DFB prüft verschärfte WM-Regeln erst später

Bei der Fußball-WM ab dem 11. Juni gelten strengere Regeln – unter anderem droht Spielern bei bestimmten Gesten sogar die Rote Karte.

Den Mund verdecken, um etwas zu vertuschen, kann bei der WM eine Rote Karten bedeuten.
Image: Den Mund verdecken, um etwas zu vertuschen, kann bei der WM eine Rote Karten bedeuten.  © DPA pa

Der Deutsche Fußball-Bund hält sich jedoch bedeckt und will erst nach dem Turnier über mögliche Auswirkungen auf Bundesliga und Co. entscheiden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sich erst nach der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft intensiver mit den verschärften Regeln befassen. Dabei geht es unter anderem um eine neue Auslegung, nach der Spieler bei einer Konfrontation mit dem Gegner bestraft werden können, wenn sie dabei demonstrativ ihre Hand vor den Mund halten. Beim am 11. Juni beginnenden Turnier kann dieses Verhalten sogar mit der Roten Karte geahndet werden.

"Ob die Regelung nach der Fußball-WM auch in Deutschland zur Anwendung kommt, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden", erklärte Alex Feuerherdt, Sprecher der DFB-Schiedsrichter GmbH, auf Anfrage. Inhaltlich wollte sich der DFB zu den Beschlüssen nicht äußern.

WM 2026: Fakten zur deutschen Nationalmannschaft

  • Gruppe: E
  • Gruppengegner: Curaçao, die Elfenbeinküste, Ecuador
  • Trainer: Julian Nagelsmann
  • Kapitän: Joshua Kimmich
  • WM-Teilnahmen: 21
  • Weltmeister-Titel: 4 (1954, 1974, 1990, 2014)

Regelanpassungen auch in der Bundesliga?

Die Regelanpassungen wurden vom International Football Association Board (Ifab) bei einer Sondersitzung im kanadischen Vancouver beschlossen. Ziel ist es laut Ifab, diskriminierendes Verhalten auf dem Platz stärker zu unterbinden. Zunächst gelten die Änderungen ausschließlich für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.

Ob diese Regeln künftig auch in nationalen Wettbewerben wie der Bundesliga oder in internationalen Wettbewerben wie der Champions League angewendet werden, liegt zunächst im Ermessen der jeweiligen Organisatoren. Das Ifab ließ jedoch durchblicken, dass die Bestimmungen langfristig fester Bestandteil des Regelwerks werden könnten.

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Rote Karte für diverse Verstöße

Neben der Mundschutz-Geste wurden die Regeln auch in einem weiteren Punkt verschärft: Spieler, die aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung den Platz verlassen, riskieren ebenfalls die Rote Karte. Gleiches gilt für Teamverantwortliche, die ihre Spieler zu einem solchen Schritt auffordern. Sollte ein Team dadurch einen Spielabbruch verursachen, wird die Partie grundsätzlich für den Gegner gewertet.

Für den DFB bleibt die Lage damit vorerst offen - eine Entscheidung über eine mögliche Umsetzung der neuen Regeln im deutschen Profifußball fällt frühestens nach Abschluss der WM.

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