Schalke nach Pokal-Aus unter Druck: Torflaute verschärft die Sorgen beim Aufsteiger
Schalke 04 hat mit dem 0:2 bei Dynamo Dresden den nächsten Rückschlag kassiert. Der Bundesliga-Aufsteiger ist seit fünf Pflichtspielen sieglos, erzielte dabei nur ein Tor und sorgt zunehmend für Unruhe im Umfeld.
29.10.2026 | 12:52 Uhr
Trainer Miron Muslic und Sportchef Youri Mulder wollen zwar nicht von einer Krise sprechen. Die Leistungen und Ergebnisse der vergangenen Wochen geben den Schalkern jedoch Anlass zur Sorge.
Der Glanz der Bundesliga-Rückkehr ist verflogen. Nach einem vielversprechenden Saisonstart steckt Schalke 04 erstmals unter Trainer Miron Muslic in einer sportlich schwierigen Phase. Das 0:2 bei Zweitligist Dynamo Dresden bedeutete nicht nur das frühe Aus im DFB-Pokal. Es war zugleich das fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Sieg und ein weiterer Beleg für die aktuelle Offensivschwäche der Königsblauen.
Patrice Covic brachte die Gastgeber nach der Pause in Führung, Christoph Daferner machte kurz vor Schluss alles klar. Schalke fand über die gesamte Spielzeit kaum Lösungen und enttäuschte auf ganzer Linie.
Mulder kritisiert die Mannschaft deutlich
Auch wenn die Verantwortlichen den Begriff Krise vermeiden, fiel die Analyse von Direktor Profifußball Youri Mulder schonungslos aus. "Die Art und Weise enttäuscht mich. Es ist unverständlich, dass wir uns auf dem Platz so geben. Wir sind nicht ans Limit gegangen und haben schlecht gespielt", sagte der Niederländer.
Vor allem die fehlende Intensität und die vielen einfachen Fehler störten Mulder. Schalke leistete sich zu viele Ballverluste, hatte kaum Kontrolle im Spiel und entwickelte offensiv nur selten Gefahr. "Heute war es sehr wenig. So kann man nicht Fußball spielen", stellte Mulder klar.
Muslic sieht Präzision als Hauptproblem
Trainer Miron Muslic schlug nach der Niederlage ähnliche Töne an. Für den Aufstiegscoach lag das Hauptproblem vor allem im eigenen Ballbesitzspiel. "Wir waren mit dem Ball extrem unsauber. Das war unser größtes Problem: Wir waren sehr unpräzise", sagte der 44-Jährige.
Besonders deutlich wird die Krise im Angriff. In den vergangenen fünf Pflichtspielen gelang Schalke lediglich ein Treffer. Selbst ein erfahrener Stürmer wie Edin Dzeko erhielt in Dresden kaum verwertbare Zuspiele. Muslic nahm seine Angreifer deshalb ausdrücklich in Schutz. "Ich muss unsere Stürmer in Schutz nehmen. Wir müssen das als Mannschaft besser vorbereiten."
Harte Wochen warten auf Schalke
Die Lage könnte sich kurzfristig weiter zuspitzen. Nach dem Heimspiel gegen RB Leipzig warten mit der TSG Hoffenheim und dem VfB Stuttgart zwei weitere Europapokal-Teilnehmer auf die Königsblauen. Auch die Fans reagierten nach der Niederlage in Dresden deutlich. Die Mannschaft wurde beim Gang zur Kurve kühl empfangen, die Unzufriedenheit wächst.
Dennoch gibt sich Muslic kämpferisch. "Ich weiß, dass harte Wochen vor uns liegen. Darauf bin ich vorbereitet. Wir sind darauf vorbereitet." Der Schalke-Coach glaubt sogar, dass die schwierige Phase zum richtigen Zeitpunkt kommt.
"Vielleicht bin ich sogar froh, dass wir diese Phase jetzt Ende Oktober erleben und nicht erst im März, April oder Mai, wenn es um alles geht."
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