Gündogan verteidigt Leroy Sane: "Deutschland versteht ihn nicht“
Ilkay Gündogan hat Leroy Sane öffentlich gegen Kritik verteidigt und dessen Wahrnehmung in Deutschland kritisiert. Der Ex-DFB-Kapitän sieht ein strukturelles Problem im Umgang mit dem Offensivspieler.
20.06.2026 | 17:04 Uhr
Gündogan kennt Leroy Sane aus Manchester-City-Zeiten und aktuell von Galatasaray. Seine Aussagen liefern Einblick in Sanes mentale Situation.
Der frühere DFB-Kapitän Ilkay Gündogan hat seinen langjährigen Mitspieler * gegen die anhaltende Kritik verteidigt. "Ich glaube, die Leute verstehen Leroy nicht. Und ich glaube, dass sie ihm unrecht tun", schreibt der 35-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.
Gündogan und Sane hatten gemeinsam bei Manchester City gespielt, aktuell laufen sie für Galatasaray Istanbul auf. "Ich kann also behaupten, dass ich ihn wirklich gut kenne", so Gündogan: "Und deshalb macht das etwas mit mir, wenn ich erlebe, wie kritisch er in Deutschland oft gesehen wird."
Sane ist schüchtern
Sane sei "auch charakterlich" top, schreibt er über seinen Freund und fügte an: "Das klingt jetzt vielleicht paradox, weil er manchmal nicht so rüberkommt. Aber Leroy war schon damals schüchtern und ist es bis heute geblieben. Wenn er Menschen nicht so gut kennt, ist er sehr vorsichtig." In Deutschland habe er nie die Anerkennung bekommen, die er verdient.
13 Turnierspiele hat der Flügelstürmer von Galatasaray bislang im Nationaltrikot absolviert, ein Treffer ist ihm noch nicht gelungen.
Gündogan mit Appell
Sane habe "oft das Gefühl, dass die Leute nur darauf warten, dass er etwas falsch macht. Ich merke, dass er mental nicht immer so frei ist, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte", so Gündogan weiter:
"Wenn ständig die Angst mitspielt, dass nach dem ersten Fehler im Spiel sofort wieder Kritik aufkommt: Wie soll Leroy da dauerhaft funktionieren? Hier sind wir alle mehr gefordert, ihn mehr zu unterstützen."
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