EM-Finale: Kuntz hat die Qual der Wahl: Wer stürmt auf Linksaußen?

Vor dem Finale der U21-Europameisterschaft

Stefan Kuntz und Nadiem Amiri greifen mit der U21 nach dem EM-Titel.
Image: Stefan Kuntz und Nadiem Amiri greifen mit der U21 nach dem EM-Titel.  © Getty

Die nächste deutsche Fußball-Generation macht sich bereit für eine große Final-Nacht in Udine. Ein Leistungsträger wird in der Defensive zurückkehren. Auf Linksaußen gibt es einen Zweikampf um den Platz in der Startelf.

"Ich hoffe, dass sich die Geschichte wiederholt", wünscht sich Nadiem Amiri vor dem Endspiel am Sonntag gegen Spanien (20:45 Uhr). Mit Teamgeist und Entschlossenheit wollen Trainer Stefan Kuntz und seine U21-Jungs sich erneut zum EM-Champion krönen.

Der Chefcoach kann sich aber auch auf die individuelle Klasse seiner Schützlinge verlassen. Vor allem im Angriff hat der 56-Jährige die Qual der Wahl. Luca Waldschmidt ist gesetzt. Der Freiburger hat bereits sieben Turniertreffer auf dem Konto.

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Richter oder Amiri? Kuntz hat die Qual der Wahl

Aber wer stürmt über Linksaußen? Marco Richter oder Amiri? Sowohl Amiri als auch Richter zeigten bei der EM bislang starke Leistungen. "Ob ich den Platz verloren habe, weiß ich nicht. Im Finale sind die Karten wieder neu gemischt", sagte Richter. Im Notfall werde er die Mannschaft eben von der Bank anfeuern: "Dass wir als so tolles Team im Finale stehen, ist überragend. Jetzt wollen wir auch den Titel holen. Wir werden alles volle Kanone raushauen."

Der Augsburger sorgte in der Gruppenphase für mächtig Furore. Beim Auftaktsieg gegen Dänemark avancierte Richter zum Matchwinner. Mit zwei Toren und einem Assist war der gebürtige Friedberger der auffälligste Akteur auf dem Platz. Auch beim 6:1 gegen Serbien strahlte der Name des 21-Jährigen als Torschütze auf der Anzeigetafel.

Im Halbfinale schlug dann die Stunde von Amiri. Der Hoffenheimer erzielte bei seinem Startelf-Debüt gegen Rumänien (4:2) zwei Tore. Egal auf wen Kuntz setzt - beide Offensivspieler haben bei dieser EM den Torinstinkt im Blut.

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DFB-Trainer Stefan Kuntz hat Spanien vor dem Finale der U21-EM gegen Deutschland zum Favoriten erklärt.

Henrichs kommt zurück nach Gelbsperre

Ins Team zurückkehren wird der im Halbfinale gesperrte Linksverteidiger Benjamin Henrichs. Auch auf seinen Kapitän Jonathan Tah wird sich Kuntz wieder verlassen können. Der Abwehrchef von Bayer Leverkusen führt das Team in Udine auf das Feld - und hat noch eine Rechnung offen. "Ich habe das Finale beim letzten Mal verpasst. Daher freue ich mich umso mehr, dass ich das jetzt miterleben darf", sagte Tah.

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Wie Tah hat auch Lukas Klostermann bereits in der A-Mannschaft gespielt, auch er will sich mit einem Titel aus dem U-Bereich verabschieden. "Es gibt in diesem Spiel nicht wirklich einen Favoriten", sagt der Außenverteidiger. Trainer Stefan Kuntz sieht das etwas anders: "Wenn man nur von den Marktwerten ausgeht, liegt Spanien vor uns. Ich sehe sie ein bisschen mehr in der Favoritenrolle."

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Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Nübel (Schalke 04) - Klostermann (RB Leipzig), Tah (Bayer Leverkusen), Baumgartl (VfB Stuttgart), Henrichs (AS Monaco) - Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Maximilian Eggestein (Werder Bremen), Dahoud (Borussia Dortmund) - Öztunali (FSV Mainz 05), Waldschmidt (SC Freiburg), Amiri (TSG Hoffenheim). - Trainer: Kuntz

Spanien: Sivera (Deportivo Alaves) - Martin (Mainz 05), Vallejo (Real Madrid), Nunez (Athletic Bilbao), Junior (Betis Sevilla) - Fabian (SSC Neapel), Marc Roca (Espanyol Barcelona) - Dani Olmo (Dinamo Zagreb), Dani Ceballos (Real Madrid), Pablo Fornals (West Ham United) - Oyarzabal (Real Sociedad San Sebastian). - Trainer: De la Fuente

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