Cristiano Ronaldo droht nach Konflikt mit Jorge Jesus eine längere Sperre für Portugal
Cristiano Ronaldo ist nach seiner Abreise aus dem portugiesischen Nationalteam vorläufig suspendiert worden. Über das endgültige Strafmaß entscheidet nun ein Disziplinarausschuss. Dem Kapitän droht laut Verbandsregeln eine Sperre von bis zu sechs Monaten.
10.10.2026 | 12:27 Uhr
Die Entschuldigung ist ausgesprochen, die Entscheidung steht aber noch aus. Nach seinem Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus und der anschließenden Abreise aus dem Teamquartier wartet CR7 auf das Urteil des portugiesischen Verbandes.
Cristiano Ronaldo muss nach seiner umstrittenen vorzeitigen Abreise aus dem Teamquartier der portugiesischen Nationalmannschaft weiter auf das Urteil des Verbandes warten. Fest steht bislang nur: Der 41-Jährige wurde gemäß den Verbandsregeln vorläufig suspendiert. Über das endgültige Strafmaß entscheidet nun ein Disziplinarausschuss.
Von November-Länderspielen bis zum Viertelfinale der Nations League
Wie lange die Sperre letztlich ausfällt, ist derzeit noch offen. Nach den Regularien des portugiesischen Verbandes droht Ronaldo eine Sperre von bis zu sechs Monaten. Bei einer kürzeren Strafe könnte der Rekordnationalspieler bereits im November wieder für Portugal auflaufen.
Sollte das Strafmaß hingegen über einen Monat hinausgehen, würde er die Nations-League-Spiele gegen Dänemark und Wales verpassen. Eine Sperre im oberen Bereich könnte sogar das Nations-League-Viertelfinale im kommenden Frühjahr gefährden.
Ronaldo hatte das Trainingslager nach einem Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus vorzeitig verlassen. Auslöser war offenbar seine sportliche Rolle im Team. Der Coach hatte angekündigt, erneut Goncalo Ramos den Vorzug zu geben. Nach Gesprächen mit Verbandspräsident Pedro Proenca und Jesus reiste Ronaldo aus dem Teamquartier in Dänemark ab und machte seinen Entschluss anschließend über Instagram öffentlich.
Ronaldo akzeptiert mögliche Strafe
Der Superstar zeigte sich inzwischen einsichtig. In einer Stellungnahme entschuldigte er sich bei Fans und Mitspielern und kündigte an, jede Sanktion zu akzeptieren. "Die Folgen meines Handelns müssen vom portugiesischen Fußballverband bewertet und sanktioniert werden", erklärte Ronaldo. Zudem betonte er: "Ich finde, die Strafe sollte nicht abgemildert werden. Ich bin nicht irgendein Spieler, ich bin der Kapitän der Mannschaft."
Portugal gewinnt auch ohne seinen Superstar
Wie es nach der Sperre für Ronaldo in der Nationalmannschaft weitergeht, bleibt dennoch offen. Der fünffache Weltfußballer kommt auf 234 Länderspiele und 146 Tore für Portugal, doch auch ohne ihn lief es zuletzt.
Der Titelverteidiger gewann alle vier Nations-League-Partien während der turbulenten Länderspielphase und qualifizierte sich vorzeitig für das Viertelfinale.
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