Stimmen zum WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft mit Kimmich, Nagelsmann, Havertz & Co.
Die DFB-Stars zeigen sich nach dem dramatischen Elfmeterschießen zutiefst geschockt.
30.06.2026 | 03:22 Uhr
Nach der erneuten WM-Blamage der deutschen Nationalmannschaft haben sich unter anderem Joshua Kimmich, Kai Havertz
Joshua Kimmich (Kapitän, bei MagentaTV):
"Ich kenne Deutschland als Kind vor dem Fernseher, da war immer Halbfinale, Finale. Natürlich will man das auch den Kindern und den Menschen und der jetzigen Generation geben. Fakt ist, dass wir das all den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade, gerade in einer Zeit, wo es uns extrem gut tut und wir in Deutschland etwas haben, worauf wir stolz sein können. Die Nationalmannschaft ist es momentan leider nicht und dafür tragen wir alle Verantwortung. Dafür müssen wir auch Verantwortung übernehmen, da darf sich jetzt auch keiner rausnehmen, sondern dafür müssen wir gerade stehen, weil wir Spieler, die auf dem Platz standen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter, auch nicht der Gegner, sondern das waren einzig und allein wir."
Kai Havertz (bei MagentaTV):
"Mir fehlen noch ein bisschen die Worte, das ist jetzt meine zweite WM, das zweite Mal reingeschissen, ich kann mich nur entschuldigen, jeder ist enttäuscht kein schönes Gefühl. Paraguay hat tief verteidigt, da war es schwer Chancen zu kreieren. Aber eigentlich hat nicht viel gepasst. Wenn man, bei allem Respekt, gegen Paraguay ausscheidet, dann hat man es auch nicht verdient. Irgendwas hat uns immer gefehlt, wir Spieler müssen uns an die eigene Nase fassen."
Julian Nagelsmann (Bundestrainer/bei MagentaTV und im ZDF):
"Die Enttäuschung ist extrem groß, weil ich finde, dass wir echt eine sehr homogene Mannschaft haben. Es hat sich nicht abgezeichnet, dass wir heute ausscheiden. Es wäre mehr möglich gewesen. Wir hätten uns schon gerne mit Frankreich duelliert. (Zu seiner Zukunft) Ich stehe bereit, wenn man das möchte, und wenn man mich nicht möchte, muss man mir das sagen. Ich bin keiner, der wegläuft. Ich möchte weitermachen, aber im Fußball hat man es nicht immer in der Hand. Wenn der DFB es möchte, dann bereite ich die Europameisterschaft vor und die Nations League."
Rudi Völler (DFB-Sportdirektor):
"Wir sind alle enttäuscht, wir hatten uns mehr ausgerechnet, es war auch mehr drin. Wir waren optimistisch, hatten einen tollen Teamgeist. Die Mannschaft hat gefightet bis zum Umfallen. Tut weh. Mir fehlen ein bisschen die Worte jetzt. Wenn man die letzten drei Weltmeisterschaften nimmt, das ist für ein Fußball-Land wie Deutschland schwer zu ertragen. Ich will Julian nicht in Schutz nehmen, das braucht er gar nicht. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, aber ich bin nicht der DFB alleine und habe das nicht alleine zu entscheiden. Aber ich finde, er ist die richtige Person am richtigen Ort und ein absoluter Toptrainer."
Jürgen Klopp (MagentaTV-Experte):
"Es gab nur ein Ziel, einen Traum, der ist geplatzt. Es war dramatisch. Es gibt 500.000 Wege, ein Fußballspiel zu gewinnen. Du musst nur einen finden. Jeder im Stadion hat gedacht: Jetzt drehen sie es! Haben wir aber nicht. Wir haben sie vom Haken gelassen."
Christian Streich (ZDF-Experte):
"Elfmeterschießen ist kein Glück, dagegen habe ich mich immer gewehrt. Es geht bis zur letzten Entscheidung. Dass Deutschland Weltmeister wird, war von Anfang an außerhalb der Möglichkeit, weil es nicht in Topverfassung war. Aber wie Deutschland heute gespielt hat - wir hatten so viele Räume und haben sie liegen lassen. Der Trainer muss sich hinterfragen - und die Spieler. Was ich von einigen gesehen habe, war nicht genug. Vom Trainer auch nicht."
Christoph Kramer (ZDF-Experte):
"Dass wir uns über eine Schiri-Entscheidung aufregen, dazu darf es niemals kommen. Es war in allen Teilen einfach zu wenig, um ein WM-Spiel, in dem es um alles geht, so zu gestalten, dass es nur einen Sieger geben kann. Am Ende ist der Trainer immer der, der es lenkt. Er muss sich hinterfragen."
Per Mertesacker (ZDF-Experte):
"Vor zwei Jahren wurde noch geflachst, dass wir zwei Jahre warten müssen, bis wir Weltmeister werden. Die Aussage können wir auch total vergessen. Wir müssen uns einiges wieder hart erarbeiten. Die, die es noch nicht kapiert haben: Wir haben gegen die schwächste Mannschaft der Vorrunde gespielt. Die große Fußballnation Deutschland muss sich umschauen. Es werden sich viele Menschen hinterfragen müssen, ob das der Anspruch des deutschen Fußballs ist."
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