Paukenschlag um Cristiano Ronaldo: Superstar verlässt offenbar das Portugal-Camp
Cristiano Ronaldo hat vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark erneut nicht am Mannschaftstraining Portugals teilgenommen. Trainer Jorge Jesus betont dennoch, dass es keinen Streit mit seinem Kapitän gebe.
30.09.2026 | 20:13 Uhr
Der 41-Jährige fehlte bereits zum dritten Mal in Folge auf dem Trainingsplatz. Gleichzeitig erklärte Jorge Jesus, dass Ronaldo gegen Dänemark erneut nur eine Jokerrolle einnehmen wird. Laut Medienberichten hat CR7 das Teamquartier aber verlassen und ist auf dem Weg nach Madrid.
Cristiano Ronaldo steht bei der portugiesischen Nationalmannschaft weiter im Mittelpunkt. Der Rekordtorschütze absolvierte auch am Mittwoch kein Mannschaftstraining und fehlte damit bereits zum dritten Mal in Serie auf dem Platz.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte die Tatsache, dass Ronaldo das Parken-Stadion in Kopenhagen vor Trainingsbeginn in einem Fahrzeug des portugiesischen Verbandes verließ. Während seine Teamkollegen bereits auf dem Rasen standen, fuhr der 41-Jährige zurück ins Teamquartier.
Die portugiesische Zeitung A Bola berichtete zudem von Videoaufnahmen, die Ronaldos Abfahrt dokumentieren sollen. Die spanische Marca meldet zudem, dass Ronaldo in den kommenden Stunden mit einem Privatjet nach Madrid fliegen wollte und der Nations-League-Lehrgang für den Routinier beendet sei.
Jesus kündigt Ronaldo als Ergänzungsspieler an
Auf der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Duell mit Dänemark bemühte sich Nationaltrainer Jorge Jesus um Deeskalation. "Es gab keinerlei Zwischenfall", sagte der 72-Jährige mit Blick auf die jüngsten Diskussionen.
Gleichzeitig machte Jesus deutlich, dass Ronaldos Status keinen Einfluss auf seine Entscheidungen habe. Der Trainer stellte klar, dass der Superstar erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen könnte. "Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt."
Und weiter: Sollte sich die Notwendigkeit nicht ergeben, werde Ronaldo erneut keine Einsatzminuten erhalten.
Norwegen-Spiel löste Debatte aus
Auslöser der aktuellen Diskussionen war Portugals 2:1-Erfolg gegen Norwegen am vergangenen Sonntag. Ronaldo blieb über die komplette Spielzeit auf der Bank.
Nach dem Schlusspfiff verschwand der Kapitän direkt in Richtung Kabine und schloss sich weder seinen Mitspielern noch den Fans an. Die Szene löste in Portugal zahlreiche Spekulationen über eine mögliche Entfremdung zwischen dem Superstar und der Nationalmannschaft aus.
Jesus zeigte dafür jedoch Verständnis. "Wenn man 20 oder 30 Minuten lang aufwärmt und dann nicht zum Einsatz kommt, da ist niemand glücklich", erklärte der Trainer. Die Entscheidung sei jedoch rein sportlicher Natur gewesen.
Verband erklärt Trainingspause
Bereits die Trainingsabwesenheit am Dienstag hatte für Diskussionen gesorgt. Laut Jorge Jesus absolvierte Ronaldo statt des Teamtrainings individuelle Übungen zur Mobilisierung und körperlichen Kräftigung.
Auch für das erneute Fehlen wurde zunächst kein offizieller Konflikt genannt. Nach Angaben des portugiesischen Verbandes war ein spezielles Trainingsprogramm vorgesehen. Zudem soll die Ausstattung im Stadion nicht alle benötigten Geräte für Ronaldos individuelles Programm bereitgestellt haben.
FPF-Präsident reist zum Team
Die wachsende Unruhe veranlasste auch FPF-Präsident Pedro Proença zum Handeln. Der Verbandschef änderte seine Reiseplanung und suchte den direkten Austausch mit Jorge Jesus und Cristiano Ronaldo.
Berichten zufolge verlief das Treffen in ruhiger und konstruktiver Atmosphäre. Offiziell gibt es weiterhin keine Hinweise auf einen Zerwürfnis zwischen dem Trainerteam und dem langjährigen Kapitän. Sportlich deutet vieles darauf hin, dass Gonçalo Ramos gegen Dänemark erneut den Vorzug im Sturmzentrum erhalten wird.
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