Simon Terodde haucht dem 1. FC Köln neues Leben ein

Köln träumt weiter vom "Wunder" Klassenerhalt

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Terodde: Besser kann man bei den neuen Kollegen nicht ankommen

Ihm blieb die Luft weg, dem 1. FC Köln hauchte er dennoch neues Leben ein. Simon Terodde war der gefeierte Held beim Kölner Last-Minute-Sieg im Derby gegen Borussia Mönchengladbach.

In der fünften Minute der Nachspielzeit netzte der Rückkehrer bei seinem Comeback für die Geißböcke nach einer punktgenauen Flanke von Konstantin Rausch zum 2:1-Sieg ein. Am Ende hätten ihn seine jubelnden Teamkollegen beinahe erdrückt.

"Unbeschreiblich!"

"Das war unbeschreiblich! Die Flanke war maßgeschneidert. Ich bin zum Glück noch hinter den Ball gekommen, so dass der Ball im langen Eck eingeschlagen ist. Danach habe ich schwer Luft bekommen, aber das nimmt man gerne mit", freute sich Terodde gegenüber Sky über seinen perfekten Einstand. Und weiter: "Besser kann man bei den neuen Mannschaftskollegen nicht ankommen."

In der Tat. Und zur Belohnung gab es ein dickes Lob vom Chef. "Ich wusste ja, dass er ein Guter ist. Deswegen haben wir ihn geholt. Wie er sich in den Zweikämpfen immer wieder aufgerieben hat, war sehr beeindruckend", sagte FC-Trainer Stefan Ruthenbeck nach der Partie am Sky Mikro.

Terodde machte mit seinem Tor den zweiten Kölner Bundesliga-Sieg in Folge perfekt. Der Rückstand auf den Vorletzten HSV beträgt jetzt noch sechs Punkte. Der auf Platz 16, dem anvisierten Relegationsplatz, noch sieben Zähler. Am kommenden Spieltag gastieren die Kölner in Hamburg - und können den Rückstand weiter verkürzen.

Ruthenbeck: "Es war nur ein Sieg"

Ruthenbeck bremste die Euphorie, schickte aber noch eine klare Botschaft Richtung Hamburg. "Man muss erstmal sagen: 'Es war nur ein Sieg.' Wir haben 17 Endspiele ausgerufen und haben jetzt eins davon gewonnen. Wir sind trotzdem noch 18. Wir haben jetzt das nächste Endspiel beim HSV. Was spannend wird, weil der Druck jetzt auch bei Hamburg ist. Wenn wir da gewinnen sollten, sind es nur noch drei Punkte auf den HSV", schob der Coach den Druck geschickt weiter zum HSV.

Soweit wollte Terodde noch gar nicht denken. "Das ist mir gerade ein bisschen egal, was nächste Woche ist. Ich genieße so einen Sieg 24 Stunden. Ab Dienstag wollen wir uns natürlich gut auf Hamburg vorbereiten, aber jetzt sollten wir erstmal den Sieg genießen", gab der 29-Jährige zu Protokoll.

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Hector feiert Comeback

Neben Terodde feierte auch Jonas Hector sein Comeback - allerdings nach viermonatiger Verletzungspause. "Es war ein schönes Gefühl, wenn man nach einer so langen Zeit wieder spielen kann", sagte er bei Sky und stellte sich voll in den Dienst der Mannschaft: "Ich glaube nicht, dass ich alleine eine Mannschaft vor dem Abstieg retten kann. Wir sind nur im Kollektiv stark. Es reicht nicht aus, wenn einer gut in Form ist oder gut Fußball spielen kann, sondern man muss ackern, spielen und zusammenhalten. Das haben wir gemacht. Und genau das ist die Devise für die Rückrunde."

Derweil stieg im Stadion schon die große Karnevalsparty: "Kölle alaaf" schallte es im weiten Rund, die Zuschauer standen auf ihren Sitzen. Auch Klub-Ikone Lukas Podolski fieberte aus dem fernen Japan mit. Sie sind sich eben alle sicher: Der Effzeh lebt wieder!