt Anfeindungen gegen Stegemann
Anfeindungen gegen Stegemann: Watzke reagiert mit Statement
30.04.2023 | 13:10 Uhr
Dortmunds 1:1 beim VfL Bochum hat wegen strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen für hitzige Diskussionen gesorgt. Sascha Stegemann wurde scharf kritisiert, doch dabei wurden Grenzen überschritten. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke reagiert deshalb nun mit einem Statement.
Sascha Stegemann hat wegen Drohungen nach seiner Fehlentscheidung beim Derby zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund Strafanzeige gestellt. "Ich habe großes Verständnis für die Emotionen am Freitagabend", sagte Stegemann im Fußball-Talk Doppelpass bei Sport1 und berichtete dann, am Samstag sei "meiner Familie und mir sehr konkret gedroht" worden. Daraufhin habe er Anzeige erstattet.
Zuvor hatte sich bereits BVB-Boss Hans-Joachim Watzke vehement gegen die Drohungen und Verunglimpfungen in den Sozialen Medien gewendet. "Anfeindungen jeder Art, Verunglimpfungen oder Drohungen, sei es persönlich oder anonym über Social-Media-Kanäle, können wir - aller Enttäuschung zum Trotz - aber nicht einmal im Ansatz tolerieren", wurde Watzke als Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung vom Verein zitiert.
Stegemann hatte am Tag nach dem 1:1 von Borussia Dortmund beim VfL Bochum einen womöglich spielentscheidenden Fehler zugegeben und sein Unwohlsein ob der eigenen Leistung beschrieben. "Wenn Dinge so laufen wie sie gestern gelaufen sind, dann nimmt man das mit nach Hause. Dann nimmt man das mit ins Bett. Man stellt sich viele Fragen. Man wendet sich von links nach rechts. Man starrt die Decke an", sagte der 38-Jährige am Samstag bei Sky: "Deswegen hängt mir das Ganze noch sehr in den Knochen. Ich bin ja nicht nur Fußball-Schiedsrichter, ich bin ja auch Fußballer und vor allem Mensch."
Watzke: "Sache für uns erledigt"
Mit zeitlichem Abstand und nach Betrachtung der Fernsehbilder sei er sich nun auch sicher, dass das Einsteigen des Bochumers Danilo Soares im Strafraum gegen BVB-Nationalspieler Karim Adeyemi "ein klarer Strafstoß" gewesen sei. "Dementsprechend hätte es einen Elfmeter für Borussia Dortmund geben müssen."
Dortmunds Trainer Edin Terzic und Sportdirektor Sebastian Kehl hatten vor allem bemängelt, dass sich Stegemann diese Situation und andere strittige Szenen nicht noch einmal im Video angeschaut hatte.
"Wir alle sind natürlich nach wie vor sehr enttäuscht darüber, wie der Freitagabend verlaufen ist", so Watzke am Sonntag und weiter: "Wir haben unsere Sicht der Dinge direkt nach dem Spiel mit dem Schiedsrichter besprochen, er hat uns anschließend versichert, wie leid es ihm tut. Damit ist die Sache für uns erledigt."
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