Champions League: Setzt Bayern gegen Stavanger auf Manuel Neuer oder Jonas Urbig?
Manuel Neuer unterlief in Augsburg ein historischer Patzer. Vor dem Champions-League-Spiel gegen Viking Stavanger stellt sich beim FC Bayern München die Frage, ob der FCB weiter auf seine langjährige Nummer eins setzen oder Jonas Urbig zum Zug kommen sollte.
11.10.2026 | 09:54 Uhr
Noch spricht vieles für einen weiteren Einsatz der Bayern-Legende. Doch die Debatte über den richtigen Zeitpunkt für den künftigen Generationswechsel hat neue Nahrung erhalten.
Manuel Neuer hat den FC Bayern München beim FC Augsburg mit einem historischen Patzer früh auf die Verliererstraße gebracht. Nach gerade einmal 8,5 Sekunden verursachte der 40-Jährige das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte, am Ende reichte es für die Münchner nur zu einem 2:2.
Die eigentliche Frage richtet sich nun jedoch nach vorne: Bleibt Neuer auch am Dienstag in der Champions League gegen Viking Stavanger (21 Uhr im Liveticker auf skysport.de und in der Sky Sport App) die klare Nummer eins oder erhält Jonas Urbig die nächste Bewährungschance auf großer Bühne?
Urbig empfiehlt sich für mehr
Argumente dafür gibt es durchaus. Während Neuer zuletzt einen seiner schwärzesten Nachmittage im Bayern-Trikot erlebte, kommt Urbig mit Rückenwind von der Nationalmannschaft zurück. Der 23-Jährige blieb bei seinen ersten Einsätzen unter Jürgen Klopp ohne Gegentor und überzeugte insbesondere beim Auswärtsspiel in Griechenland mit starken Paraden.
Hinzu kommt die grundsätzliche Perspektive: Urbig gilt sowohl bei den Bayern als auch beim DFB als Torwart der Zukunft. Irgendwann muss der Generationswechsel beginnen, und Neuers Patzer in Augsburg dürfte die Diskussionen über die Hierarchie im Tor zwangsläufig anheizen.
Kompany & Eberl stärken Neuer den Rücken
Aktuell spricht noch deutlich mehr für Neuer als gegen ihn. Vincent Kompany hat die Rollenverteilung mehrfach klar definiert und den Weltmeister von 2014 nach dem Augsburg-Spiel ausdrücklich verteidigt. "Wenn das jetzt einem 20-jährigen Torwart passiert, dann hast du als Trainer ein bisschen Arbeit. Aber Manu weiß, wie er damit umgehen muss", sagte der Bayern-Coach.
Auch Sportvorstand Max Eberl wollte die Punkteteilung nicht allein am 40-jährigen Keeper festmachen. Zudem sprechen Neuers Verdienste, seine Erfahrung und seine grundsätzlichen Leistungen weiterhin für ihn. Selbst der neuerliche Patzer ändert nichts daran, dass er intern weiterhin als Nummer eins angesehen wird.
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