3.Liga: So spannend wird die Liga der großen Namen
Kaiserslautern und Braunschweig die Favoriten
Sky Sport
27.07.2018 | 19:25 Uhr
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Die 3. Liga startet
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Kaiserslautern, Braunschweig, Karlsruhe - die 3. Liga klingt in dieser Saison eher wie die 2. Bundesliga. Heute Abend fällt der Startschuss. Eintracht Braunschweig trifft um 19 Uhr auf den KSC.
Die elfte Saison seit Einführung der Spielklasse wird wahrscheinlich die attraktivste. Dafür sprechen allein die Namen der teilnehmendem Teams. Neben den drei Staffelfavoriten tummeln sich mit den Aufsteigern TSV 1860 München, FC Energie Cottbus und KFC Uerdingen sowie den etablierten Clubs FC Hansa Rostock, Fortuna Köln, Preußen Münster und SpVgg Unterhaching noch weitere sieben ehemalige Bundesligisten in der dritthöchsten deutschen Spielklasse.
Tatsächlich gab es noch nie so viel Tradition in dieser Liga. Noch vor einem Jahr wegen der Vielzahl der Klubs aus den östlichen Bundesländern als alte DDR-Oberliga abgestempelt, ist sie nach den Abgängen des 1. FC Magdeburg (Aufstieg), des Chemnitzer FC und des letzten Gründungsmitglieds FC Rot-Weiß Erfurt (beide Abstieg) nun wieder eher eine gesamtdeutsche Liga.
In Kaiserslautern gibt es einen kompletten Neuanfang. Nur fünf Spieler aus der vergangenen Spielzeit blieben auf dem Betzenberg. "In der 3. Liga geht es um Kampf und Leidenschaft. Wir müssen das gemeinsam als Truppe annehmen. Dann kann mit dem Potenzial in der Hinterhand hier richtig etwas entstehen" betonte Rückkehrer und Kapitän Florian Dick.
Auch Braunschweig musste einige Abgänge hinnehmen. Wie gut der neue Trainer Henrik Petersen es geschafft hat, 'Alte' und 'Neue' zusammenzuführen, wird gleich das Auftaktmatch gegen Karlsruhe zeigen.
Der KSC geht nahezu mit dem gleichen Team wie in der Vorsaison an den Start. "Diese Mannschaft ist eine Mannschaft, und sie hat Charakter. Wie sie in der Vorbereitung gearbeitet hat, macht mir ein gutes Gefühl für den Saisonstart, sagte KSC-Coach Alois Schwartz.
Der spektakulärste Transfercoup gelang dem KFC Uerdingen, der Kevin Großkreutz verpflichtete. Er soll dem Aufsteiger mit seiner Erfahrung die notwendige Sicherheit im Kampf gegen den Abstieg geben. Nach der Saison müssen gleich vier Teams den Gang in die Regionalligen antreten. Nicht unbedingt zu den Kandidaten gehören die Aufsteiger Cottbus und 1860 München, die sich ordentlich verstärkten. Eher könnte es für die Teams wie den FC Carl Zeiss Jena, Sportfreunde Lotte, FSV Zwickau oder SG Sonnenhof Großaspach eng werden.
3. Liga für die Fans
Egal wie es sportlich ausgeht, die Fans dürften die Gewinner der neuen, großen Traditions-Liga sein. Der Zuschauerrekord aus der Saison 2015/2016, als 2 687 035 Besucher gezählt wurden, dürfte wackeln - auch wenn es in dieser Saison auch in der 3. Liga Montagsspiele geben wird. Dafür gibt es für die Vereine mehr Fernsehgeld. Für das Lautern-Spiel gegen 1860 München wurden schon mehr als 34.000 Tickets verkauft. Gerechnet wird auf dem Betzenberg mit bis zu 40.000 Fans.