Jürgen Klopp vor Serbien: Warum die DFB-Euphorie trotz Fehlstart weiterlebt
Jürgen Klopp hat mit der deutschen Nationalmannschaft noch kein Spiel gewonnen. Dennoch sorgen junge Spieler wie Lennart Karl, Said El Mala und Vitaly Janelt für Aufbruchstimmung beim DFB.
29.09.2026 | 23:19 Uhr
Das 1:1 gegen die Niederlande und das 0:1 gegen Griechenland offenbarten Schwächen. Gleichzeitig zeigte sich, warum viele Fans weiter an den Klopp-Neustart glauben.
Der Weg zurück an die Weltspitze ist nicht mit einem Sprint zu bewältigen. Vielmehr kommt ein Marathon auf Jürgen Klopp und seine Spieler zu. Das haben das 1:1 in den Niederlanden und das 0:1 gegen Griechenland gezeigt.
Ich werde mir den Hype um den Neuanfang beim DFB trotzdem nicht nehmen lassen.
Erstens, weil in Amsterdam schon ein bisschen Klopp-Fußball - viel Tempo, viel Energie, viel Leidenschaft - zu sehen war. Zweitens, weil der Bundestrainer einen spannenden Lösungsansatz für die jahrelang diskutierte Rechtsverteidigerposition in Person von Philipp Treu geliefert hat. Und drittens, weil ich mich sehr auf den zweiten Teil des XXL-Kaders freue. Auf einige Spieler, die jung und hungrig sind.
Karl und El Mala als Hoffnungsträger
Besonders auf Lennart Karl und Said El Mala. Diese Flügelzange hätte ich schon gerne bei der WM gesehen. Und ich bin mir sicher: Mit Karl, der sich kurz vor dem Turnier verletzte, und El Mala, auf den Klopp-Vorgänger Julian Nagelsmann verzichtete, wäre das DFB-Team über das Sechzehntelfinale hinausgekommen.
Beide haben für mich das fußballerische und charakterliche Potenzial, zwei neue Gesichter des DFB-Umbruchs zu werden - und, auch wenn sie andere Spielertypen sind, in die Fußstapfen der früheren Fanlieblinge Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski zu treten. An Klopps Stelle würde ich sie beide schon am Donnerstag gegen Serbien von Beginn an aufbieten. Weil sie frech, selbstbewusst und unbekümmert sind.
Viele interessante Talente dabei
Hinzu kommen weitere interessante Talente wie Tom Bischof oder Finn Jeltsch - sowie Vitaly Janelt, der mit 28 seine erste (und längst überfällige) Nominierung für die A-Nationalelf erhalten hat. Der Kapitän vom Premier-League-Überraschungsteam Brentford kann sich in Abwesenheit von Kapitän Joshua Kimmich auf der Sechs zeigen und frischen Wind in die Mannschaft bringen.
Genug Gründe also, um sich die Klopp-Euphorie nicht nehmen zu lassen.
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.