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Porsche will Veränderungen beim VfB Stuttgart

Porsche will Stuttgarts Aufsichtsratsboss stürzen

Stuttgarts Präsident Claus Vogt weht Gegenwind von Porsche entgegen.
Image: Stuttgarts Präsident Claus Vogt weht Gegenwind von Porsche entgegen.  © Imago

Es brodelt mal wieder hinter den Kulissen beim VfB Stuttgart. Es geht um die Personalie Claus Vogt, den Aufsichtsratsvorsitzenden.

Erst vor wenigen Wochen war der vollumfängliche Einstieg von Porsche als Investor beim VfB Stuttgart spruchreif geworden. Bereits jetzt drängt der Autobauer auf eine Veränderung in den Führungsstrukturen des Vereins. Zuerst hatte der Business Insider über das Vorhaben berichtet.

Bisher ist VfB-Präsident Claus Vogt gleichzeitig auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Das möchte Porsche ändern, wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Sky und anderen Medien bestätigt: "Nach intensiven Gesprächen mit Claus Vogt und den Mitgliedern des Aufsichtsrates möchte Porsche - wie von Claus Vogt zugesagt - einen Neuanfang im Aufsichtsrat mit einem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, der idealerweise aus dem Kreis der vom e.V. gestellten Aufsichtsratsmitglieder stammen sollte. Porsche strebt die Übernahme des Aufsichtsratsvorsitzes nicht an."

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Porsche sieht sich als langfristiger VfB-Partner

Porsche sieht sich beim VfB als langfristiger Partner. Dem Stuttgarter Unternehmen ist dabei vor allem die Stabilität innerhalb des Vereins wichtig, die die Basis für langfristigen Erfolg darstellt.

Bereits im Zuge und auch schon vor dem Porsche-Einstieg wurde beim VfB über eine Neuregelung des Aufsichtsratsvorsitzes diskutiert. Nach Sky Informationen hat Claus Vogt dabei kein Szenario ausgeschlossen, um den Deal mit dem Autobauer nicht zu gefährden. Der 54-Jährige wäre aber nur bereit, sein Amt zur Verfügung zu stellen, sofern dies auch von den Mitgliedern des Vereins getragen wird. Eine Niederlegung seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender, ohne dass zuvor die VfB-Mitglieder befragt werden, kommt für Vogt nach Sky Infos nicht in Frage.

Die Personalie ist beim VfB Stuttgart ein Politikum auf mehreren Ebenen. Bei der Ausgliederung im Jahr 2017 wurde den Mitgliedern vermittelt, dass der Vereinspräsident gleichzeitig auch der Aufsichtsratsvorsitzende der ausgegliederten AG sein wird. Das ist vielen Mitgliedern des Vereins weiterhin wichtig, um ihre Mitbestimmungsrechte weiterhin gewährleistet zu sehen.

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An Vogt scheiden sich die Geister

An Claus Vogt scheiden sich innerhalb und außerhalb des Vereins jedoch bereits seit Jahren die Geister. Immer wieder gab es interne Querelen mit verschiedenen Gremienmitgliedern und Kritik an seiner Entscheidungsfähigkeit, inhaltlichen Eignung und Vorbereitung sowie seiner Kommunikation nach innen und außen. Auch bei der seit Sommer andauernden Suche nach einem Sportvorstand gibt der Aufsichtsratschef kein gutes Bild ab, da die Causa seitdem vor sich hindümpelt. Auf der anderen Seite wurde Vogt im Jahr 2021 mit deutlichen 92 Prozent im Amt bestätigt. Bei einem Abwahlverfahren im vergangenen Jahr sprachen sich lediglich 28 Prozent der VfB-Mitglieder für eine Abberufung Vogts aus.

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Am Donnerstag steht beim VfB eine Aufsichtsratssitzung an. Dort sollen die Porsche-Vertreter Lutz Meschke und Albrecht Reimold offiziell in den Aufsichtsrat bestellt werden. Nach Sky Informationen ist aber nicht geplant, auch den Vorsitz des Gremiums bereits in dieser Sitzung zu ändern.

Mehr zum Autor Dennis Bayer

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