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FC Bayern News: Sane zeigt ungewohnte Qualitäten

Flick-Kritik kommt an: Sane entdeckt den inneren "Robbery"

Florian Poenitz

19.01.2021 | 12:11 Uhr

Leroy Sane scheint Bayerns Spielweise verinnerlicht zu haben.
Image: Leroy Sane scheint Bayerns Spielweise verinnerlicht zu haben. © Imago

Leroy Sane scheint endlich beim FC Bayern angekommen zu sein. Im Heimspiel gegen Freiburg bereitete der Flügelflitzer nicht nur das entscheidende Tor zum 2:1 vor, sondern arbeitete auch diszipliniert mit nach hinten. Die mahnenden Worte von Trainer Hansi Flick zeigen erste Wirkung. Eine Entwicklung, die auch Franck Ribery und Arjen Robben beim FCB durchgemacht haben.

Es läuft die 86. Spielminute in der Allianz Arena. Eine Szene mit Symbolcharakter. Leroy Sane sprintet in Höchsttempo über den ganzen Platz bis zum eigenen Strafraum, um seine Mitspieler in der Defensive zu unterstützen. Manch einer wird sich verwundert die Augen gerieben haben.

Ein- und Auswechslung gegen Leverkusen zeigt Wirkung

Denn diese Qualitäten hatte man beim deutschen Nationalspieler in den vergangenen Wochen und Wochen schmerzlich vermisst. Seine Mängel in der Rückwärtsbewegung wurden von Trainer Hansi Flick immer wieder angeprangert. Im Spitzenspiel gegen Leverkusen kurz vor Weihnachten erteilte der Bayern-Coach seinem Schützling sogar die Höchststrafe, in dem er ihn ein- und wieder auswechselte.

Eine Ohrfeige, die scheinbar Wirkung gezeigt hat. Schon zu Beginn des Jahres verdeutlichte Flick auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mainz 05, dass Sane nach guten Leistungen im Training auf einem guten Weg sei. Die Belohnung: Zwei Startelfeinsätze in den ersten beiden Bundesliga-Spielen nach der Winterpause.

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Bayern-Trainer Hansi Flick spricht über die Entwicklung von Leroy Sane. (Video: 01:24 Minuten)

Gegen Mainz (5:2) erzielte der 25-Jährige in typischer Robben-Manier den so wichtigen Ausgleich zum zwischenzeitlichen 2:2. Fünf Tage später bereitete er bei der Niederlage in Gladbach (2:3) den Treffer von Leon Goretzka vor.

Und auch gegen Freiburg war er beim Siegtor von Thomas Müller (2:1) direkt beteiligt, nachdem er in der 28. Minute für den angeschlagenen Serge Gnabry in die Partie rein kam. Doch es sind die nicht nur die Szenen in der Offensive, die unterstreichen, dass Sane die Bayern-DNA verstanden hat.

Goretzka: ''Das ist das, was wir von ihm sehen wollen''

Es geht vielmehr um seine neu erlangte Mentalität auf dem Platz und die Bereitschaft, sich auch in der Defensive aufzuopfern. ''Was er für eine Mentalität an den Tag gelegt hat, war top. Wie er in den letzten zehn, fünfzehn Minuten nochmal nach hinten sprintet, das ist das, was wir von ihm sehen wollen'', verdeutlichte Goretzka am Sky Mikro.

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In dieselbe Kerbe schlug auch Flick nach dem hart umkämpften Sieg gegen die Breisgauer. "Wenn man so will, dann war das, was wir und was auch die Mannschaft von Leroy sehen möchte, heute mehrmals zu sehen", lobte der Bayern-Trainer.

Sane musste in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken, doch die ersten Auftritte in 2021 haben bewiesen, dass er sich diese Worte zu Herzen genommen hat und auf einem guten Weg ist, das bayrische Leitbild ''Mia san Mia'' zu verinnerlichen.

Einsatz, Siegeswille und Mentalität sind drei Faktoren, die absolut notwendig sind, um sich beim deutschen Rekordmeister durchzusetzen. Dass er nicht der erste Offensivspieler ist, der diesen Lernprozess durchschreiten muss, zeigt die jüngere Vergangenheit.

Ribery und Robben haben es vorgemacht

Die beiden Publikumslieblinge Franck Ribery und Arjen Robben haben ebenfalls eine gewisse Anlaufzeit gebraucht, um zu verstehen, dass die Mitarbeit in der Defensive der Schlüssel zum Erfolg ist.

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''Als Robben und Ribery angefangen haben zu verteidigen, waren wir verloren mit Dortmund'', erinnerte sich der damalige BVB-Trainer Jürgen Klopp. Für Sane gilt es nun, diese Einstellung beizubehalten und da weiterzumachen, wo er gegen Freiburg aufgehört hat.

Seine individuellen Qualitäten in der Offensive sind unbestritten. Kombiniert er diese mit der Bereitschaft, auch konsequent mit nach hinten zu arbeiten, kann er für die Bayern unverzichtbar werden.

Ähnlich wie seine prominenten Vorgänger...

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