Große Trauer um Jesus de Miguel: Teneriffa plant emotionale Gedenkfeier - Beisetzung am Donnerstag
Der Tod von Jesus de Miguel bewegt weiterhin ganz Spanien.
04.11.2026 | 17:25 Uhr
Während die Ermittlungen zu den Umständen des tragischen Unglücks laufen, bereiten Familie, Verein und Fans den Abschied von dem verstorbenen Stürmer vor. CD Teneriffa plant eine große Gedenkfeier im eigenen Stadion.
Mit einer Gedenkfeier nimmt der spanische Zweitligist CD Teneriffa an diesem Samstag Abschied von seinem gestorbenen Profi Jesus de Miguel. Zu der Messe mit Bischof Eloy Santiago können ab 18 Uhr alle Anhänger des Vereins ins Heliodoro-Rodriguez-Lopez-Stadion kommen, wie der Verein mitteilte.
Zuvor werde die erste Mannschaft gemeinsam mit dem Trainerstab und der Vereinsführung an der Beisetzung von de Miguel teilnehmen. Wie spanische Medien übereinstimmend berichteten, findet diese nach Überführung des Leichnams am Mittwochnachmittag auf Wunsch der Familie in Navahermosa, der Heimatgemeinde der Familie in der Provinz Toledo, statt.
Dreitägige Trauerzeit in Navahermosa
Wie Rayco Garcia, Mehrheitsaktionär des Vereins, mitgeteilt hatte, soll der Leichnam von de Miguel entweder heute oder spätestens am Donnerstag auf Wunsch der Familie auf das spanische Festland nach Navahermosa überführt werden. Der kleine zentralspanische Ort, die Heimatgemeinde der Familie, liegt knapp 130 Kilometer von Madrid entfernt. Die Bürgermeisterin rief nach dem tragischen Tod des Fußballers eine dreitägige Trauerzeit aus und ließ die Fahnen auf Halbmast setzen.
Die Familie von de Miguel bat laut Verein "von Herzen darum, ihre Privatsphäre in dieser schrecklichen Zeit uneingeschränkt zu respektieren". De Miguel hinterlässt seine Partnerin Maria und die gemeinsame Tochter Carla, die im Juni 2025 geboren wurde.
Trauerzeiten für gestorbenen Stürmer
Der 30 Jahre alte de Miguel hatte am Sonntag nach einer ungestümen Attacke des gegnerischen Torwarts Jesus Owono in der Nachspielzeit des Liga-Heimspiels gegen den FC Andorra schwere Verletzungen und einen Herzstillstand erlitten. Am Montagmorgen starb er dann im Krankenhaus. Gegen Owono nahm die Mordkommission der spanischen Nationalpolizei Ermittlungen auf, der Nachrichtenagentur AP zufolge wegen möglichen fahrlässigen Totschlags.
Teneriffa veranlasste eine offizielle sechstägige Trauerzeit, sämtliche Aktivitäten des Vereins, seiner Frauenmannschaft und des Nachwuchsbereichs wurden ausgesetzt. Nachdem schon sämtliche für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geplante Pokalpartien im Männer- und Frauenfußball verschoben wurden, soll auch die Partie von Teneriffa am Samstag gegen Granada zu einem späteren Termin stattfinden. Andorra beantragte eine Verschiebung des für Sonntag geplanten Spiels gegen RCD Mallorca.
Auf Teneriffa war de Miguel Stütze des Teams und Liebling der Fans
Der in Madrid geborene de Miguel hatte sich seinen Weg in den Profifußball über mehrere unterklassige spanische Vereine erarbeitet. Nach Stationen unter anderem bei Unionistas de Salamanca und CD Castellon wechselte der Stürmer im Sommer 2025 nach Teneriffa. Dort wurde er schnell zu einer wichtigen Stütze: Mit elf Toren trug er maßgeblich zum Aufstieg in die zweite Liga bei. Gleich zu Beginn seiner Zeit hatte er mit sechs Treffern in den ersten fünf Pflichtspielen einen Vereinsrekord aufgestellt.
dpa / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.