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Transfer News: Zukunft von Max Kruse lässt Bundesliga aufhorchen

Pfiffiger Zukunftspoker: Max Kruse macht die Bundesliga verrückt

Sven Töllner

16.07.2020 | 17:28 Uhr

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Dieses Video ist ein Bericht mit Augenzwinkern über Max Kruse. (Länge: 42 Sekunden)

Max Kruse sprudelt über vor Lebensfreude - das wissen seine Follower nur zu genau. Im Cabrio durch Ibiza, am Abend ne Paella, Pool-Spaß mit Musik. Ein Trip nach Berlin, ein Abstecher nach Wolfsburg, dazu Einblicke in die Entwicklung seines Racing-Teams. Bei Max geht immer was, der Kicker ist umtriebig - und begehrt. Kaum ein Tag vergeht, an dem kein neues Transfergerücht in die Umlaufbahn gefeuert wird - manchmal sogar von ihm selbst.

Seinen "Prank" in Stuttgart hatte Kruse kurze Zeit, nachdem die bundesweite Medienmaschinerie heißgelaufen war, selbst aufgelöst - für den guten Zweck. Auch seine weiteren selbstdokumentierten Aktivitäten gaben und geben Anlass zu Spekulationen. Medizin-Check in Berlin? Was macht er plötzlich in Wolfsburg? Gibt's doch eine Rückkehr zu Werder?

"Ist das ein Versprechen?", fragt Kruse einen Fan via Instagram-Story, der für ein Comeback an der Weser in Aussicht gestellt hatte, sich Kruses Gesicht auf die Brust zu tätowieren. Der kreative Fußball-Freigeist hat auch abseits des Platzes Freude an verwinkelten Spielzügen. Übersteiger, Finte, Abschluss - und wieder greifen die Berichterstatter daneben. Das bereitet ihm offensichtliche Spielfreude, hat aber auch ein paar gute Gründe.

Zum Transfer Update: Alle Wechsel, alle Gerüchte

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Die wichtigsten Nachrichten gibt es auf seinen eigenen Kanälen

Kruse wollte raus aus der Nutella-Falle, dem Geld-Tüten-Image, das ihm nach einer Vergesslichkeit im Taxi und diversen hämischen Geschichten über seine Ernährungsgewohnheiten angehaftet hatte. Das Jahr in Wolfsburg hatte sich in der Hinsicht als besonders ergiebig erwiesen und war ja überdies auch sportlich ein Reinfall für beide Seiten.

Dem Wechsel nach Bremen war ein Berater-Wechsel vorausgegangen - eine engmaschige Medienberatung gehört bei seiner Agentur "EMG Mundial" mit zum Programm. Kruse meidet manche Zeitungen konsequent, gibt selten Interviews und behält sich vor, die wichtigsten Nachrichten auf seinen eigenen Kanälen vorzutragen. Motto: "Glaubt den Quatsch nicht, wo ich schon überall unterschrieben habe. Wenn es was zu vermelden gibt, erfahrt ihr es zuerst von mir."

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Bundesliga oder Ausland? Kruse über seine Zukunft

Situation bei Fenerbahce muss geklärt werden

Nicht auszuschließen, dass es in diesem Sommer wieder so läuft. Kruses Rechtsbeistände müssen noch die Situation in Istanbul klären. Vertragsauflösung wegen nicht gezahlter Gehälter - so sieht es Kruse. Bei Fenerbahce denken sie ein bisschen anders über den Sachverhalt. Aus Sicht des Spielers soll am Ende stehen, dass er in der aktuellen Transferperiode ablösefrei bei seinem Wunschverein anheuern darf. Das würde ihn zur heißen Ware machen. Ein Spieler seiner Qualität, der mit seiner speziellen Art auf dem Platz und in der Kabine für sehr viele positive Impulse sorgen kann, ist begehrt.

Selbstverständlich auch in Bremen, wo sie mittlerweile zähneknirschend einräumen, dass es ganz und gar nicht gelungen ist, Kruses Abgang vor einem Jahr anständig aufzufangen. Wie realistisch eine Rückholaktion wäre, können die Werder-Bosse derzeit selbst nicht einschätzen. Dafür braucht es erstmal eine klare Struktur im Haushaltsplan und einen möglichst teuren Verkauf von Milot Rashica nach Leipzig. Vorher können die Planungen an der Weser nicht auf einem seriösen Fundament fußen.

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Kruse ist ein Wohlfühl-Spieler

Kruse hat in 13 Jahren Profifußball viel Geld verdient, als passioniertes Poker-Ass womöglich noch ein paar Extrataler ins Säckel gezockt. Man darf ihm glauben, wenn er behauptet, dass neben dem Geld weitere Faktoren eine Rolle spielen. Womöglich sogar eine größere. Der gebürtige Reinbeker (bei Hamburg) ist ein Wohlfühl-Spieler. Wenn's keinen Spaß macht, hat man nichts von ihm. Das war in Wolfsburg der Fall.

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Kruse bald bei Union Berlin? Bundesliga-Rückkehr wird konkreter

Bei St. Pauli, in Freiburg, Gladbach und Bremen hat er so konstant auf hohem Niveau abgeliefert, dass eine Nationalelf-Karriere lediglich an einem nie bestätigten Vorfall scheiterte, der Joachim Löw so gegen den Strich ging, dass er auf Kruses Extraklasse freiwillig verzichtet hat. Nicht alle Beobachter haben das für sinnvoll gehalten, zumal Löws harte Hand in anderen Fällen durch dick gepolsterte Fäustlinge abgefedert wurde. Bei Kruse blieb Löw fest.

Spekulationen um seine Zukunft

Vergangenheit. Abgehakt. Kruse lebt im Hier und Jetzt - und zwar in vollen Freudenzügen. Und er plant seine Zukunft - ganz in Ruhe und ohne Unbefugten Einblick in sein Blatt zu gewähren. Es ist anzunehmen, dass in den kommenden Tagen und Wochen noch ein paar Spekulationen auf die Spitze getrieben werden. Womöglich schüttet er sogar selbst noch ein paar Brandbeschleuniger in die lodernde Gerüchteglut.

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Vieles spricht dafür, dass er es am Ende selbst sein wird, der seine Anhänger über seinen künftigen Arbeitgeber informiert. Sein derzeitiger Aufenthaltsort kommt jedenfalls ziemlich sicher nicht in Frage.

UD Ibiza spielt in Spaniens dritter Liga - obwohl, wer weiß: Der Wohlfühlfaktor genügt zweifellos höchsten Ansprüchen. Und die Paella sieht hervorragend aus!

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