Irland gegen Israel: Pressekonferenz vor Nations-League-Rückspiel nach Eklat abgebrochen
Vor dem Nations-League-Rückspiel zwischen Irland und Israel ist eine Pressekonferenz von Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson nach einem Streit mit israelischen Journalisten vorzeitig beendet worden. Die Spannungen rund um das Duell nehmen weiter zu.
03.10.2026 | 17:43 Uhr
Die Nations-League-Partie zwischen Irland und Israel wird von politischen und sicherheitsrelevanten Diskussionen überschattet. Nach hitzigen Wortgefechten verließ die irische Delegation die Pressekonferenz abrupt.
Irlands Pressekonferenz vor dem brisanten Nations-League-Rückspiel gegen Israel ist nach einer Auseinandersetzung mit israelischen Reportern abgebrochen worden. Der irische Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson hatte am Samstag für Fragen bereitgestanden, bis Journalisten aus Israel seine Einschätzung zum mutmaßlichen Anschlag am Mittwoch auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren an Bord forderten.
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"Was sagen Sie zu den Menschen, die Sie unterstützen? Ihre Ideologie basiert auf Mord", sagte ein Journalist und ergänzte: "Allein diese Woche hat einer von ihnen versucht, 170 israelische Passagiere zu töten, darunter 27 unschuldige Kinder und Tausende weitere." Fragen dieser Art würden nicht angenommen werden, antwortete der irische Pressesprecher.
Daraufhin wandte sich ein anderer Journalist an den irischen Trainer: "Ihre Spieler nennen unsere Spieler während des Spiels Affen...", sagte er, wurde dann jedoch von einem Funktionär unterbrochen, der wiederholt darauf bestand: "Das ist völlig unwahr." Gleichzeitig wurde dem Reporter das Mikrofon weggenommen. "Fassen Sie mich nicht an", rief er, woraufhin die irische Delegation die Pressekonferenz abrupt beendete.
Nations-League-Rückspiel findet aus Sicherheitsgründen in Serbien statt
Der Co-Pilot der Flydubai-Maschine hatte den Piloten auf einem Flug von Dubai nach Israel mit der Notaxt angegriffen. Dieser konnte aber von Passagieren überwältigt werden, sodass die Maschine später sicher landete. Die emiratischen Behörden werteten den Vorfall als "Terrorakt".
Die Spannungen vor der Partie am Sonntag (20.45 Uhr), die aufgrund von Sicherheitsbedenken in Backa Topola/Serbien ausgetragen wird, nahmen in den vergangenen Wochen zu. Beim Hinspiel in Ungarn hatten die Spieler auf die üblichen Gesten der Fairness verzichtet. Die Iren neigten etwa ihre Köpfe beim Abspielen der israelischen Hymne. Israelische Behörden verurteilten die Handlungen. Israels Außenminister Gideon Saar warf Dublin vor, "auf der falschen Seite der Geschichte" zu stehen.
Wegen Israels militärischem Vorgehen im Gazastreifen als Reaktion auf den Überfall der Hamas hatte es in Irland im Vorfeld Forderungen nach einem Boykott gegeben. Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben. Israels Existenzrecht wird ausdrücklich betont, gleichzeitig hat Dublin 2024 den Staat Palästina offiziell anerkannt.
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