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Mit 40 auf Rekordjagd: Dzeko wartet weiterhin auf erstes Tor für Schalke

Edin Dzeko hat in seiner Karriere fast alles erreicht, doch auf sein erstes Bundesliga-Tor nach der Rückkehr nach Deutschland wartet der Schalke-Stürmer noch immer.

Edin Dzeko (m.) wartet in der aktuellen Saison noch auf sein erstes Tor.
Image: Edin Dzeko (m.) wartet in der aktuellen Saison noch auf sein erstes Tor.  © Imago

Vor dem Duell mit RB Leipzig steht der 40-Jährige unter besonderer Beobachtung. Gelingt ihm ausgerechnet an seinem Geburtstag der Sprung in die Bundesliga-Geschichtsbücher?

Es ist ein paar Tage her, dass Edin Dzeko ein Bundesliga-Tor erzielt hat. Am 18. Dezember 2010 traf der Bosnier für den VfL Wolfsburg beim 2:2 gegen die TSG Hoffenheim, dann wechselte er für 37 Millionen Euro nach England. Knapp 16 Jahre später wartet der inzwischen 40-Jährige mit Rückkehrer Schalke 04 auf Tor Nummer 67 - und die Ungeduld wächst.

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Vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/ Live bei Sky Sport) gegen RB Leipzig steht nach fünf Bundesligapartien für den ehemaligen Torschützenkönig weiter die Null. Zwei Startelfeinsätze, drei Einwechselungen, 167 Minuten insgesamt: Dzeko, beim Aufstieg mit sechs Toren und drei Vorlagen in nur elf Spielen einer der Erfolgsgaranten, ist bislang nur Teilzeitarbeiter und noch kein Faktor. Dabei könnten die offensivschwachen Königsblauen mit nur vier Treffern in sieben Spielen einen Torjäger dringend gebrauchen.

"Wir kommen gar nicht in die Räume, wo du gefährlich werden kannst", stellte Profifußball-Direktor Youri Mulder, einst Stürmer der legendären Eurofighter, nach dem 0:2-Pokalaus beim Zweitligisten Dynamo Dresden fest, bei dem Dzeko 95 Minuten lang wirkungslos geblieben war und die meisten Zweikämpfe verloren hatte. Soll heißen: Wie soll Dzeko Tore schießen, wenn er gar nicht aufs Tor schießt? Drei Schüsse stehen bislang in der Bundesliga-Statistik zu Buche, Rang 184.

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Muslic und Katic überredeten ihn

"Wir müssen ihn auch in seine Stärken bringen", betonte Trainer Miron Muslic, der noch nicht die richtige Rolle für den bosnischen Rekordtorschützen gefunden hat. Spielt er von Beginn an? Oder wird er für die Schlussphase eingewechselt? Bislang brachte beides keinen Erfolg. Zu selten wird er in der gefährlichen Zone angespielt. Das von Muslic geforderte Pressing ist nicht gerade seine Paradedisziplin.

Ist der Meisterspieler von Wolfsburg (2010) und Manchester City (2012 und 2014) inzwischen zu alt für die Bundesliga? International hat Dzeko nach seiner zweiten WM im Sommer in Nordamerika Anfang Oktober Abschied von der bosnischen Nationalmannschaft genommen - als Rekordspieler und Rekordtorschütze. Von Muslic und seinem Landsmann Nikola Katic ließ er sich aber überreden, auf Schalke noch ein Jahr dranzuhängen.

Fakten zum FC Schalke 04

  • Spitzname: Die Königsblauen, Die Knappen
  • Gründung: 4. Mai 1904
  • Vereinsfarben: Blau-Weiß
  • Stadion: Veltins-Arena (Gelsenkirchen)
  • Trainer: Miron Muslić
  • DFB-Pokalsiege: 5 (zuletzt 2011)

Pizarro-Rekord möglich

"Er ist halt nicht mehr 25 Jahre jung, deshalb kann er seine frühere Qualität vielleicht nicht mehr so auf den Platz bringen, weil ihm verständlicherweise Tempo und Kondition fehlen", sagte Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi, der mit 34 Jahren aufhörte, kürzlich der Bild. Und Klaas-Jan Huntelaar, wie Kuranyi in Schalkes erfolgreichen Jahren für die Tore zuständig, ergänzte: "Wenn man auf Konter spielt, ist Dzeko natürlich nicht der richtige Mann. Allerdings kann er als Joker noch eine große Rolle spielen."

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Und wenn er dann vielleicht sogar trifft, wäre es gleich ein Rekord. Denn Dzeko wird am Tag des Spiels gegen Leipzig 40 Jahre und 228 Tage alt, der bisher älteste Torschütze der Liga ist Claudio Pizarro (40 Jahre und 227 Tage). Doch erst einmal muss Schalke wieder "diese Aggressivität gegen den Ball" entwickeln, dann entstünden automatisch "mehr Tormöglichkeiten", sagte Muslic am Freitag: "Und da müssen wir wieder hinkommen, dass die Jungs auch mal was verballern können und auch mal daneben schießen können."

SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

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