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Neuer-Patzer entfacht Torwart-Debatte: Ist Urbigs Zeit schon gekommen?

Manuel Neuer leistete sich beim FC Bayern gegen Augsburg einen folgenschweren Fehler und rückte damit die Torwart-Frage in München in einen neuen Fokus.

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Sky Sport Experte Lothar Matthäus und Steffen Freund diskutieren bei Sky90 über Manuel Neuer und Jonas Urbig.

Acht Sekunden, ein Fehler, viele Diskussionen: Manuel Neuers früher Patzer in Augsburg hat die Torwartdebatte beim FC Bayern neu entfacht. Auch bei Sky90 stand die Zukunft im Münchner Tor im Mittelpunkt.

Es war einer der schwärzeren Samstagnachmittage in der Welt-Karriere von Manuel Neuer.

Nach gerade einmal acht Sekunden hatte der Bayern-Star in Augsburg folgenschwer gepatzt und seiner Mannschaft einen frühen Rückstand beschert. Es war ein Fehler des Keepers, der gleich nach Abpfiff in der deutschen Sportmedienlandschaft eine Frage erweckte: Kann Manuel Neuer mit seinen 40 Jahren weiterhin konstant auf absolutem Top-Niveau performen oder rückt die Zeit für Bayern-Talent Jonas Urbig als neue Nummer eins langsam näher?

"Urbig muss bereit sein"

Am Sonntagabend diskutierte auch die Sky90-Runde über die mögliche Wachablösung von Neuer, wobei Steffen Freund sich klar dafür aussprach, dass Urbig noch in der laufenden Saison die Nummer 1 im FCB-Tor werden sollte.

"Wir schützen zurecht Manuel Neuer um seine Verdienste und wir wissen alle, schon gegen Leipzig kann er wieder eine Riesenleistung abrufen, aber: Es ist Manuels letztes Jahr und danach muss Urbig bereit sein. Aus meiner Sicht muss das [Urbig Nummer 1 werden, Anm. d. Red.] im Laufe der Saison passieren, weil danach ist es zu spät. Er hat in allen Wettbewerben gezeigt, dass er die Forderungen danach stellen kann. Sollte es nicht mit Urbig funktionieren, wäre ein Neuer dann noch da", meinte der Europameister von 1996.

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Bayerns Torhüter Manuel Neuer spricht bei Sky Sport über seine Leistung gegen den FC Augsburg. Das erste Gegentor nimmt er auf sich, beim zweiten sieht er keine Schuld bei sich.

Matthäus kommt ins Schwärmen

Der 23-Jährige kam in der laufenden Spielzeit bislang zwei Mal im Münchner Trikot zum Einsatz und durfte zuletzt unter Jürgen Klopp Nationalmannschafts-Luft schnuppern. Sowohl gegen Serbien als auch gegen Griechenland stand der Keeper zwischen den DFB-Pfosten und beeindruckte insbesondere Sky Sport Experte Lothar Matthäus mit seinen Leistungen.

"Urbig hat sich bei beiden Spielen super präsentiert. Seine Art und Weise, wie er Fußball spielt, seine Körpersprache und wie er die Bälle mit einer Leichtigkeit abfängt, das ist alles schon wie der junge Manuel Neuer", schwärmte der deutsche Rekordnationalspieler.

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Wer ist aktuell besser: Jonas Urbig oder Manuel Neuer? Sky Sport Experte Lothar Matthäus wägt ab.

"Stärker als ter Stegen"

Für Matthäus besitzt Urbig sogar außergewöhnliche Qualitäten im Spielaufbau.

"Mit welcher Ruhe er den Ball spielt, da ist er stärker als ein ter Stegen. Urbig ist viel präziser, klarer und entspannter", erklärte der 65-Jährige.

Der Weltmeister von 1990 traut dem Bayern-Talent eine große Zukunft zu: "Ich glaube, dass er viele Einsatzzeiten bekommen wird. Urbig hat alle Voraussetzungen, sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft die Nummer eins zu werden. Er ist wirklich fantastisch, lernt von Neuer und wird ihn irgendwann ablösen. Ob es in dieser Saison ist oder in der nächsten, werden die Leistungen von Neuer entscheiden", meinte Matthäus weiter.

Mehr zum Autor Florian Hartmann

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