Marco und Daniel Caligiuri zu Gast bei "Dein Zweitligatalk – HvK & Tusche"

Die Brüder Marco und Daniel Caligiuri sind vor dem Duell ihrer Ex-Klubs uneins. Während der eine dem Außenseiter eine Chance einräumt, zieht der andere einen verblüffenden Vergleich zur Vizemeister-Saison und erklärt, warum die Knappen siegen werden.

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Daniel Caligiuri sieht ähnlichkeiten zwischen der Vizemeister-Mannschaft von 2018 und der aktuellen Mannschaft von Schalke 04.

Zwei Brüder, zwei Karrieren - und jede Menge Gesprächsstoff. Marco und Daniel Caligiuri waren zu Gast bei "Dein Zweitligatalk – HvK & Tusche" und blickten nicht nur auf ihre gemeinsame Vergangenheit, sondern auch auf das anstehende Duell zwischen Greuther Fürth und Schalke.

Von Mathis Gerlach

Der Erstgeborene Marco (41) kam mit ganz viel Zweitliga-Erfahrung (229 Spiele), davon den Großteil für das aktuelle Schlusslicht Greuther Fürth, in die Sendung. Der jüngere Bruder Daniel Caligiuri (38) hingegen absolvierte kein einziges Zweitligaspiel, dafür aber 108 Bundesliga-Einsätze für den kommenden Gegner der Mittelfranken, den Tabellenführer Schalke (Sa., ab 20:00 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga oder im Liveticker).

Und auch wenn Daniel kein Spiel in der zweiten Liga bestritten hat, standen sich die beiden Deutsch-Italiener in ihrer Karriere dennoch fünfmal auf dem Platz gegenüber (viermal in der Bundesliga, einmal im DFB-Pokal). Marco erinnert sich gut daran: "Man hat gefühlt zwei Spiele gespielt. Natürlich will man selber Leistung bringen, selber das Spiel gewinnen, wünscht seinem Bruder nichts Schlechtes, sondern eher auch was Gutes", erklärt der 41-Jährige das Dilemma. "Das war zwar sehr anstrengend für mich persönlich, gerade für die Birne, aber es ist grundsätzlich gut gegangen."

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Daniel Caligiuri ist der Meinung, dass eigentlich nichts mehr schiefgehen kann. Er sieht Schalke 04 daher in der nächsten Saison in der Bundesliga.

Fünf Aufeinandertreffen im Profibereich, unzählige hingegen in der Kindheit. "Wir hatten keinen Platz mehr im Haus und sind dann runter zur Oma. Wie du schon gesagt hast, haben wir den Garten kaputt geschossen. Da gab es den einen oder anderen Löffel auf dem Popo, aber ich denke bis heute relativ glücklich an den Weg, den wir gegangen sind", erzählt Daniel.

Fürth mit Zusatzmotivation gegen den Tabellenführer

Und nun richtet sich der Blick auf das Spiel am Samstagabend: Tabellenführer Schalke reist zum Schlusslicht nach Fürth. Zumindest auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Doch ganz so einfach ist es nicht.

"Die Liga ist super eng und jetzt aus Fürther Sicht ist es ja so, dass sie da eine gewisse Challenge haben, indem sie einen Tabellenführer vor der Haustür haben. Das kann so ein bisschen den Druck nehmen aus dem Alltagsgeschäft Abstiegskampf, sondern eher so positiv dazu beitragen, dass man ebenso eine Zusatzmotivation hat", so Marco, der Fürth durchaus Chancen zutraut.

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Die Punkte hätten sie in jedem Fall nötig. Der Abstiegskampf in der 2. Bundesliga ist so eng wie nie zuvor - Platz 18 und 12 trennen nur drei Punkte. Entsprechend groß ist der Druck im Tabellenkeller.

Marcos Bruder hingegen sieht seinen ehemaligen Verein vorne. Er selbst war beim 5:3-Sieg der Knappen gegen Magdeburg im Stadion und zeigte sich begeistert von der Spielweise - auch seit der Umstellung vor einigen Wochen. Dabei zog er eine Parallele, die Hartmut von Kameke und "Tusche" zum Staunen brachte:

Eckdaten der Saison 2025/2026

  • Bundesliga, 1. Spieltag: 22.08.2025
  • Bundesliga, 34. Spieltag: 16.05.2026
  • 2. Bundesliga, 1. Spieltag: 01.08.2025
  • 2. Bundesliga, 34. Spieltag: 17.05.2026
  • DFB-Pokalfinale: 23.05.2026

Daniel Caligiuri zieht Vizemeister-Vergleich

"Ich finde Schalke sehr effektiv. Spielerisch ist nicht immer alles perfekt, mal so, mal so. Aber sie wissen einfach, dass sie Tore machen können, dass sie effektiv sind und das Spiel gewinnen", erklärt Daniel. "In letzter Zeit, und das erinnert mich an eine Saison von mir auf Schalke, wo wir Vizemeister geworden sind, da hatten wir auch spielerisch nicht die überragendste Saison, aber wir wussten, wir können jeden Moment zuschlagen und die Null halten und das kommt mir gerade auf Schalke auch so vor."

Ob Marco am Ende dennoch jubeln darf oder Daniel mit seiner Einschätzung recht behält, entscheidet sich am Samstagabend. Gesprächsstoff für das nächste Familientreffen wäre so oder so garantiert.

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