Jesus bedauert Ronaldo-Rücktritt: "Ich brauchte ihn an meiner Seite“
Trotz des öffentlichen Streits in den vergangenen Wochen wollte Jorge Jesus Cristiano Ronaldo unbedingt in Portugals Nationalmannschaft halten. Nach dem Rücktritt des Rekordspielers findet der Nationaltrainer nun versöhnliche Worte und würdigt dessen Vermächtnis.
05.11.2026 | 17:10 Uhr
Das Verhältnis zwischen Jorge Jesus und Cristiano Ronaldo galt zuletzt als schwer belastet. Nach dem Rücktritt des Superstars aus der portugiesischen Nationalmannschaft schlägt der Nationaltrainer jedoch versöhnliche Töne an und macht deutlich, welchen Stellenwert der fünffache Weltfußballer für Portugal weiterhin besitzt.
Der portugiesische Nationaltrainer Jorge Jesus hat trotz des jüngsten öffentlichen Streits sein Bedauern über den Rücktritt von Cristiano Ronaldo geäußert. "Das ist ganz allein seine Entscheidung", sagte Jesus bei Canal 11: "Wir hatten bereits vor der ersten Einberufung Gelegenheit, darüber zu sprechen. Ich habe ihn gebeten, weiterzumachen, bei mir zu bleiben, weil ich ihn an meiner Seite brauchte, aber ich muss seine Entscheidung akzeptieren."
Ronaldo sei "eine weltweite Größe, eine Größe Portugals, eine Größe der Nationalmannschaft", führte Jesus aus: "Er ist ein Spieler, der der Nationalmannschaft im Laufe der Jahre viel gegeben hat. Er ist ein Symbol für die portugiesische Jugend." Der Superstar werde "immer ein Vorbild für unsere Nationalmannschaft, unser Volk und unsere Geschichte bleiben". Deshalb habe er zur Wahrung des Vermächtnisses im portugiesischen Nationalmannschaftszentrum ein optisches Zeichen gesetzt.
"Immer in den Herzen der Portugiesen"
"Ich habe ein großes Bild von ihm dort anbringen lassen, damit alle jungen Leute - und nicht nur sie, sondern auch die Kollegen, die wir jeden Tag in diesem Auditorium haben - sein Vorbild immer vor Augen haben", erklärte Jesus. Ronaldo werde "immer in den Herzen der Portugiesen und in der Nationalmannschaft bleiben, daran führt kein Weg vorbei". Die langjährige Nummer sieben hatte am Donnerstag das Ende ihrer Karriere in Portugals Nationalmannschaft verkündet.
Ronaldo hatte Ende September für einen Eklat gesorgt, nachdem er das Trainingslager der Portugiesen im Streit mit Jesus vorzeitig verlassen hatte. Anschließend warf der Angreifer von Al-Nassr dem Coach vor, sein Wort gebrochen zu haben, ihm Einsatzzeit zu gewähren. Der Verband belegte Ronaldo deshalb mit einer 30-tägigen Sperre und einer Geldstrafe von 255 Euro. Die Sanktion wurde rückwirkend ab dem 30. September verhängt und lief Ende Oktober aus. Ronaldo entschuldigte sich später bei Mitspielern und Fans.
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