Coutinho blass: Zwei andere Neue befreien Bayern aus der Lethargie

Beim 6:1-Heimsieg des FC Bayern gegen den 1. FSV Mainz 05

Philippe Coutinho liefert beim deutlichen 6:1-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 ein unspektakuläres Startelf-Debüt ab. Auffälliger präsentieren sich zwei andere Neuzugänge - und ein Joker.

Nach 67 Minuten verließ Philippe Coutinho unter großem Applaus den Rasen. Der Brasilianer zeigte insgesamt gute Ansätze, hielt sich bei seinem Startelf-Debüt aber weitgehend zurück. Auf den Griff in die Zauberkiste verzichtete der "kleine Magier" noch.

"Das ist ein sehr intensives Spiel in der Bundesliga, ich muss weiter viel trainieren und arbeiten, dann werde ich besser und besser", kündigte der 27-Jährige an. Niko Kovac zeigte sich mit der Leistung seines Superstars zufrieden. "Es war klar, dass wir ihn aufbauen wollen. Er hatte gute Momente, gerade mit dem Ball", sagte der Bayern-Trainer.

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Pavard-Tor mit doppelter Signalwirkung

Als Dirigent des Münchner Spiels konnte der Neuzugang aber noch nicht auftreten, dafür fehlte ihm teilweise noch die Bindung zu seinen Mitspielern. Nicht verwunderlich bei der knappen Eingewöhnungszeit. Daher war es auch nicht Coutinho, der die Bayern aus der anfänglichen Lethargie befreite.

Bis zur 36. Minute lagen die Gastgeber gegen zunächst zweikampfstarke Mainzer überraschend mit 0:1 zurück. "Bis zur 22. Minute waren wir nicht im Spiel. Wir waren nicht griffig genug, wir waren zu weit weg", bemängelte Kovac. Erst nach der Trinkpause habe sein Team eine gute Reaktion gezeigt, "da sind die Jungs energischer draufgegangen". Die Folge: Benjamin Pavard traf nach Vorlage von Ivan Perisic per Volley-Aufsetzer zum wichtigen Ausgleich. Ein Tor mit doppelter Signalwirkung.

Es war in dieser Bundesliga-Saison der erste Treffer, der nicht von Robert Lewandowski erzielt wurde. Und für Pavard gleichzeitig eine Befreiung. Der Franzose, der erneut als Rechtsverteidiger auflief, war beim frühen Gegentor zu weit weg von Boetius, der per Kopf einnetzte. Auch anschließend wollte dem Weltmeister nicht viel gelingen, erst nach seinem Tor steigerte er sich und revanchierte sich später noch bei Perisic.

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David Alaba bemängelt trotz des klaren Erfolgs gegen Mainz die Anfangsphase (Videolänge: 39 Sekunden).

Müller unterstreicht Alabas These

In der 54. Minute fand seine Hereingabe den Kopf des Kroaten, der mit dem 3:1 die Vorentscheidung besorgte. Zwei Koproduktionen der beiden Neuzugänge brachten den Rekordmeister damit auf die Siegerstraße. "Ich bin froh, dass die Jungs sich gleich so einfügen", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Auch David Alaba lobte seine neuen Mitspieler.

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"Es ist sicherlich so, dass die neuen Spieler noch einmal den Konkurrenzkampf angeregt haben. Das merkt man in den Trainingseinheiten, dass das Niveau noch einmal anders ist, dass in den Spielen von der Bank noch einmal ein anderes Niveau kommt. Das ist etwas, was uns wirklich weiterbringt." Diese These unterstrich prompt der eingewechselte Thomas Müller, der noch die Tore von Robert Lewandowski und Alphonso Davies vorbereitete.

"Das ist ja das, was wir uns wünschen, dass wir Qualität von außen nachlegen können, um dem Spiel auch Impulse zu geben", sagte der 29-Jährige. Ein weiterer Effekt: Lewandowski muss das Toreschießen nicht mehr alleine schultern. Gegen Mainz gab es erstmals seit 1998 mal wieder sechs unterschiedliche Torschützen.

Mehr zum Autor Robin Schmidt