Grammy-Gewinner & Dynamo-Fan: Purple Disco Machine spricht über Aufstiegsträume
Ein Grammy, internationale Auftritte & Millionen Hörer: Purple Disco Machine zählt zu den erfolgreichsten deutschen Musikern. Im "Zweitligatalk – HvK & Tusche“ verrät der gebürtige Dresdner, warum seine größte sportliche Leidenschaft Dynamo gilt.
05.11.2026 | 18:48 Uhr
Ein Grammy für die zweite Liga? Nicht ganz, wobei einige Vereinshymnen durchaus einen Award verdient hätten. Vielmehr ist ein Grammy-Gewinner in der zweiten Liga zu finden. Zwar nicht auf, aber neben dem Platz - und dazu in der neuesten Folge von "Dein Zweitligatalk - HvK & Tusche" (on demand jederzeit auf SkyQ und online abrufbar) zu Gast.
Im Jahr 2023 wurde Purple Disco Machine alias Tino Piontek für den Song "About Damn Time" mit der wohl höchsten Auszeichnung im Musikbusiness geehrt. "Beats per Minute" hat er im Blut, den Fußball aber im Herzen. Der deutsche DJ ist nämlich nicht nur ein Meister seines Fachs, sondern wie so viele auch leidenschaftlicher Fußballfan - genauer gesagt: Fan von Dynamo Dresden.
Seine Emotionen kann Piontek auf der Bühne zwar kontrollieren, im Stadion sieht das allerdings anders aus. "Wenn ich unbeobachtet bin, da geht's ja nicht um mich, sondern ich bin ja dann Zuschauer, da kann ich schon meine Emotion rauslassen", erzählt er. Dass er selbst einmal Fußballprofi werden wollte, blieb ein Traum. Ein Probetraining bei Dynamo brachte nicht den erhofften Durchbruch. "Ich glaube, die haben gesagt, du bist ein netter Junge, aber bleib mal da, wo du bist und wir spielen den richtigen Fußball."
"Genauso wie letzte Saison"
Seine Stärke fand Piontek schließlich in der in der Musik, sodass er wie - die Spieler selbst - regelmäßig vor Tausenden Menschen performt. Die Auftritte seien durchaus mit dem Fußball vergleichbar, erklärt der 46-Jährige. Einen Unterschied sieht er allerdings beim Kontakt mit den Fans: "Bei mir ist es zu 100 Prozent immer positiv, dass sie immer mit einem Lächeln auf mich zukommen und nach einem Foto fragen." Bei Fußballern könne die Stimmung dagegen schnell umschlagen, wenn die Leistung nicht stimmt, vermutet der DJ.
Und gerade dürfte die Stimmung bei seinem Herzensverein nicht allzu rosig sein. Der Aufsteiger aus dem vergangenen Jahr brillierte nach einer schwachen Hinrunde in der Saison 2025/26 wiederum in der Rückrunde und weckte damit zugleich Erwartungen. Die Realität heißt aktuell aber Platz 18, mit acht Punkten aus zehn Spielen. "Es ist irgendwie genauso wie letzte Saison, dass man immer die Spiele verliert und sich danach fragt: Was ist schiefgegangen?", analysiert der gebürtige Dresdner das ständige Auf und Ab seiner Dynamo. Trotz der prekären Lage spricht und denkt Piontek auch an Größeres.
Große Träume
"Ich habe ein gutes Gefühl, von daher kann ich mir vorstellen, dass, wenn sie jetzt die 2. Liga halten, man nach ein, zwei Jahren vielleicht irgendwann noch ein bisschen größer denken kann", so der 46-Jährige. Ein Traum mit zugleich gesundem Realismus. "Dresden macht halt den Fehler, dass es entweder nach ganz unten oder nach ganz oben gehen muss, sofort. Und ich glaube, wir brauchen jetzt erstmal so etwas Sicherheit", erklärt er gegenüber Hartmut von Kameke. Und dennoch sei er sicher, "dass man langfristig Dynamo eher in der ersten als in der dritten Liga sehen wird".
Wie ein möglicher Dresdner Aufstieg in die Bundesliga - erstmals seit 1994/95 - im Vergleich zum Grammy-Gewinn zu bewerten wäre, bleibt abzuwarten. Bis dahin muss Dynamo in der zweiten Liga hart um Punkte kämpfen. Die nächste Möglichkeit bietet sich für das Team von Thomas Stamm schon am Freitag (ab 18:00 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga oder im Liveticker) im Heimspiel gegen Fürth.
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