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Ludovit Reis über Werder Bremen, Niederlande, Messi, Tresoldi, HSV und Paderborn

Ludovit Reis spricht im exklusiven Interview mit Sky Sport über seine Kindheit in den Niederlanden, den Wechsel zum FC Barcelona, Erlebnisse mit Weltstars wie Messi und Suarez und seinen Neustart in Bremen.

Reis nimmt Stellung zu Anfeindungen auf Social Media, schwärmt vom 2:2 in Dortmund am vergangenen Freitag und blickt auf das Spiel gegen den SC Paderborn (Sa., 15:30 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga).

Sky Sport: Ludovit, was ist das Geile am Fußball?

Ludovit Reis: Spiele zu gewinnen! Ich liebe es zu gewinnen und ich hasse es zu verlieren. Das war schon als kleines Kind so. Was ich am Fußball aber auch unglaublich schön finde, ist das gemeinsame Gewinnen. Wenn du zusammen mit deinen Mitspielern ein Tor schießt und dich gemeinsam freust. Das ist Fußball für mich.

Sky Sport: Wie war deine Kindheit in Amsterdam?

Reis: Ich bin in Haarlem geboren, aber in Amsterdam aufgewachsen. Nach der Schule ging es immer sofort raus zum Fußballspielen. Mein Vater musste mir ständig neue Schuhe kaufen. Manchmal waren sie schon nach zwei Wochen wieder kaputt, weil ich so viel Fußball gespielt habe. Das fand mein Vater natürlich nicht besonders schön (lacht).

Sky Sport: Warst du der Beste auf der Straße?

Reis: Ich war immer der Kleinste! Aber ich wollte unbedingt mit den großen Jungs spielen. Die haben es mir auf der Straße nicht leicht gemacht, das kann ich dir sagen. Es ging manchmal richtig hart zur Sache. Aber genau das habe ich geliebt. Andere Jungs in meinem Alter wollten nicht unbedingt gegen die Älteren spielen. Ich schon!

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Sky Sport: Profitierst du davon bis heute?

Reis: Ja, auf jeden Fall. Meine Mentalität kommt auch ein bisschen von der Straße. Dort lernst du, dich durchzusetzen und Charakter zu zeigen. Die Leute, die mich kennen, wissen, wie ich bin. Ich glaube, dass diese Erfahrungen einen großen Einfluss darauf hatten. Das nehme ich bis heute mit.

Sky Sport: In welchem Umfeld bist du aufgewachsen?

Reis: Das war eine Gegend, in der viele Familien nicht besonders viel Geld hatten. Aber wir hatten trotzdem immer Spaß. Der Fußball war für uns das Wichtigste.

Sky Sport: Hattet ihr wenigstens einen Ball?

Reis: Es gab einen Jungen, der hatte einen Ball. Auf den haben wir immer gewartet. Und wenn der nicht gekommen ist, konnten wir eben nicht Fußball spielen (lacht). Nein, das war wirklich eine geile Zeit!

Ludovit Reis bejubelt einen Treffer für Werder Bremen.
Image: Ludovit Reis bejubelt einen Treffer für Werder Bremen.  © Imago

Sky Sport: Hast du noch Kontakt zu den Jungs?

Reis: Ja, natürlich! Wir sind immer noch in Kontakt. Wenn wir Zeit haben, treffen wir uns auch. Inzwischen bin ich Vater geworden, deshalb läuft vieles über FaceTime. Aber wenn wir uns persönlich sehen, ist das immer sehr schön.

Sky Sport: Sind alle vernünftig geworden?

Reis: Ja, mittlerweile schon (lacht). Früher war natürlich manches anders. Aber wir sind alle älter geworden, haben uns weiterentwickelt. Viele haben inzwischen selbst Kinder. Es ist schön zu sehen, wie wir gemeinsam aufgewachsen sind und was aus uns geworden ist.

Sky Sport: Liebst du den Fußball noch genauso wie damals?

Reis: Absolut! Ich bin auf dem Platz immer ein Typ voller Energie gewesen. Ich will jedes Spiel unbedingt gewinnen. Bei jeder Grätsche, bei jedem Ballkontakt, bei jeder Aktion gebe ich hundert Prozent. Das entspricht einfach meinem Charakter. Ich brauche diese Energie auch für mein Spiel. Und ich liebe das einfach!

Sky Sport: Vom Straßenfußball in Amsterdam zu Lionel Messi beim FC Barcelona. Wie verrückt ist das?

Reis: Das ist natürlich eine wunderschöne Geschichte. Ich war damals noch sehr jung und habe beim FC Groningen gespielt. Plötzlich habe ich gehört, dass der FC Barcelona Interesse an mir hat. Zuerst konnte ich das gar nicht glauben. Aber das Interesse war konkret, sie wollten mich wirklich verpflichten. Da musste ich nicht zweimal überlegen. Ich habe sofort Ja gesagt.

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Sky Sport: Wie hast du diese Zeit erlebt?

Reis: Ich habe es geliebt, dort zu sein. Du bist bei Spielen in der Champions League dabei, sitzt mit Messi und all diesen großen Spielern in einer Kabine. Das sind Erfahrungen, die ich mein ganzes Leben mitnehmen werde. Geschichten, die ich irgendwann auch meinem Kind erzählen kann.

Sky Sport: Wie normal sind solche Superstars?

Reis: Viel normaler, als man von außen vielleicht denkt. Natürlich haben diese Spieler riesige Namen. Jeder kennt sie. Aber innerhalb der Kabine sind es ganz normale Menschen. Da werden die gleichen Witze gemacht wie bei uns hier in Bremen. Ich finde es schön, wenn Menschen trotz ihres Erfolgs mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.

Sky Sport: Hast du noch Kontakt zu Messi oder Suarez?

Reis: Nein, das ist natürlich noch einmal eine andere Klasse (lacht). Ich war damals sehr jung. Messi war schon Messi. Du kommst als junger Spieler dorthin und willst einfach mittrainieren, mitspielen und dazugehören. Das war für mich das Wichtigste.

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Sky Sport: Haben dich die Stars integriert?

Reis: Ja, absolut. Frenkie de Jong war damals auch da, mit ihm konnte ich mich natürlich gut verständigen. Das waren alles sehr nette Jungs. Sie haben dich mitgenommen und dir das Gefühl gegeben, dazuzugehören. Wenn du Teil dieser Mannschaft warst, dann hast du auch dazugehört.

Sky Sport: Wie besonders war euer Spektakel beim BVB?

Reis: Solche Erlebnisse dürfen niemals normal werden. Genau das ist doch das Schöne am Fußball! Jeder kann gegen jeden gewinnen. Du spielst an einem Freitagabend in Dortmund und weißt genau, was dich dort erwartet. Dieses Stadion, diese Fans, diese Qualität des Gegners. Und dann schaffen wir es, innerhalb von ungefähr sechs Minuten noch zwei Tore zu schießen. Das ist schon krass!

Sky Sport: Dazu dein eigenes Tor. Was ging in dir vor?

Reis: Das war natürlich ein unglaubliches Gefühl. Nicht nur für mich persönlich, sondern für die gesamte Mannschaft. Wenn du gemeinsam so etwas schaffst, dann entsteht eine besondere Energie. Diese Momente musst du einfach lieben. Wenn du solche Gefühle nicht mehr liebst, dann musst du eigentlich mit dem Fußball aufhören.

Sky Sport: Wie lange hält diese Euphorie?

Reis: Natürlich spürst du das auch am nächsten Tag noch. Du denkst daran, was ihr gemeinsam geschafft habt. Aber als Profi musst du auch schnell wieder nach vorne schauen. Wir haben als Mannschaft gesagt: Das war ein schönes Spiel, aber jetzt geht es weiter. Wir dürfen nicht stehen bleiben.

Sky Sport: Viele hatten Werder als Abstiegskandidaten gesehen. Hat euch das motiviert?

Reis: Wir haben natürlich mitbekommen, was die Leute über uns gesagt haben. Und ganz ehrlich: Es ist auch schön, wenn die Leute so etwas sagen. Wir wissen schließlich selbst, was in der vergangenen Saison passiert ist. Aber dann beginnt eine neue Saison und du willst es besser machen. Du willst Spiele gewinnen. Und wenn dir das gelingt, wächst innerhalb der Mannschaft etwas zusammen.

Sky Sport: Wolltet ihr es den Kritikern beweisen?

Reis: Die Leute können über uns reden, was sie wollen. Aber das ist uns scheißegal! Ich denke jedenfalls so und ich glaube, die Mannschaft auch. Wir konzentrieren uns auf uns selbst. Natürlich ist die Saison noch jung und wir haben einen langen Weg vor uns. Aber bisher sind wir auf einem guten Weg.

Sky Sport: Wolltest du auch persönlich etwas beweisen?

Reis: Ich weiß, dass viele Leute über mich gesprochen haben. Ob Ludovit Reis das noch kann, nachdem er so lange verletzt gewesen ist. Was mit seiner Schulter ist und solche Sachen. Aber weißt du was? Genau daraus ziehe ich Kraft und Energie. Ich versuche immer, etwas Positives daraus mitzunehmen. Ich will diese Dinge gar nicht negativ sehen.

Sky Sport: Wie gelingt dir das?

Reis: Ich weiß, was ich kann. Und ich weiß, dass ich auf meinem Weg mit jedem Spiel besser werden kann. Deshalb muss ich einfach weitermachen. Was in Dortmund passiert ist, war schön. Aber jetzt wartet schon die nächste schwierige Aufgabe.

Sky Sport: War Bremen auch ein persönlicher Neuanfang?

Reis: Ja, natürlich. Ich bin jetzt 26 Jahre alt. Ich habe noch viel Zeit, Fußball zu spielen. Ich möchte zeigen, was in mir steckt. Vor allem mir selbst.

Sky Sport: Auch den Menschen, die an dir gezweifelt haben?

Reis: Das würde ich gar nicht unbedingt so sagen. Mir geht es nicht darum, anderen etwas zu beweisen. Ich selbst weiß, was ich kann. Und das möchte ich zeigen. Dafür gebe ich jeden Tag hundert Prozent.

Sky Sport: Was hat dich die schwierige Zeit gelehrt?

Reis: Dass ich mich auf die Dinge konzentrieren muss, die ich selbst beeinflussen kann. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was in zwei, drei oder vier Wochen passiert. Ich habe nur die Kontrolle über das Hier und Jetzt. Darauf konzentriere ich mich. Ich bin klar im Kopf und das tut mir gut.

Eckdaten der Saison 2026/2027

  • Bundesliga, 1. Spieltag: 28.08.2026
  • Bundesliga, 34. Spieltag: 22.05.2027
  • 2. Bundesliga, 1. Spieltag: 07.08.2026
  • 2. Bundesliga, 34. Spieltag: 23.05.2027
  • DFB-Pokalfinale: 29.05.2027

Sky Sport: Was zeichnet Werder als Mannschaft aus?

Reis: Wir sind schon richtig gut zusammengewachsen. Wir haben gerade zu Beginn der Saison einige gute Spiele gemacht. Aber wir wissen auch, wie schnell sich im Fußball alles verändern kann. Es wird auch schwierige Phasen geben. Entscheidend ist, dass wir zusammenbleiben. Wir schauen von Woche zu Woche und gehen jede Aufgabe mit hundert Prozent an.

Sky Sport: Wie hat dich die Mannschaft während des Shitstorms unterstützt?

Reis: Sehr. Ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt. Die Jungs haben mich direkt aufgenommen, mich in den Arm genommen und gesagt: Ludo, du bist jetzt einer von uns. Wir werden dich unterstützen. Und genau das habe ich auch gespürt.

Sky Sport: Wie belastend waren die Anfeindungen?

Reis: Gerade in den ersten Wochen war das schon sehr viel. Vor allem, weil auch meine Familie betroffen war. Ich bin eigentlich niemand, der sich besonders viel mit Social Media beschäftigt. Aber natürlich bekommst du mit, was dort geschrieben wird.

Sky Sport: Wo liegt deine Grenze?

Reis: Wenn die Leute etwas über mich sagen, ist das okay. Das gehört als Fußballprofi irgendwo dazu. Damit kann ich umgehen. Aber wenn es um meine Familie geht, dann ist eine Grenze erreicht. Dann sage ich ganz klar: Stopp! Das akzeptiere ich nicht.

Sky Sport: Wie wichtig ist der Rückhalt innerhalb der Mannschaft?

Reis: Sehr wichtig. Wir verbringen jeden Tag miteinander. Da geht es nicht nur darum, gemeinsam Fußball zu spielen. Du musst dich in einer Mannschaft auch menschlich wohlfühlen. Und das ist hier der Fall.

Sky Sport: Welche Rolle spielt Niclas Füllkrug bei Werder?

Reis: Wir wissen alle, was Fülle in seiner Karriere schon geleistet hat. Er hat eine tolle Karriere hinter sich und bringt unglaublich viel Erfahrung mit. Dass er jetzt bei uns ist, ist sehr schön und sehr wichtig für die Mannschaft.

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Sky Sport: Was macht ihn als Persönlichkeit aus?

Reis: Sein Charakter. Er will der Mannschaft immer helfen. Er bringt seine Gedanken ein, seine Erfahrungen, seine Persönlichkeit. Das hilft uns als Gruppe weiter. Er ist jemand, der Verantwortung übernimmt.

Sky Sport: Kann er auch der Nationalmannschaft noch helfen?

Reis: Ja, natürlich! Ich glaube, dass Fülle immer ein Stürmer sein wird, der Tore schießen kann. In Deutschland gibt es sehr viele gute Stürmer, das muss man sagen. Aber Fülle gehört für mich hundertprozentig dazu.

Sky Sport: Wie hast du Mitchell Weisers Comeback erlebt?

Reis: Bei Michi siehst du einfach, wie sehr Werder Bremen in ihm lebt. Er macht sich viele Gedanken über diesen Verein. Und wenn du seine Geschichte kennst, seine lange Verletzung und seinen Weg zurück, dann weißt du, was für ein Profi er ist.

Sky Sport: Was hat dich besonders beeindruckt?

Reis: Mit welcher positiven Einstellung er zurückgekommen ist. Und dann steht er wieder auf dem Platz und schießt ein Tor. Ich habe es geliebt, das zu sehen. Ich habe ihm auch gesagt, dass er sich diesen Moment wirklich verdient hat.

Sky Sport: Weil du solche Verletzungspausen selbst kennst?

Reis: Genau. Ich weiß, wie es ist, wenn du sehr lange verletzt bist. Wie hart du arbeiten musst, um zurückzukommen. Und wenn du dann wieder auf dem Platz stehst und ein Tor schießt, dann ist das eines der schönsten Gefühle, die es gibt. Deshalb habe ich mich unglaublich für ihn gefreut.

Sky Sport: Wie hat er auf deine Worte reagiert?

Reis: Er hat sich natürlich bedankt (lacht). Aber ich glaube, er wusste auch selbst, was dieser Moment für ihn bedeutet.

Sky Sport: Wie wichtig sind Emotionen im Profifußball?

Reis: Sehr wichtig. Natürlich musst du im Fußball manchmal auch ein bisschen kalt sein. Aber diese Emotionen innerhalb einer Mannschaft sind etwas Besonderes. Wir sind jeden Tag zusammen. Und wenn du dann siehst, wie ein Mitspieler nach einer so langen Verletzung zurückkommt und ein Tor schießt, dann kommen die Gefühle einfach raus. Das gibt dir ein unglaublich warmes Gefühl.

Sky Sport: Wann muss ein Fußballer kalt sein?

Reis: Vielleicht ist kalt nicht das richtige Wort. Aber du brauchst manchmal eine Art Schutzmauer um dich herum. Gerade gegenüber Dingen, die von außen kommen. Medien, Kritik, Menschen, die dir ständig sagen, was du besser machen musst. Du solltest dich auf das konzentrieren, was du selbst kontrollieren kannst.

Sky Sport: Kann man diese Abgrenzung lernen?

Reis: Ich glaube schon, dass man das lernen muss. Gerade heutzutage im Fußballgeschäft. Du hast dein Leben als Fußballer, aber eben auch dein Privatleben. Ich persönlich finde es sehr wichtig, diese beiden Bereiche voneinander zu trennen und privat auch meine Ruhe zu haben. Andere Fußballer gehen vielleicht offener mit ihrem Privatleben um. Das ist auch okay. Aber gerade als junger Spieler musst du lernen, mit all diesen Dingen umzugehen.

Sky Sport: Du kennst Nicolo Tresoldi aus Brügge. Wie gut ist er?

Reis: Ich muss ehrlich sagen: Man konnte schon im Training sehen, welche Qualität er hat. Als wir in Brügge zusammengekommen sind, war ich noch sehr lange verletzt. Aber ich habe mir jedes Training angeschaut. Und bei Nicolò konntest du beobachten, wie er immer besser wurde.

Ludovit Reis (l.) und Nicolo Tresoldi im Trikot von Club Brügge nach dem Gewinn des belgischen Supercups im Jahr 2025.
Image: Ludovit Reis (l.) und Nicolo Tresoldi im Trikot von Club Brügge nach dem Gewinn des belgischen Supercups im Jahr 2025.  © Imago

Sky Sport: Was ist dir aufgefallen?

Reis: Manchmal hat er im Training Tore geschossen, bei denen du nur gedacht hast: Wow! Da hast du einfach gesehen, welches Niveau er erreichen kann. Und jetzt zeigt er das auch in den Spielen. Ich freue mich sehr für ihn und darüber, was er gerade leistet.

Sky Sport: Wird Tresoldi Nationalspieler?

Reis: Hundertprozentig! Ich glaube wirklich an ihn. Ich möchte jetzt nicht zu viel versprechen, aber ich bin überzeugt, dass er eine gute Karriere machen wird.

Sky Sport: Für Deutschland oder Italien?

Reis: Das ist nicht meine Entscheidung (lacht). Das muss er selbst wissen.

Sky Sport: Welche Ziele hat Werder in dieser Saison?

Reis: Als Fußballmannschaft willst du natürlich immer mehr erreichen. Aber zunächst einmal ist unser Ziel, in der Bundesliga zu bleiben. Ich glaube, mit diesem Verein, mit der Qualität, die wir haben, und mit dieser Mannschaft muss das auch unser Anspruch sein.

Sky Sport: Darf es ein bisschen mehr sein?

Reis: Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen. Aber ich möchte jetzt nicht darüber reden, wo wir in zwei oder drei Monaten stehen könnten. Wir müssen Woche für Woche unsere Leistung bringen. Dann werden wir sehen, was möglich ist.

Sky Sport: Träumst du noch von der Nationalmannschaft?

Reis: Ja, natürlich. Dieses Ziel habe ich immer gehabt. Aber ich war sehr lange verletzt und bin gerade erst wieder dabei, richtig zu meiner alten Form zurückzufinden. Ich bin auf einem guten Weg und fühle mich wieder gut. Deshalb ist es vielleicht noch ein bisschen früh, jetzt schon über die Nationalmannschaft zu sprechen. Aber dieser Traum ist immer noch da.

Sky Sport: Niederlande oder Slowakei?

Reis: Das kann in beide Richtungen gehen. Aus der Slowakei hat es schon einige Anrufe gegeben. Und ich habe natürlich sehr lange für die niederländischen Nachwuchsnationalmannschaften gespielt.

Sky Sport: Du hältst dir beide Optionen offen?

Reis: Ja. Was kommt, das kommt. Im Moment freue ich mich einfach darüber, dass ich wieder Fußball spielen kann.

Sky Sport: Was erwartet euch gegen Paderborn?

Reis: Ich glaube, das wird ein ganz anderes Spiel als in Dortmund. Vielleicht werden wir deutlich mehr Ballbesitz haben. Wir spielen zu Hause, aber wir dürfen Paderborn auf keinen Fall unterschätzen.

Sky Sport: Wie groß ist die Gefahr nach dem Dortmund-Spektakel?

Reis: Paderborn spielt schließlich auch in der Bundesliga. Und wir wissen, dass jeder gegen jeden gewinnen kann. Deshalb müssen wir dieses Spiel wieder mit hundert Prozent angehen. Nur so können wir erfolgreich sein.

Das Interview führte Sven Töllner

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