Deutschsprachiger Bayern-Coach? Das sagen Alaba und Boateng
Gerüchte um neuen Trainer im Sommer
06.01.2018 | 15:43 Uhr
Die Suche nach einem Heynckes-Nachfolger läuft beim FC Bayern weiter auf Hochtouren. Muss der neue Trainer zwingend Deutsch sprechen, oder käme auch ein ausländischer Trainer in Frage? David Alaba scheint's ziemlich egal zu sein.
"Kommunikation ist ein wichtiger Faktor, aber ich persönlich kann auch Englisch. Viele andere auch", sagte Alaba in einer Presserunde am Rande des Trainingslagers: "Natürlich ist es einfacher, wenn Deutsch gesprochen wird. Ich glaube aber, dass es bei uns in der Mannschaft keine große Rolle spielt."
Boateng: "Können sowieso nicht nur Deutsch sprechen"
Auch Jerome Boateng sieht die deutsche Sprache nicht als Schlüssel-Qualifikation. "Wir können sowieso nicht nur Deutsch sprechen. Wir haben Spieler, die sind ganz neu. Wie soll ich mit James auf Deutsch reden? Der versteht dann kein Wort", so der Innenverteidiger.
Trotz Spielern aus insgesamt neun Nationen hält er das FCB-Team für zusammengeschweißt. "Alle bemühen sich und bekommen ihren Sprach-Unterricht. Sie machen alle gute Fortschritte, generell haben wir eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft. Alle respektieren sich wieder untereinander und wir gehen alle wieder in eine Richtung", so Boateng.
Lob von Boateng und Alaba: Heynckes macht den Unterschied
Für ihren aktuellen Coach Jupp Heynckes haben die Bayern-Profis jedenfalls nur Lob übrig. Vor allem der Umgang mit den Spielern soll ein Grund dafür sein, dass der Rekordmeister jetzt besser dastehe als unter Carlo Ancelotti.
"Ich glaube, dass das der Unterschied ist, wie der Trainer mit uns umgeht. Man merkt einfach die Erfahrung, wie er auf Spieler zugeht, wie er sich mit Spielern unterhält und allen das Vertrauen schenkt. Und das spüren wir Spieler natürlich", so etwa die Analyse von Alaba.
Für ihn und viele seine Kollegen ist ein guter Draht zur Mannschaft eben wichtiger als die Sprache in der Kabine.