Mourinho zwiegespalten wegen Kepa-Eklat
Ex-Chelsea-Coach äußert sich
26.02.2019 | 08:06 Uhr
Jose Mourinho zeigt zwar Verständnis für das Verhalten von Kepa Arrizabalaga vor dem Elferschießen, sagt aber auch, dass er damit seinen Trainer und Mitspieler geschadet hat.
Über diese Szene hat die ganze Fußballwelt diskutiert: Chelsea-Keeper Kepa Arrizabalaga lässt sich kurz vor Ende der Verlängerung im Carabao-Cup-Finale gegen Manchester City nicht auswechseln und bringt damit seinen Trainer Maurizio Sarri zum Toben.
Unterstützung bekommt der junge Torhüter jetzt aber von Jose Mourinho. "Mit so einer Aktion will ein Spieler seine Persönlichkeit und sein Selbstvertrauen zeigen, er will zeigen, dass er da ist und im Elfmeterschießen Bälle parieren will. Das mag ich", sagte Mourinho bei DAZN.
Trainer und Mitspieler geschadet
Der Portugiese macht allerdings auch deutlich, dass Kepa mit der verweigerten Auswechslung seinen Trainer und Mitspieler Willy Caballero geschadet hat. "Ich finde es nicht gut, dass er seinen Trainer und seinen Co-Trainer in eine sehr schwierige Situation bringt. Das Gleiche gilt ja für seinen Mannschaftskameraden, der bereit war, eingewechselt zu werden und sich am Ende in einer problematischen Situation wiederfand, für die er nichts konnte", so Mourinho.
Noch am Abend nach dem Spiel entschuldigte sich Kepa Arrizabalaga via Twitter. "Es war nie meine Absicht, ungehorsam gegenüber dem Coach und seinen Entscheidungen zu sein. Ich glaube, alles war ein großes Missverständnis in der Hitze der letzten Minuten eines Finales um einen Titel."