Nach Ausschreitungen in der 2. Bundesliga zwischen Magdeburg und Dresden: Prozess wegen versuchten Mordes

Mehr als 70 verletzte Polizisten, ein 15-Kilo-Stein als Tatwaffe: Die Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden haben ein juristisches Nachspiel.

Magdeburger Fans brennen beim Ostderby gegen Dynamo Dresden Pyrotechnik ab.
Image: Magdeburger Fans brennen beim Ostderby gegen Dynamo Dresden Pyrotechnik ab.  © DPA pa

Unter anderem wegen versuchten Mordes an einem Polizisten muss sich ein Fan des 1. FC Magdeburg demnächst vor Gericht verantworten.

Der Prozess gegen den 29-Jährigen werde in der kommenden Woche beginnen, teilte das Landgericht Magdeburg mit. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Aschersleben (Salzlandkreis) niedrige Beweggründe vor.

Beim Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden war es Ende Januar zu schweren Ausschreitungen gekommen. In der Halbzeitpause sollen Anhänger aus Magdeburg Polizisten im Stadionumlauf angegriffen haben.

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14 Verhandlungstermine

Der Angeklagte soll dabei laut Gericht eine führende Rolle gespielt haben. So soll er einen 15 Kilogramm schweren Pflasterstein mit voller Kraft auf die Polizisten geworfen haben. Der Mann war Ende Januar festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen habe er sich im Ermittlungsverfahren nicht geäußert.

Bei den Ausschreitungen waren insgesamt mehr als 70 Polizisten verletzt worden. Neben versuchten Mordes wird dem Mann laut Gericht auch noch schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Insgesamt sind 14 Verhandlungstermine angesetzt.

dpa

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