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Christian Streich umarmt Flitzer bei Abschiedsspiel in Freiburg

Darum wird er so geliebt: Streichs besonderer Flitzer-Moment

Warum Christian Streich so geliebt wird, wurde auf seiner Ehrenrunde nach seinem Abschiedsspiel noch einmal deutlich.

Auf seinen letzten Metern war er, da rannte ein Anhänger auf den Platz, wollte zu Streich durchbrechen. Doch kurz vorher wurde er von den Ordnern gestoppt. Streich hatte es mitbekommen, drehte sich um und schritt ein.

Den in Tränen aufgelösten jungen Fan nahm er anschließend mehrmals in den Arm. "Man kann schon mal auf den Platz rennen wegen irgendwas. Das passiert nicht nur bei mir", sagte Streich später in seiner gewohnten Art auf der Pressekonferenz, bei der auch skysport.de vor Ort war. Einzigartig, einfach Christian Streich eben.

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Freiburgs Trainer Christian Streich spricht bei Sky über sein letztes Heimspiel, ist aber vom Ergebnis enttäuscht

"Mach es gut Christian!"

Welch hohes Ansehen der 58-Jährige national auch bei anderen Vereinen genießt, machten die mitgereisten Fans aus Heidenheim deutlich, die die Freiburger Trainer-Ikone feierten und dazu ein Plakat hoch hielten mit den Worten: "Loyalität und Ehrlichkeit leider eine Seltenheit, mach es gut Christian!"

Streich dazu am Sky Mikro: "Man freut sich wahnsinnig. Da sieht man auch, dass man für einen Verein ist, aber den Fußball liebt und auch die Dinge, die einem wichtig sind. Es ist immer in der Rivalität auch eine totale Verbundenheit, wenn das stattfindet, dann ist das schön. Wir lieben alle das Spiel."

Emotional war es am Samstagnachmittag im Europa-Park Stadion nach dem 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim, gläserne Augen hatte selbstverständlich auch Streich im Rahmen seiner Verabschiedung. Doch den scheidenden Coach hatte man in der Vergangenheit auch schon anders, noch sentimentaler, gesehen - etwa beim letzten Spiel im Dreisamstadion am 26. September 2021.

Streich: "Ich bin hier ja zuhause"

"Ich begegne den Fans nicht zum letzten Mal, weil ich ja hier wohne. Ich gehöre ja auch ein kleines bisschen zu diesem Verein, weil ich hier sehr lange gearbeitet habe", erklärte Streich im Anschluss in den Katakomben ganz nüchtern. "Ich habe jetzt nicht das Gefühl, ich gehe jetzt weg. Ich war ja nicht Trainer in China und gehe jetzt nach Deutschland und lebe dort. Ich bin hier ja zuhause."

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Kommende Woche bei Union Berlin sagt Streich dann nach zwölfeinhalb Jahren als Cheftrainer und 29 Jahren im Klub zumindest als Coach endgültig Adieu.

Mehr zum Autor Fabian Schreiner

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