FIFA Frauen WM: Südkoreas Trainer Bell will Deutschland ein Bein stellen

Mit "Trainerfuchs" Bell: Wird Südkorea wieder zum Deutschland-Schreck?

Colin Bell gewann als Trainer 2015 mit dem 1. FFC Frankfurt die Champions League der Frauen.
Image: Colin Bell gewann als Trainer 2015 mit dem 1. FFC Frankfurt die Champions League der Frauen.  © Imago

Colin Bell verbrachte insgesamt 34 Jahre als Spieler und Trainer in Deutschland. Am Donnerstag (12.00 Uhr MESZ) kann der Engländer mit Südkorea ausgerechnet seine alte Heimat aus der WM werfen.

Die Kampfansage von Colin Bell war unmissverständlich: "Es liegt an uns, Deutschland ein Bein zu stellen", sagte der frühere Frankfurter Coach vor der Partie am Donnerstag (12.00 Uhr MESZ) in Brisbane: "Der Fußball ist unberechenbar, deshalb lieben wir ihn so sehr."

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Bislang hat sein Team noch keinen Punkt und kein Tor im Turnierverlauf erzielt. Aber Bell hat einen entscheidenden Vorteil: er kennt die DFB-Mannschaft wohl so gut wie kein anderer Gegner bei dieser FIFA Frauen-WM.

"Colin Bell ist ein Trainerfuchs", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Mittwoch, "er weiß, dass er uns mit bestimmten Dingen überraschen kann."

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Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Südkorea am Donnerstag im australischen Brisbane spricht die Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg über den Gegner.

Stürzt Bell seine ehemaligen Schützlinge ins Tal der Tränen?

Mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte der 61 Jahre alte Engländer mit der akkuraten Föhnfrisur in Deutschland - erst als Spieler, dann als Trainer. Mit dem 1. FFC Frankfurt (heute Eintracht) und den deutschen Nationalspielerinnen Svenja Huth und Kathrin Hendrich feierte er 2015 den Champions-League-Titel und damit den größten Erfolg seiner Karriere, nun könnte er seine ehemaligen Schützlinge ins Tal der Tränen stürzen - und ein deutsches Trauma wiederholen.

Er kenne das DFB-Team "in- und auswendig", dennoch wolle er sich nach den bisherigen beiden Turnierpleiten auf seine Mannschaft konzentrieren: "Wir können mehr, als wir bisher gezeigt haben."

Mehr dazu

FIFA Frauen WM 2023: Wann spielt die deutsche Nationalmannschaft?

  • Gruppe: Gruppe H
  • Gruppengegnerinnen: Marokko, Kolumbien, Südkorea
  • 1. Spiel: Deutschland – Marokko (Anpfiff: 24. Juli 2023, 10:30 Uhr)
  • 2. Spiel: Deutschland - Kolumbien (Anpfiff: 30. Juli 2023, 11:30 Uhr)
  • 3. Spiel: Südkorea – Deutschland (Anpfiff: 03. August 2023, 12:00 Uhr)
  • Mögliche Achtelfinalgegnerinnen: Frankreich, Jamaika, Brasilien, Panama

Frauen wollen wie die Männer bei der WM 2018 überraschen

Angesprochen auf eine mögliche Wiederholung des "Wunders von Kasan" bei der WM 2018, bei der die deutschen Männer im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea gescheitert waren, meinte Bell: "Der Begriff Wunder ist immer ein sehr groß angelegter Begriff."

Sein Team habe "eine Mini-Chance" auf einen Erfolg gegen Deutschland. "Ich glaube, dass wir etwas Sensationelles erreichen können. Ich hoffe, dass Donnerstag der Tag dafür ist."

ZUM DURCHKLICKEN: Die Stadien der FIFA Frauen-WM

  1. Das Hindmarsh Stadium in Adelaide (Australien) ist Austragungsort für drei Gruppenspiele, sowie einem Achtelfinale. Ingesamt ist Platz für 18.435 Zuschauer.
    Image: Das Hindmarsh Stadium in Adelaide (Australien) ist Austragungsort für drei Gruppenspiele sowie einem Achtelfinale. Insgesamt ist Platz für 18.435 Zuschauer. © Imago
  2. 22.225 Zuschauer können im Perth Oval Stadion in Perth (Australien) fünf Gruppenspiele verfolgen.
    Image: Bis zu 22.225 Zuschauer können im Perth Oval Stadion in Perth (Australien) fünf Gruppenspiele verfolgen. © Imago
  3. Das Waikato Stadium in Hamilton (Neuseeland) umfasst 25.111 Sitzpläze. Fünf Gruppenspiele werden dort während der WM ausgetragen.
    Image: Das Waikato Stadium in Hamilton (Neuseeland) umfasst 25.111 Sitzpläze. Fünf Gruppenspiele werden dort während der FIFA Frauen WM ausgetragen.  © Imago
  4. Sechs Gruppenspiele werden im Dunedin Stadium in Dunedin (Neuseeland) ausgetragen. 28.744 Zuschauer können das Spiel vor Ort verfolgen.
    Image: Sechs Gruppenspiele werden im Dunedin Stadium in Dunedin (Neuseeland) ausgetragen. Bis zu 28.744 Zuschauer können das Spiel vor Ort verfolgen.  © Imago
  5. Im Melbourne Rectangular Stadium können 30.052 Zuschauer ihr Team in vier Gruppenspielen sowie zwei Achtelfinal-Partien anfeuern. Das Stadion ist in Melbourne (Australien).
    Image: Im Melbourne Rectangular Stadium können 30.052 Zuschauer ihr Team in vier Gruppenspielen sowie zwei Achtelfinal-Partien anfeuern. Das Stadion ist in Melbourne (Australien).  © Imago
  6. Das Wellington Regional Stadium in Wellington (Neusseland) ist Austragungsort für sechs Gruppenspiele sowie für ein Achtelfinale und ein Viertelfinale. Platz ist geboten für 39.000 Zuschauer.
    Image: Das Wellington Regional Stadium in Wellington (Neusseland) ist Austragungsort für sechs Gruppenspiele sowie für ein Achtelfinale und ein Viertelfinale. Platz ist geboten für 39.000 Zuschauer.  © Imago
  7. In Sydney (Australien) werden im Sydney Football Stadium sechs Gruppenspiele ausgetragen. Auch wird ein Achtelfinale dort vor möglichen 42.512 Fans gespielt.
    Image: In Sydney (Australien) werden im Sydney Football Stadium sechs Gruppenspiele ausgetragen. Auch wird ein Achtelfinale dort vor möglichen 42.512 Fans gespielt.  © Imago
  8. Im Eden Park in Auckland (Neuseeland) ist Platz geboten für 48.276 Zuschauer. Diese können sowohl fünf Gruppenspiele, als auch ein Achtelfinale, ein Viertelfinale sowie ein Halbfinale verfolgen.
    Image: Der Eden Park in Auckland (Neuseeland) bietet Platz für 48.276 Zuschauer. Diese können sowohl fünf Gruppenspiele, als auch ein Achtelfinale, ein Viertelfinale sowie ein Halbfinale verfolgen. © Imago
  9. Das Spiel um Platz drei wird im Brisbane Stadium in Brisbane (Australien) ausgetragen. Zudem auch fünf Gruppenspiele, eine Achtelfinal-Partie und ein Viertelfinale. 52.263 Fans können auf den Rängen Platz nehmen.
    Image: Das Spiel um Platz drei wird im Brisbane Stadium in Brisbane (Australien) ausgetragen. Zudem auch fünf Gruppenspiele, eine Achtelfinal-Partie und ein Viertelfinale. 52.263 Fans können auf den Rängen Platz nehmen.  © Imago
  10. Das Stadium Australia	in Sydney (Australien) wird Austragungsort für das Finale der WM. Außerdem werden auf dem Weg bis dahin jeweils ein Spiel im Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale dort gespielt. 83.500 Fans können das Endspiel verfolgen.
    Image: Das Stadium Australia in Sydney (Australien) wird Austragungsort für das Finale der FIFA Frauen WM. Außerdem werden dort je ein Spiel im Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale gespielt. 83.500 Fans können die FIFA Frauen WM-Spiele verfolgen.  © Imago

Südkorea mit theoretischer Chance aufs Achtelfinale

Südkorea benötigt fürs Weiterkommen einen Sieg mit fünf Toren Unterschied und Schützenhilfe von Tabellenführer Kolumbien gegen Marokko im Parallelspiel. Für die DFB-Frauen ist vom Gruppensieg bis zum Vorrunden-Aus alles möglich am letzten Spieltag.

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Bell hat fußballerische Wurzeln in Deutschland

Bell hat seine fußballerischen Wurzeln in Deutschland. "Natürlich bin ich Engländer, aber mein Fußballleben war überwiegend in Deutschland. Über die Jahre habe ich mir vieles abgeschaut", hatte der Südkorea-Coach vor der WM gesagt.

"Diese Selbstverständlichkeit des Gewinnens, die die Deutschen immer verkörpert haben, diese Erwartung, dass man immer eine Chance hat - das versuche ich hier vorzuleben", sagte Bell. Ob es funktioniert? - die Antwort wird das Spiel am Donnerstag geben.

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Deutschland steht vor dem letzten Gruppenspiel der WM gegen Südkorea unter Druck und bangt um ein Weiterkommen. Wie die DFB Frauen weiterkommen können und warum es gelingt.

Engländer war als Spieler Profi in Mainz

Seit 2019 steht Bell bei den Taeguk Ladies auf der Kommandobrücke, wurde im vergangenen Jahr Vize-Asienmeister. In seiner aktiven Karriere spielte der Rechtsverteidiger sieben Jahre für diverse deutsche Klubs, unter anderem für den FSV Mainz 05.

Anschließend durchlief er insgesamt zwölf Trainerstationen in Deutschland. Sechs Jahre nach seinem bislang letzten Engagement beim SC Sand in der Frauen-Bundesliga kommt es nun zum wichtigen Duell gegen Deutschland.

SID

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