Real Madrid Präsident Florentino Perez wehrt sich und ruft Neuwahlen aus

Das Chaos beim spanischen Rekordmeister Real Madrid hat eine neue Stufe erreicht.

Florentino Perez kündigt Neuwahlen bei Real Madrid an.
Image: Florentino Perez kündigt Neuwahlen bei Real Madrid an.  © DPA pa

Präsident Florentino Perez hat am Dienstagabend auf einer eiligst anberaumten Pressekonferenz Neuwahlen angekündigt, zu denen er abermals antreten werde.

Der 79-Jährige sprach in der 64-minütigen Veranstaltung, bei der er sich immer wieder Wortgefechte mit einzelnen Journalisten lieferte, von einer "Schmutzkampagne" gegen seine Person und einer "Verschwörung" der Medien.

"Ich bedauere, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich nicht zurücktreten werde", eröffnete Perez die Medienrunde. Er sprach von einer "absurden Situation" und ungerechtfertigten Angriffen gegen Real Madrid und seinen Präsidenten. "Man gewinnt nicht immer - doch das akzeptieren wir nicht", sagte er und wandte sich konkret gegen die Zeitung ABC.

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Deren Berichterstattung, wonach er amtsmüde sei, "ergibt absolut keinen Sinn", schimpfte er: "Ich stehe früh auf und gehe als Letzter ins Bett. Ich arbeite wie ein Tier." Auch andere Medien attackierte er, gegenüber einer Reporterin vergriff er sich im Ton.

Perez wehrt sich gegen Kritiker

An seine Kritiker gewandt ergänzte er: "Sie werden mich nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Sie verleihen mir sogar eine enorme Energie! Sie behaupten, Madrid befinde sich im Chaos - und doch bleibt es der prestigeträchtigste Verein der Welt."

Real hatte am Sonntagabend den Clasico bei Erzrivale FC Barcelona 0:2 verloren. Damit ist klar, dass die Königlichen in diesem Jahr keinen Titel gewinnen wird.

Im Laufe der Saison hatte sich Real vom neu eingestellten Leverkusener Meistercoach Xabi Alonso getrennt. Dessen Nachfolger Alvaro Arbeloa steht nun ebenfalls vor dem Aus. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, wonach Perez eine Rückkehr von Starcoach Jose Mourinho anstrebe, der bei Benfica Lissabon unter Vertrag steht.

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Unruhe auch in der Mannschaft

Auch in der Mannschaft um Weltstar Kylian Mbappe knirscht es. Zuletzt hatte eine Auseinandersetzung zwischen den Mittelfeldspielern Federico Valverde und Aurélien Tchouameni für Schlagzeilen gesorgt. Beide Profis waren mit einer Rekordstrafe in Höhe von 500.000 Euro belegt worden.

Auch seinem Lieblingsthema, dem "Fall Negreira" um die mögliche Beeinflussung von Schiedsrichtern durch Barcelona ("Der größte Korruptionsskandal in der Geschichte des Fußballs"), wandte er sich zu: "Es ist schlichtweg inakzeptabel, dass ein Verein 20 Jahre lang unter dem Verdacht steht, sich der Korruption schuldig gemacht zu haben." Real seien so sieben Meisterschaften "gestohlen" worden.

Barca teilte am späteren Abend mit, man behalte sich wegen der Attacke rechtliche Schritte vor.

Der Bauunternehmer Perez war im Januar 2025 für eine weitere Amtszeit bis 2029 wiedergewählt worden.

SID

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