Spielerberater kontert Kritik von Uli Hoeneß

Uli Hoeneß geht hart mit Spielerberatern ins Gericht. Jörg Neblung, der unter anderem Fußball-Torhüter Stefan Ortega vertritt, weist die Vorwürfe zurück und übt stattdessen Kritik an den Vereinen.

Uli Hoeneß ist seit 1970 beim FC Bayern München.
Image: Uli Hoeneß hatte zuvor Spielerberater kritisiert und die Möglichkeit einer schwarzen Liste erwähnt.  © DPA pa

Spielervermittler Jörg Neblung hat die Kritik von Bayern-Patron Uli Hoeneß an Beratern gekontert und als "platt" und "heillosen Populismus" bezeichnet.

"Die Bayern werden immer zornig, wenn sie ihren Willen nicht kriegen. Es wird ja regelmäßig auf die Berater geschimpft. Upamecano kriegt in diesem Fall aber gefühlt nichts ab, obwohl er letztendlich die Entscheidung trifft. Das ist das Lächerliche. Wir haben keine Prokura", sagte Neblung der Deutschen Presse-Agentur.

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Der 58-Jährige, der unter anderem mit Fußballtorhüter Stefan Ortega zusammenarbeitet, erklärte weiter: "Es ist immer der Spieler, der entscheidet, und die Vereine versuchen darüber hinaus auch immer wieder den Keil zwischen dem Spieler und den Agenten zu treiben."

Hoeneß will "Wahnsinn nicht mitmachen"

Uli Hoeneß hatte als Folge des zähen Vertragspokers mit Dayot Upamecano angekündigt, die Macht der Berater künftig beschneiden zu wollen. Die Verantwortlichen des FC Bayern werden es sich "nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft. Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird", hatte der 74-Jährige im Bild-Interview gesagt: "Wir werden verstärkt 'Nein' sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen."

Borussia Dortmunds Klub-Berater Matthias Sammer hatte vor wenigen Tagen bei Sky Sport sogar die Abschaffung von Spielerberatern gefordert.

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Matthias Sammer würde Berater abschaffen, weil sie zu viel Geld verdienen. Das erklärt der 58-Jährige bei ''Sammer & Basile - der Hagedorn-Talk''.

Neblung: Klubs selbst verantwortlich

Neblung konterte, dass Agenten ihre Existenzberechtigung hätten, weil Vereine in erster Linie ihrer eigenen Agenda folgten. "Es gibt einen Markt für jeden Spieler und diesen Markt bespielen Vereine und Berater. Wir zeigen dem Spieler auf, welche Alternativen es gibt", sagte Neblung.

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Seiner Meinung nach haben die Klubs zudem selbst dazu beigetragen, dass es Berater und Vermittler gebe. "Sie schließen mit sehr jungen Spielern langfristige Verträge ab – oft ohne Ausstiegsklauseln oder ein ausgewogenes Gleichgewicht der Interessen. Wenn sie nicht funktionieren, werden sie einfach aussortiert. Dies ist ein Spiel der längeren Hebel: mal hat der Spieler, mal der Verein die bessere Position", befand der Spielerberater.

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dpa

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