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Frauen EM: Dänemark und Spanien müssen interne Krise bewältigen

Wegen Putellas: Barca kritisiert Spanien - auch bei Dänemark kriselt es

Alexia Putellas droht die Frauen-EM in England aufgrund einer Verletzung zu verpassen.
Image: Alexia Putellas schwere Verletzung sorgt für mächtig Unruhe im spanischen Lager.  © Imago

Bevor die deutsche Nationalmannschaft am Freitag in das EM-Turnier startet, kriselt es bereits intern bei zwei Gruppengegnern. Stehen sich Dänemark und Spanien bei ihrer Titel-Mission jeweils selbst im Weg?

Im dänischen Nationalteam war die Lage sogar so angespannt, dass Spielführerin Pernille Harder eine Krisensitzung während der EM-Vorbereitung einberufen musste. Grund dafür ist Nadia Nadims Botschafter-Tätigkeit für die umstrittene Männer-WM in Katar. Die 34-jährige Stürmerin flüchtete als Kind aus Afghanistan nach Dänemark und hat mittlerweile neben ihrer eindrucksvollen Fußballkarriere sogar einen Doktortitel der Medizin.

Werbung für Katar-EM sorgt für Unmut

Mit ihrer Werbung für die WM in Katar eckt sie im Team nun aber gehörig an. Und nicht nur ihren Mitspielerinnen gefällt ihre neue Rolle gar nicht, auch der dänische Flüchtlingsverband hat die Zusammenarbeit mit ihr bereits beendet. Auch vom Fußball-Verband gab es Kritik. Mit der dänischen Presse kam es sogar schon zum Streit, als Nadim auf die vermutlich hohen Summen angesprochen wurde, die sie als Botschafterin bekommen soll. Unklar, ob die Däninnen die interne Unruhe bis zu ihrem EM-Einstieg gegen die DFB-Auswahl am Freitag wieder im Griff haben.

  1. Ada Hegerberg (Norwegen/Olympique Lyon): Nach fünf Jahren Abstinenz wegen Unstimmigkeiten mit dem Verband hat sich die Weltfußballerin von 2018 dieses Jahr zurückgemeldet. Bei ihrem Norwegen-Comeback schoss sie gleich einen Hattrick.
    Image: Ada Hegerberg (Norwegen/Olympique Lyon): Nach fünf Jahren Abstinenz wegen Unstimmigkeiten mit dem Verband hat sich die Weltfußballerin von 2018 dieses Jahr zurückgemeldet. Bei ihrem Comeback für Norwegen erzielte sie gleich einen Hattrick. © Imago
  2. Vivianne Miedema (Niederlande/FC Arsenal): Die 25-Jährige ist für ihren Torriecher und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor bekannt. Sie gilt als eine der besten Angreiferinnen der Welt und ist seit 2019 Rekordtorschützin der Niederlande.
    Image: Vivianne Miedema (Niederlande/FC Arsenal): Die 25-Jährige ist für ihren Torriecher und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor bekannt. Sie gilt als eine der besten Angreiferinnen der Welt und ist seit 2019 Rekord-Torschützin der Niederlande. © Imago
  3. Magdalena Eriksson (Schweden, FC Chelsea): Als Kapitänin hat sie die Blues in den letzten drei Saisons jeweils zur Meisterschaft geführt und sorgt in der Abwehr dafür, dass ihre Mannschaft so gut es geht, eine weiße Weste bewahrt.
    Image: Magdalena Eriksson (Schweden, FC Chelsea): Als Kapitänin hat sie die Blues in den letzten drei Saisons jeweils zur Meisterschaft geführt und sorgt in der Abwehr dafür, dass ihr Team möglichst wenige Gegentore kassiert. © Imago
  4. Caroline Graham Hansen (Norwegen/FC Barcelona): Eine der besten Flügelspielerin der Welt sticht immer wieder mit ihrem herausragenden Dribbling hervor. 2019 wechselte sie von Wolfsburg nach Barcelona und etablierte sich sofort als Schlüsselspielerin.
    Image: Caroline Graham Hansen (Norwegen/FC Barcelona): Eine der besten Flügelspielerin der Welt sticht immer wieder mit ihrem herausragenden Dribbling hervor. 2019 wechselte sie von Wolfsburg nach Barcelona und etablierte sich sofort als Schlüsselspielerin. © Imago
  5. Pernille Harder (Dänemark/FC Chelsea): Die Vizeeuropameisterin wurde bereits zweimal zu Europas Fußballerin des Jahres gekürt. Die Ablösesumme von 350.000 Euro für ihren Wechsel von Wolfsburg zu Chelsea galt 2019 als Rekord.
    Image: Pernille Harder (Dänemark/FC Chelsea): Die Vize-Europameisterin wurde bereits zweimal zu Europas Fußballerin des Jahres gekürt. Die Ablösesumme von 350.000 Euro für ihren Wechsel von Wolfsburg zu Chelsea galt 2019 als Rekord. © Imago
  6. Maria "Mapi" Leon (Spanien/FC Barcelona): Die Verteidigerin setzt gerne mal die Grätsche ein und hat auch ansonsten eine eher robuste Spielweise. Neben dem Fußballplatz lässt sie ihrer Kreativität beim Tattoowieren freien Lauf.
    Image: Maria "Mapi" Leon (Spanien/FC Barcelona): Die Verteidigerin setzt gerne mal die Grätsche ein und hat auch ansonsten eine eher robuste Spielweise. Neben dem Fußballplatz lässt sie ihrer Kreativität beim Tätowieren freien Lauf. © Imago
  7. Kosovare Asllani (Schweden/Real Madrid): Seit Jahren eine der Schlüsselspielerinnen bei Schweden und Torschützin einiger wichtiger Tore für die Skandinavierinnen. Ihr Vertrag bei Real Madrid ist am 30. Juni ausgelaufen.
    Image: Kosovare Asllani (Schweden/Real Madrid): Seit Jahren eine der Schlüsselspielerinnen und Torschützin wichtiger Tore für die Skandinavierinnen. Ihren bis zum 30. Juni laufenden Vertrag bei Real Madrid verlängerte sie nicht. © Imago
  8. Wendie Renard (Frankreich/Olympique Lyon): Die CL-Rekordspielerin gilt seit Jahren als eine der besten Verteidigerinnen der Welt. Gerade erst hat sie ihren achten (!) CL-Titel mit Lyon gewonnen, ein Erfolg mit der Nationalmannschaft steht noch aus.
    Image: Wendie Renard (Frankreich/Olympique Lyon): Die CL-Rekordspielerin gilt seit Jahren als eine der besten Verteidigerinnen der Welt. Gerade erst hat sie ihren achten (!) CL-Titel mit Lyon gewonnen, ein Erfolg mit der Nationalmannschaft steht noch aus. © Imago
  9. Beth Mead (England/FC Arsenal): Sowohl für ihren Klub als auch für die Nationalmannschaft war Mead in dieser Saison in absoluter Topform und schoss für England letzten Oktober sogar einen Hattrick innerhalb von 14 Minuten(!).
    Image: Beth Mead (England/FC Arsenal): Sowohl für ihren Klub als auch für die Nationalmannschaft war Mead in dieser Saison in absoluter Topform und schoss für England letzten Oktober sogar einen Hattrick innerhalb von nur 14 (!) Minuten. © Imago

Spanien muss Putellas-Verletzung verkraften

Auch bei einem weiteren Gruppengegner der Deutschen ist die Stimmung alles andere als rosig. Die spanische Mannschaft muss gerade noch den Verlust von ihrem Star Alexia Putellas verdauen, die nur einen Tag vor dem EM-Start mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Die Weltfußballerin war der entscheidende Faktor, warum Spanien zum ersten Mal mit in den Favoritenkreis für den Titelgewinn zählte.

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Trainer wegen Überlastung in der Kritik

Nach der schwerwiegenden Verletzung steht nun der spanische Trainer Jorge Vilda in der Kritik. In der vergangenen Saison stand Putellas in 42 Spielen über 3123 Minuten für den FC Barcelona auf dem Platz, Vilda ließ sie nun auch alle Testspiele über die vollen 90 Minuten bestreiten. Ein Spiel mit der spanischen Nationalmannschaft verpasste sie zuletzt im Mai 2019. Die spanische Zeitung Sport berichtet, dass Barca ziemlich sauer auf den spanischen Verband sei. Die Trainingseinheiten würden die Spielerinnen zu hart fordern.

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Vilda nicht unbedingt beliebt bei spanischen Fans

Schon vorher stand Jorge Vilda in der Kritik, weil er Spielerinnen nach Verletzungen auf den Platz zurück hetzten solle. Doch dass ist nicht die einzige Kritik, die sich der spanische Trainer schon in der Vergangenheit gefallen lassen musste. Ihm wird angekreidet, dass er die Nationalmannschaft zu sehr auf Barca-Spielerinnen aufbaut und wenig Blick auf andere Talente im Land schweifen lässt. Er verlasse sich vor allem zu sehr auf das Mittelfeld-Trio bestehend aus den Barca-Akteurinnen Patri Guijarro, Aitana Bonmati und Putellas. Die Weltfußballerin fällt nun schon einmal Weg und es bleibt abzuwarten, wie sich die Seleccion von dem Schock erholen wird.

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