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Tennis ATP in Turin: Sky Check-up von Häuser, Meinert und Hempel

Sky Check-up zu den ATP Finals: Kräftemessen zum Tourende in Turin

Besiegte Frances Tiafoe klar in zwei Sätzen und bringt Team Europa wieder in Führung: Novak Djokovic.
Image: Novak Djokovic steht ganz oben auf der Favoritenliste in Turin.  © Imago

Das Tennis-Jahr kommt langsam zum Ende. Zuvor messen sich die Stars in Turin. Das Wichtigste zusammengefasst im Check-up der Sky Kommentatoren.

Ein packendes Tennisjahr auf der ATP Tour bekommt in Turin bei den ATP Finals die große Abschlussparty. Leider ohne den am Comeback arbeitenden Titelverteidiger Alexander Zverev und der wegen einem Riss in der Bauchmuskulatur fehlenden Nummer eins Carlos Alcaraz, dafür aber mit den Big Two: Novak Djokovic und Rafael Nadal. Der Djoker hat bei diesem Turnier seit 2015 nicht mehr triumphiert, Nadal sogar noch nie. Gute Aussichten für den zuletzt herausragenden Felix Auger-Aliassime oder auch für Stefanos Tsitsipas und Daniil Medvedev, die beide die Finals bereits gewinnen konnten.

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Unsere Kommentatoren Stefan Hempel, Marcel Meinert und Paul Häuser melden sich zum Turnierstart in Turin mit einem Check-up der besonderen Art.

Die grüne Gruppe:

Marcel Meinert: "Diese Gruppenkonstellation birgt richtig viel Spannung! Als Favorit geht für mich Felix Auger-Aliassime ins Rennen. Der Kanadier hat einen furiosen Herbst gespielt und ist nach Holger Rune der erfolgreichste Hallenspieler des Jahres auf der Tour. Die Form passt, die Bedingungen in Turin müssten ihm liegen - aber er ist zum allerersten Mal bei den ATP Finals dabei und muss viele neue Eindrücke verarbeiten. Auf der Tour hat er sich in den vergangenen Jahren nicht immer leicht getan, sich schnell in neuen Situationen zurecht zu finden. Das ist Casper Ruud im letzten Jahr in Turin allerdings sehr gut gelungen. Bei seiner Finals-Premiere schaffte er als Underdog auf Anhieb den Einzug ins Halbfinale. Im Endspiel der US Open griff er in diesem Jahr sogar nach der Nummer eins. Beim Norweger bleibt abzuwarten, wie viel Energie er tatsächlich noch im Tank hat. Als Außenseiter geht für meinen Geschmack Nachrücker Taylor Fritz ins Rennen. Der Indian-Wells-Champion kann sich zwar auch auf schnelle Beläge gut einstellen, das zeigen nicht nur seine starken Resultate in Wimbledon, aber in den letzten Wochen konnte er nicht mehr an seine Topform anknüpfen. Und dann ist da natürlich noch Rafael Nadal: Der Spanier jagt weiter seinen ersten Triumph bei den Finals überhaupt. Sogar die Nummer eins am Jahresende ist noch drin. Nach der Geburt seines Sohnes ist er beim Masters-Turnier in Paris aber in den Startblöcken hängen geblieben. Seine Magen-Darm-Erkrankung ist mittlerweile überwunden und der Mallorquiner will nochmal richtig angreifen. Und auch wenn die schwachen Resultate bei den Finals in den Vorjahren, der Belag und die Fragezeichen rund um seine körperliche Verfassung gegen ihn sprechen - wer einen Rafael Nadal zu früh abschreibt, macht einen großen Fehler."

Die rote Gruppe:

Stefan Hempel: "Die rote Gruppe ist die heißere Gruppe in Turin! Mit Djokovic, Medvedev und Tsitsipas haben drei der vier Spieler das Turnier schon gewonnen und mit Novak Djokovic steht der Rekordsieger ganz oben auf der Favoritenliste. Der Serbe hat traditionell eine sehr gute Form am Saisonende, spielte zuletzt ein hochklassiges Finale in Paris gegen Rune, welches er knapp verlor. Der Djoker kommt für sein Auftaktmatch gegen Tsitsipas mit einer Megaserie gegen den Griechen auf den Platz. Seit 2019 gingen die letzten 8 Matches alle an Djokovic. Daniil Medvedev ist seit diesem Sommer eine kleine Wundertüte. Der Turniersieger von Wien verlor überraschend das eine oder andere Match, der Finals-Champion von 2020 und Vorjahresfinalist kann aber natürlich auch wieder um den Titel mitspielen. Seinem Landsmann Andrey Rublev räume ich nur Außenseiterchancen ein. Zu wechselhaft waren die letzten Wochen und er hat bei seinen bisherigen zwei Teilnahmen bei den Finals nie die Gruppenphase überstanden."

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Das Doppelturnier:

Paul Häuser: "Die Favoriten auf dem Papier sind Wesley Koolhof und Neal Skupski. Sie sind das Nummer eins Duo des Jahres und haben sich nun auch in der Weltrangliste ganz nach oben geschoben. Auch wenn der große Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier ausblieb, die Konstanz des Niederländers und des Briten ist sehr beeindruckend. Sieben Titel, darunter drei Mastersturniere sprechen für sich. Koolhof und Skupski haben aber in der grünen Gruppe mit Mektic/Pavic, Dodig/Krajicek und Kokkinakis/Kyrgios eine äußerst knackige Auslosung erwischt. Besonders Nick Kyrgios und Thanasi Kokkinakis ist enorm viel zuzutrauen. Die Australien-Open-Champions sind mit Abstand die besten Einzelspieler im Feld und verstehen sich blind als beste Buddies. Ich traue den beiden Australiern zu, dass sie das Jahr auch so beenden, wie es für sie angefangen hat, mit einem schicken Doppel-Titel. In der roten Gruppe sind für mich Rajeev Ram und Joe Salisbury, die US-Open-Champions die Favoriten. Leider ist Tim Pütz mit seinem neuseeländischen Partner Michael Venus nur das zweite Nachrücker-Duo und Kevin Krawietz und Andreas Mies kommen auch erst dahinter. Besonders spannend wird dann aber das nächste Jahr aus deutscher Sicht: Kevin Krawietz und Tim Pütz werden künftig gemeinsam im Doppel auf Tour gehen. Im Davis-Cup ist dieses Team noch ungeschlagen. Deshalb sehe ich in dieser Paarung auch das Potential um künftig um Grand-Slam-Titel und die Toppositionen in der Weltrangliste mitzumischen."

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