Zum Inhalte wechseln

Nach dem CR7-Eklat: Das Ende in Portugals Nationalmannschaft?

Cristiano Ronaldo droht nach dem eskalierten Zoff und der überstürzten Abreise aus dem Camp ein unrühmlicher Abschied aus der portugiesischen Nationalmannschaft.

War es das Ende nach 234 Länderspielen für Cristiano Ronaldo in Portugals Nationalmannschaft?
Image: War es das Ende nach 234 Länderspielen für Cristiano Ronaldo in Portugals Nationalmannschaft?  © DPA pa

Über die genauen Gründe für seine Entscheidung, einen Tag vor dem Länderspiel gegen Dänemark lieber per Privatjet nach Madrid zu fliegen, will der 41 Jahre alte Superstar die Öffentlichkeit noch informieren.

Medien über CR7: "unwiderrufliche Entscheidung"

Das portugiesische Sportblatt O Jogo titelte aber bereits: "Cristiano Ronaldo hat eine unwiderrufliche Entscheidung getroffen: Er wird nicht mehr für Portugal spielen."

Auch in Spanien schlug der Eklat um den ehemaligen Superstar von Real Madrid hohe Wellen. "Das Cristiano-Erdbeben hallt weiter nach. Sein überraschender Abgang ... sorgt weiterhin für Aufsehen und bringt überraschende Details ans Licht", schrieb die Marca. "

"Niemand hatte erwartet, dass eine so erfolgreiche Geschichte so enden würde. Was in einer ausgelassenen Feier bei einem Spiel der portugiesischen Nationalmannschaft und einer großen Ehrung hätte gipfeln sollen, endete auf diese kalte und seltsame Weise, deren Details erst nach und nach ans Licht kommen", ergänzte die Sportzeitung.

Erlebe Fußball LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW
Erlebe Fußball LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW

Auf Sky Sport siehst du Bundesliga, 2. Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League, EFL und Topspiele des Frauen DFB-Pokals live. Jetzt Sky Sport holen!

Ronaldo reagiert via Instagram

234 Länderspiele, 146 Tore. Und das soll es nun gewesen sein? Ronaldo selbst ließ das zumindest vermuten in einer ersten Stellungnahme. "Jetzt ist es an der Zeit, Portugal und allen meinen Mitspielern viel Glück zu wünschen, ohne Ausnahme", schrieb er bei Instagram.

CR7 gegen Norwegen nur auf der Bank

Zum Auftakt der Nations League gegen Wales war Ronaldo nach einer guten Stunde ausgewechselt worden. Im zweiten Spiel gegen Norwegen kam er nicht eine Minute zum Einsatz - das erste Mal nach 18 Jahren - und verschwand umgehend in der Kabine. Beide Partien hatte Portugal gewonnen.

Vor dem dritten Match heute gegen Dänemark im Parken von Kopenhagen kündigte Trainer Jorge Jesus an, dass Ronaldo wieder nicht in der Startelf stehen würde.

"Ronaldo? Ich weiß nicht, was im Spiel passieren wird. Keine Ahnung. Wenn ich ihn brauche, kommt er rein. Wenn ich ihn nicht brauche, kommt er nicht rein", sagte Jesus portugiesischen Medien zufolge. Er berichtete demnach auch von einem Gespräch Ronaldos mit ihm sowie mit dem portugiesischen Verbandschef nach der Partie gegen Norwegen. "Er ist nicht gekommen, um irgendetwas zu klären, denn es gab nichts zu klären", befand Jesus.

Mehr dazu

Erlebe Live-Sport der Extraklasse mit Sky und WOW.
Erlebe Live-Sport der Extraklasse mit Sky und WOW.

Auf Sky Sport siehst du die Bundesliga, 2. Bundesliga, Formel 1, Premier League, DFB-Pokal, MotoGP, US Open, ATP/WTA, Golf Majors, NBA, NHL und vieles mehr. Klicke hier für mehr Infos.

Trainer und Präsident wollten Ronaldo umstimmen

Ronaldo sah das wohl anders. "Er verließ nach den Worten seines Trainers das Stadion, ging ins Hotel, holte seinen Koffer und bat darum, dass sein Privatflugzeug, das in Madrid stand, ihn in Kopenhagen abholte. Das Flugzeug landete gegen 22:15 Uhr (spanischer Zeit) in der dänischen Hauptstadt und startete um 23:35 Uhr wieder Richtung Madrid", schrieb die Marca.

Nationaltrainer Jesus und Verbandspräsident Pedro Proenca begleiteten Ronaldo demnach zum Flughafen, um ihn zum Verbleib in Kopenhagen beim Rest der Mannschaft zu bewegen. "Doch trotz ihrer Bemühungen blieb der portugiesische Kapitän unnachgiebig, bestieg das Flugzeug und ließ sie im Stich", so das Sportblatt.

Ronaldo-Schwester poltert gegen Portugal

"CR7 hätte mehr Respekt verdient", schrieb seine Schwester Elma Aveiro bei Instagram und giftete Richtung Portugal: "Wir sind neidisch, abfällig, ignorant und verdienen es, wieder in die Mittelmäßigkeit zurückzufallen, die wir im Fußball vor CR7 immer hatten."

Droht CR eine monatelange Sperre?

Die portugiesische Zeitung Correio da Manha berichtete, dass Ronaldo wegen seiner Team-Flucht laut Disziplinarordnung des portugiesischen Fußballverbands (FPF) eine Sperre von bis zu sechs Monaten drohe. Doch bei einem zu erwartenden Rücktritt aus der Nationalelf wäre diese Sanktion ohnehin irrelevant.

"Der Fall Cristiano schlägt wie eine Bombe in Portugal ein", schrieb die spanische Zeitung AS. Für die französische L'Equipe ist der Hintergrund des Ganzen ein "Psychodrama" zwischen Ronaldo und Jesus. Es gibt auch Berichte, wonach der Trainer dem Angreifer versprochen haben soll, dass dieser spielen und sogar eine öffentliche Entschuldigung erhalten werde.

Dein Kino für Zuhause
Dein Kino für Zuhause

Mit Sky Cinema inklusive Paramount+​ findest du für jede Stimmung den richtigen Film. Eine riesige Filmvielfalt und exklusive Blockbuster in einem Paket vereint.

Erstes Länderspiel vor 23 Jahren

Am 20. August 2003 bestritt Ronaldo sein erstes Länderspiel. Nur ein knappes Jahr später schaffte er es mit der Nationalmannschaft ins EM-Finale im eigenen Land, verlor dies aber gegen Griechenland.

2016 gelang ihm dann - wenngleich er verletzt in der Partie vom Platz musste - mit dem EM-Titel in Frankreich durch einen Sieg gegen den Gastgeber der größte Erfolg mit der portugiesischen Auswahl. Nicht erst seit der XXL-WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko sehen nicht wenige seinen Verbleib in der Nationalmannschaft aber auch kritisch.

Portugal ohne Ronaldo? Seine Zahlen sind historisch!

 
Portugal-Legende
 
Cristiano Ronaldo
 
Portugals Rekordspieler in Zahlen
 
 
 
234
Spiele
 
146
Tore
 
37
Vorlagen
 
10
Hattricks
 
 
 
🏆 Titel mit Portugal
 
 
Europameister 2016
 
Nations League 2019
 
Nations League 2025
 
 
 
Rekordspieler & Rekordtorschütze Portugals
 
 

Ronaldos Vertrag bei Al-Nassr in Saudi-Arabien ist noch ein knappes Jahr gültig. Von Juli 2025 bis Ende Juni dieses Jahres war dort Jorge Jesus sein Trainer gewesen.

dpa / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.

Mehr Geschichten

Sky Data Layer Viewer