Gruselige Werte: Teenager übertrumpft Arsenals Rekordkauf Pepe
Nicolas Pepe enttäuscht beim 1:1 gegen die Red Devils
01.10.2019 | 15:36 Uhr
Für Nicolas Pepe läuft es beim FC Arsenal noch nicht. Im Top-Spiel gegen Manchester United am Montagabend gelang dem Rechtsaußen nur ein einziger Schuss auf das Tor von David de Gea. Dafür spielte Eigengewächs Bukayo Saka auf der linken Außenbahn stark auf.
Nach 74 mehr als überschaubaren Minuten war für Pepe Feierabend: Der Neuzugang macht im Spiel gegen United Platz für Reiss Nelson. Für manchen Fan war das eventuell zu spät. Die Horror-Bilanz des Ivorers: Nur ein Schuss auf das Tor, nur ein gewonnener Zweikampf, dafür 17 Ballverluste.
Auftritt deckt sich mit der bisherigen Leistung
Der Rekordtransfer der Gunners kommt noch nicht in Tritt. In acht Pflichtspielen gelangen dem Außenstürmer lediglich ein Treffer (Elfmeter) und zwei Vorlagen. Zu wenig für einen Spieler, der die Londoner stolze 80 Millionen Euro Ablöse gekostet hat. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison brillierte der 24-Jährige in der Ligue 1 beim OSC Lille mit 22 Toren und elf Vorlagen.
Es lässt sich durchaus argumentieren, dass der Neuzugang, an dem auch die Bayern vergangenen Sommer großes Interesse hatten, noch Zeit zum Eingewöhnen braucht. Aber auch Arsenal-Eigengewächs Saka hat wenig Erfahrung in der Premier League - und der lieferte im Old Trafford eine überragende Performance ab.
Saka überstrahlt Pepe
Mit 18 Jahren und 25 Tagen ist Saka der jüngste Arsenal-Debütant der Historie in einem Duell mit United. Und es war für ihn sicher eine denkwürdige Premiere. Der Linksaußen bereitete den Ausgleich von Pierre-Emerick Aubameyang vor, brachte 20 seiner 23 Pässe an den Mann, gewann über die Hälfte seiner Zweikämpfe und hatte die meisten Tacklings seines Teams.
Kein Wunder, dass Sky UK Experte Jamie Carragher nach dem Spiel meinte: "Er hat heute wirklich beeindruckt. Mit 18 Jahren so zu spielen, darauf kann er wirklich stolz sein." In der frühen Phase der Saison sollte die Situation nicht überbewertet werden. Klar ist aber: Pepe sollte langsam anfangen, an seine Leistung in Frankreich anzuknüpfen, sonst könnten Talente wie Saka ihm bald den Rang ablaufen.