Lionel Messi beendet Argentinien-Karriere: Die Meilensteine einer historischen Nationalmannschafts-Laufbahn
Lionel Messi hat seine Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft nach 208 Länderspielen beendet. Der Weltmeister von 2022 hinterlässt zahlreiche Rekorde und eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
07.10.2026 | 10:32 Uhr
Von der Roten Karte beim Debüt bis zum WM-Triumph in Katar: Lionel Messi prägte über zwei Jahrzehnte die Albiceleste wie kein anderer Spieler.
Für Lionel Messi ist der letzte Vorhang in der Nationalmannschaft gefallen - nach 208. Länderspielen endet die Ära der Nummer "10" in der Albiceleste endgültig. Wir blicken zurück auf Messis Meilensteine in der Nationalmannschaft.
DER START (2005): Lionel Messis Geschichte für Argentinien beginnt denkbar unglücklich. Am 17. August 2005 wird der "Floh" aus Rosario als 18-Jähriger gegen Ungarn eingewechselt - und fliegt nach nicht einmal einer Minute wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Interessant: Auch Diego Maradona gab sein Debüt seinerzeit 1977 gegen Ungarn. Sein erstes Länderspieltor erzielt Messi am 1. März 2006 beim 2:3 gegen Kroatien per sehenswertem Schlenzer mit seinem linken Fuß.
Zum Durchklicken: Messis emotionaler Abschied in Bildern
DAS WM-DEBÜT (2006): Messis WM-Achterbahnfahrt beginnt bei der Endrunde in Deutschland 2006, neben Stars wie Carlos Tévez, Javier Saviola und Hernán Crespo hat er es nicht leicht. In der Gruppenphase erzielt er sein erstes WM-Tor, im Viertelfinale gegen Deutschland muss Messi jedoch 120 Minuten von der Bank zusehen, wie Argentinien im Elfmeterschießen ausscheidet. Zu Hause entbrennt die Diskussion, warum der Jungstar nicht zum Einsatz kam.
DER RÜCKSCHLAG (2007): Messi spielt insgesamt eine starke Copa América, doch ausgerechnet im Finale folgt die Ernüchterung. Argentinien geht als Favorit in das Duell mit Brasilien, verliert in Maracaibo/Venezuela aber deutlich mit 0:3. Für Messi ist es die erste große Finalniederlage. Es wird nicht die letzte bleiben - der Druck auf den Ausnahmekönner in seiner Heimat wächst in den folgenden Jahren stetig.
DIE NUMMER 10 (2009): Mit Diego Maradona als Nationaltrainer beginnt für Messi eine neue Ära: Nach dem Karriereende von Juan Román Riquelme erhält "La Pulga" dauerhaft die legendäre Nummer 10, die einst Maradona trug. Messi ist bei Barcelona längst ein Weltstar, doch in Argentinien wird immer wieder gefragt, warum er im Nationalteam nicht dieselbe Magie entfaltet. Die Rückennummer wird damit gleichermaßen zum Ritterschlag und zur Bürde: Messi soll endgültig Maradonas Erbe antreten, die Erwartungen steigen ins Unermessliche.
DIE KAPITÄNSBINDE (2010): Unter Maradona trägt Messi als Ersatz von Javier Mascherano erstmals die Kapitänsbinde der Albiceleste, später macht ihn Alejandro Sabella dauerhaft zum Spielführer. Damit verändert sich seine Rolle grundlegend. Aus dem hochbegabten Hoffnungsträger wird zunehmend der Anführer einer ganzen Fußballnation.
DAS DRAMA (2014): Messi führt Argentinien bei der WM 2014 ins Finale von Rio gegen Deutschland, Mario Götze lässt seinen Traum vom Titel in der Verlängerung platzen. Er wird zum besten Spielers des Turniers gewählt, doch das lindert Messis Schmerz und die Enttäuschung nach der Finalpleite nicht.
DER RÜCKTRITT (2016): "Das war's", sagt Messi und schockt seine Fans 2016 nach zwei verlorenen Endspielen bei der Copa América jeweils gegen Chile mit dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Mit nur 29 Jahren. Doch der Frust hält zum Glück nicht lange an.
DIE KRÖNUNG (2022): 2021 gewinnt Messi mit Argentinien endlich seinen ersten großen Titel, ausgerechnet im Maracana-Stadion triumphiert er mit seinem Team bei der Copa América gegen den Erzrivalen Brasilien. Ein Jahr später dann die Krönung, als der Nationalheld nach einem packenden Finale gegen Frankreich den WM-Pokal in den Himmel von Katar reckt.
DIE REKORDE: Nicht Diego Maradona, nicht Gabriel Batistuta oder Mario Kempes - Messi geht als Rekordspieler der Nationalmannschaft in Rente. In bisher 208 Länderspielen kommt der 39-Jährige auf 126 Tore und 70 Assists.
DER ABSCHIED (2026): Mit all seiner Erfahrung und Kreativität schafft es Messi im Sommer tatsächlich noch einmal ins WM-Finale, doch Spanien ist vor den Toren New Yorks einfach zu stark, Messi vergießt bittere Tränen. In Buenos Aires tanzte er nun seinen allerletzten Tango, Argentinien verneigt sich voller Emotionen vor seinem Fußballgott.
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