Schalke: "Heidel sollte Hilfe annehmen"
Ein Kommentar von Sky Reporter Dirk große Schlarmann
14.12.2018 | 12:55 Uhr
Beim FC Schalke 04 ist eine Diskussion um eine mögliche Installation eines Kaderplaners an der Seite von Sportvorstand Christian Heidel entbrannt. Sky Reporter Dirk große Schlarmann hat diesbezüglich eine klare Meinung.
Will sich Schalke entwickeln, müssen zuerst alle Beteiligten der Realität ins Auge sehen.
Zu glauben, Schalke könnte weitere sportliche Kompetenz nicht gebrauchen, ist genauso fahrlässig und unreflektiert, wie aktuell das Wort "Abstiegskampf" nicht in den Mund zu nehmen.
Heidel ist ein Alpha-Tier
Die meisten Spieler und Verantwortliche versuchen, weiter das Deckmäntelchen der Vizemeisterschaft über die Entwicklung der letzten Monate zu legen. Denn die einzige Entwicklung, die man aktuell ausmachen kann, ist: Es geht nicht nach vorne, sondern immer wieder einen Schritt zurück.
Christian Heidel ist ein Alpha-Tier. Er ist es gewohnt, seinen Weg einzuschlagen. Das hat er in Mainz sehr erfolgreich getan, und auch seine Arbeit auf Schalke kann sich sehen lassen.
Schalke ist zu groß für einen alleine
Vor ihm hat es keiner geschafft, diesen - von Emotionen getriebenen Verein - in ruhiges Fahrwasser zu bringen.
Schalke ist aber nicht Mainz. Schalke ist zu groß für einen alleine.
Wenn Christian Heidel langfristig Erfolg haben und mit Schalke wachsen will, muss er Hilfe zulassen. Er braucht einen "Wingman", der mit einem internationalen Adressbuch und sportlichen Fachauge den Bau eines guten und homogenen Kaders unterstützt. Dies gepaart mit Heidels unbestrittenen Verhandlungsgeschick könnte Schalke viel bringen.
Ein solcher Schritt wäre für Christian Heidel aber sicherlich nicht leicht.
Heidel muss die Hilfe annehmen
Gegen das natürliche Ego des Managers muss Clemens Tönnies jetzt aktiv arbeiten und ihn vielleicht sogar zu seinem Glück zwingen.
Dass sich der Schalke-Boss einmischt, ist übrigens nach 14 Punkten aus 14 Spielen nur verständlich. Jetzt muss Heidel lernen, diese Hilfe anzunehmen.