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DFB-Pokal: Sky Moderatorin Esther Sedlaczek im Interview vor der 1. Runde

Sedlaczek: "Eine Mammutaufgabe ohne Fans im Rücken"

Sky Sport

11.09.2020 | 21:54 Uhr

Esther Sedlaczek moderiert am Freitag und Sonntag die erste 1. Runde des DFB-Pokals bei Sky.
Image: Esther Sedlaczek moderiert am Freitag und Sonntag die erste 1. Runde des DFB-Pokals bei Sky. © DPA pa

Am Wochenende geht's los: Der DFB-Pokal 2020/21 steht an. Esther Sedlaczek moderiert am Freitag und am Sonntag die 1. Runde des Turniers auf Sky Sport 1 HD. Im Interview spricht sie über die Besonderheit des Pokals und den Einfluss der Corona-Pandemie auf den Turnierverlauf.

Esther, Du moderierst am Wochenende den DFB-Pokal. Was erwartest Du in der 1. Runde und auf was können sich die Zuschauer freuen?

Esther Sedlaczek: Ich freue mich einfach darauf, dass die Saison wieder startet. Es geht endlich wieder los. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass eigentlich nie so richtig Pause war wegen der Champions League, aber jetzt ist es der Neustart der Saison. Es ist immer eine riesen Vorfreude, gerade weil man ja auch selber eine Pause hatte und frische Kräfte getankt hat. Ich freue mich einfach wieder auf den Fußball-Alltag. Der Pokal an sich ist immer wahnsinnig spannend - David gegen Goliath - man weiß nie was passiert, genau das macht ihn ja so interessant. Der Wettbewerb ist immer für Überraschungen gut. Das hat die letzte Saison mit Saarbrücken mal wieder gezeigt. Ich bin gespannt, wer sich dieses Jahr durchsetzt.

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Am Wochenende geht es wieder los: Der DFB-Pokal startet in die 1. Runde. Alle Infos dazu sowie Videos und spannende Geschichten gibt es hier.

Wie schaffst Du es, dass Programm trotz der vielen Spiele in der 1. Runde spannend und abwechslungsreich zu gestalten?

Sedlaczek: Da muss ich ehrlicherweise gar nicht mehr so viel tun, weil die Abwechslung schon darin besteht, dass es eben diese David-gegen-Goliath-Kämpfe gibt. Abwechslung bietet ja leider auch die gesamte Corona-Zeit. Wir haben das erste Spiel - höchstwahrscheinlich, man weiß ja nie was kurzfristig passieren kann - wieder mit Zuschauern. Allein das, was eigentlich immer so normal war, ist ja in diesem Jahr ein Highlight. Ich bin gespannt, was das wieder für ein Einfluss haben wird, auch wenn die Stadien nicht voll sein werden. Es macht so viel aus wieder Zuschauer in den Stadien zu wissen. Es bedeutet einen anderen Antrieb für die Spieler.

Wie schwierig ist es in dieser Saison für die vermeintlichen "Underdogs" aufgrund der Corona-Pandemie? Viele mussten ja ihr Heimrecht abgeben. Mit stimmungsvollen Rängen und Fangesängen ist nicht zu rechnen...

Sedlaczek: Das ist wahnsinnig schwer, gerade bei den kleinen Klubs der unteren Ligen. Da ist es nochmals eine viel größere Herausforderung. Insofern ist es schon eine Mammutaufgabe ohne Fans im Rücken.

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Was ist das Besondere für Dich am DFB-Pokal? Was war dein Highlight als Moderatorin?

Sedlaczek: Ich war letzte Saison dabei als Saarbrücken gegen Düsseldorf gespielt hat (8:7-Halbfinalsieg für Saarbrücken nach Elfmeterschießen, Anm. d. Red.) und da merkt man dann auch wieder, wie sehr man als Moderatorin mitfiebert. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie dieses Spiel war. Und ich dastand, einfach mitgefiebert habe und mir dachte: Das kann ja alles nicht sein. Das ist der Wahnsinn, der den Pokal ausmacht. Das sind diese spannenden Momente, die diesen Wettbewerb ausmachen.

Ein weiteres Highlight, vor acht Jahren, als Greuther Fürth im Pokal gegen Dortmund gespielt hat. Trainer Mike Büskens hatte kurz vor Ende der Verlängerung den Torwart ausgewechselt, weil er dachte, es geht ins Elfmeterschießen und der zweite Keeper der bessere Elfer-Killer war. Und dann ist dieses Tor gefallen, ausgerechnet von Ilkay Gündogan gegen seinen Ex-Klub.

Wie Du schon sagst, der DFB-Pokal ist immer wieder für Überraschungen gut. Bei welcher Partie in der 1. Runde könnte es zu so einem Ereignis kommen?

Sedlaczek: Ich bin sehr gespannt auf das Spiel am Freitag zwischen Hertha und Braunschweig. Die sind aufgestiegen, haben einen neuen Trainer. Und man weiß nicht so richtig, wo die Hertha aktuell steht. Das wird für mich interessant sein, insbesondere als Berlinerin. Gegen die Underdogs denkt man immer, als Bundesligist ist man der Favorit - neee, so ist es eben nicht. Gerade die sind so extrem motiviert. Aber klar, ohne Zuschauer ist es nochmal eine andere Aufgabe.

Wie stehen die Chancen in dieser Saison, dass ein anderes Team als der FC Bayern gewinnt?

Sedlaczek: Im Pokal kann es immer einen anderen Sieger geben. Ich bin der festen Überzeugung, dass es hier nicht den Abosieger Bayern gibt. Dieser Wettbewerb hat in den letzten Jahren bewiesen, obwohl die Bayern auch im Pokal eine gewisse Allmachtstellung haben, dass sich auch andere Teams durchsetzen. Das haben wir mit Frankfurt gesehen, da hätte auch kaum einer mit gerechnet. Die haben sich bis zum Ende durchgeboxt. Auch Dortmund hat den Pokal in den letzten Jahren geholt. Es gibt immer wieder Überraschungen, insofern gehe ich nicht zu 100 Prozent davon aus, dass die Bayern gewinnen und traue es jeder anderen Mannschaft zu, sei es der BVB, Eintracht Frankfurt oder sonst wer.

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Es macht schon einen Unterschied, ob es ein K.o.-Spiel ist oder nicht. An so einem Tag entscheidet nicht nur die Qualität, sondern eben auch die Tagesform, die Einstellung. Da kommt so viel zusammen, dass man eben nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen kann, der eine macht's oder eben der andere.

Welchem Team würdest Du es wünschen, eine Runde weiter/besonders weit zu kommen?

Sedlaczek: Da lege ich mich ungern fest. Aber ich muss schon sagen, dass ich immer mit den Underdogs mitfiebere. Weil es einfach für die gesamte Region toll ist, das hat man vergangene Saison bei Saarbrücken gemerkt. Für die Spieler und die Mannschaft sind es die größten Momente, höherklassige Teams zu schlagen und im DFB-Pokal so weit wie möglich zu kommen. Das gönnt man denen einfach, diese Momente des Erfolgs, des Stolzes und wie diese ganze Region mitgerissen wird. Insofern beklatsche ich da jeden unterklassigen Verein, der es so weit wie möglich schafft.

Das Interview führte Isabel Barquero Pena

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