Lienen: "Gut, wenn Neymar-Transfer nicht klappt"

Ewald Lienen exklusiv

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Ewald Lienen kritisiert im Interview den Transfer-Wahnsinn.

Der Weltrekord-Transfer von Neymar zu Paris Saint-Germain steht kurz vor dem Abschluss. St. Paulis Technischer Direktor Ewald Lienen kritisiert im Interview bei Sky die Entwicklungen auf dem Transfermarkt und hofft auf eine Verhinderung des Millionen-Deals.

1983 wechselte Ewald Lienen von Arminia Bielefeld nach Borussia Mönchengladbach - für 225.000 Euro. 34 Jahre später steht Neymar Jr. vor einem Wechsel nach Paris St. Germain, für knapp das tausendfache.

Eine Entwicklung, die der ehemalige Bundesliga-Profi nicht nachvollziehen kann: "Diese Transfersummmen bewegen sich in Höhen, die für den Normalsterblichen und unsere Fans nicht mehr nachzuvollziehen sind", erklärt Lienen bei Sky Sport News HD.

"Gigantomanie und Größenwahn"

Auch wenn die Transfersumme, die PSG aufbringen will kaum greifbar erscheint, die Hauptstädter wollen den Neymar-Transfer mit einem Gesamtvolumen von angeblich einer halben Milliarde Euro abwickeln. 222 Millionen Euro beträgt allein die festgeschriebene Ablöse des 25-Jährigen.

Eine Summe, die den ehemaligen Bundesliga-Profi ins Nachdenken bringt. Man müsse sich die Fragen stellen "wem gehört der Fußball? Wo soll das alles enden?", so Lienen. Man dürfe nicht so weit gehen, dass man die Menschen, die sich für den Fußball interessieren, verliert. "So etwas, was wir da sehen, das ist einfach Gigantomanie und Größenwahn", kritisiert Lienen.

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Fantasiezahl

Bisher schien eine Ablösesumme von 222 Millionen Euro eine reine Fantasiezahl zu sein, die ein Verein niemals bezahlt. Im Fall Neymar ist das anders. Auch Lienen hätte solch eine Entwicklung nicht erwartet: "Die Vereinsverantwortlichen haben Jahre lang irgendwelche Summen in die Verträge geschrieben in dem Glauben, dass niemand diese Klausel benutzt".

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"Gut wenn das nicht klappt"

Nachdem der Rekord-Transfer jetzt tatsächlich kurz vor dem Abschluss steht hat sich die spanische Liga eingeschaltet und angekündigt gegen den Mega-Deal zwischen dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain vorzugehen. Auch Lienen hat seine Zweifel, dass der Wechsel mit dem Financial Fairplay vereinbar sei und geht sogar einen Schritt weiter: Ich fände es gut, wenn das nicht klappt", hofft Lienen. "Es wäre ein schönes Zeichen, wenn man sich nicht alles kaufen könnte".

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