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Transfer News: Union Berlin verkraftet immer wieder die Abgänge

Union Berlin: Der Kompensier-Meister

Trainer Urs Fischer und der 1. FC Union Berlin fangen immer wieder die Abgänge stark auf.
Image: Trainer Urs Fischer und der 1. FC Union Berlin fangen immer wieder die Abgänge stark auf.  © Imago

Immer wieder müssen die Köpenicker mit Abgängen von Schlüsselspielern umgehen. Und immer wieder gelingt ihnen das wie keinem anderen Verein.

Union Berlin spielt in der kommenden Saison in der Europa League. Und das vor allem auch, weil der Verein es immer wieder schafft, Abgänge von Leistungsträgern zu kompensieren. Im Winter noch dachte man, dass der Abgang von Marvin Friedrich nach Gladbach und Top-Torjäger Max Kruse nach Wolfsburg die Eisernen sportlich in ein Tief ziehen würde. Doch Geschäftsführer Oliver Ruhnert und Trainer Urs Fischer sind Meister darin, auch die größten Verluste zu kompensieren.

In den letzten zwölf Monaten verließen Robert Andrich, Christopher Lenz, Christian Gentner, Nico Schlotterbeck, Friedrich und Kruse die Köpenicker. In diesem Sommer verlässt Grischa Prömel die Eisernen, geht nach Hoffenheim, Keeper Andreas Luthe geht nach Lautern. Und auch Torjäger Taiwo Awoniyi (wettbewerbsübergreifend 20 Tore) verlässt den Verein nach Sky Infos Richtung England für eine Ablöse von 20,5 Millionen Euro. Eine Summe, die es zuvor bei den Berlinern noch nicht gab und die Möglichkeiten für neue, größere Transfers bietet.

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Union fischt erfolgreich in kleineren Becken

Klar ist wohl, dass Awoniyis Sturmkollege Sheraldo Becker auch in der kommenden Saison für Union spielen wird. Mit Sven Michel hat man für Kruse einen erfahrenen Stürmer geholt, zudem haben die Berliner auch noch Andreas Voglsammer und Kevin Behrens in der Offensive. Zwei weitere Beispiele für Spieler, die vorher niemand so richtig in der Bundesliga gesehen hat. Bringt Trainer Fischer sie, liefern sie aber ab. Das Erfolgsrezept von Union! Perspektivisch ist auch der Transfer von Jamie Leweling aus Fürth ein cleverer Schachzug.

Union fischt eher in den kleineren, unscheinbareren Becken der Ligen. Weil es finanziell nicht anders geht - und weil man ein Auge für Potenzial hat. Das haben die Europa-Macher von der Alten Försterei seit dem Aufstieg in die Bundesliga bewiesen. Statt Wackelkandidat sind sie nun zum zweiten Mal hintereinander für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert. Ohne dabei aber den Blick für die Bescheidenheit, die in Köpenick großgeschrieben wird, zu verlieren.

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Union setzt aktuell auf eine Verjüngungskur

Nur für Neuzugang Leweling (21/4 Mio.) musste Union eine Ablöse zahlen - Milos Pantovic (25/Bochum), Danilho Doekhi (24/Vitesse Arnheim), Janik Haberer (28/Freiburg), Paul Seguin (27/Fürth) und Tim Skarke (25/Darmstadt). Torwart Lennart Grill (23) kommt per Leihe aus Leverkusen. Auffällig: Waren es in den vergangenen Jahren eher ältere Spieler um die 30 wie Voglsammer und Genki Haraguchi, so gönnt Ruhnert dem Verein mit den Neuzugängen nun eine kleine Verjüngungskur.

Klar ist aber auch: Der Transfer-Sommer ist für Union noch nicht abgeschlossen. So soll es zum Beispiel Interesse an Philipp Max geben. Aktuell soll die ausgerufene Ablöse allerdings nicht realistisch für die Köpenicker sein. Auch hier zeigt sich: Trotz der möglichen Awoniyi-Millionen wird Ruhnert auch weiterhin keine Spieler um jeden Preis verpflichten.

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