Uli Hoeneß teilt gegen Thomas Tuchel aus - unglaubliche Stanisic‑Anekdote

Uli Hoeneß hat mal wieder gegen Thomas Tuchel ausgeteilt - und dabei eine bemerkenswerte Geschichte aus dessen Zeit beim deutschen Rekordmeister öffentlich gemacht.

Uli Hoeneß im Gespräch mit Thomas Tuchel (l.).
Image: Uli Hoeneß (r.) im Gespräch mit dem damaligen Bayern-Trainer Thomas Tuchel.  © Imago

Im Podcast "Auf eine weiß-blaue Tasse" mit Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder berichtete der Ehrenpräsident des FC Bayern von einer Story, die ihn bis heute fassungslos zurücklässt.

Tuchel soll Bayern‑Profi Josip Stanisic gefragt haben, ob er Deutsch sprechen könne - obwohl der Abwehrspieler in München geboren ist.

"Den Stanisic hat er mal gefragt, ob er Deutsch kann, dabei ist er hier geboren", sagte Hoeneß. "Also: Das sind alles so Dinge, die nicht gehen. Und da ist der große Unterschied", kritisierte der 74‑Jährige den ehemaligen Bayern-Coach.

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Hoeneß nennt Unterschiede zwischen Kompany und Tuchel

Söder hatte Hoeneß zuvor nach den Unterschieden zwischen dem aktuellen Bayern‑Coach Vincent Kompany und dessen Vorgängern gefragt. Für Hoeneß sind dabei zwei Punkte entscheidend: "Dieser Trainer macht jeden Spieler besser", betonte er. Zudem trete Kompany in der Öffentlichkeit völlig anders auf als Tuchel. "Ich habe ihn noch nie eine Pressekonferenz leiten sehen, in der er gesagt hat: Ich brauche einen linken Verteidiger, ich brauche einen rechten Verteidiger - wie das unter Tuchel der Fall war."

Vor allem Tuchels öffentliche Aussagen über seine Spieler seien Hoeneß negativ in Erinnerung geblieben. "Wenn nicht gut gespielt wurde, hat er sich nie selbst hinterfragt", sagte Hoeneß: "Da war immer die Mannschaft schuld."

Als Beispiele nannte er unter anderem Aussagen über Joshua Kimmich ("nicht so ein guter Spieler") oder Ryan Gravenberch, dem Tuchel laut Hoeneß einst attestiert habe: "Den kann ich überhaupt nicht gebrauchen." Gravenberch spielt inzwischen erfolgreich beim FC Liverpool.

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Hoeneß kritisiert Nagelsmann wegen Neuer

Doch Hoeneß beließ es nicht bei der Kritik an Tuchel. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann bekam sein Fett weg - trotz eines vorangestellten Hinweises, kein "Bashing" betreiben zu wollen. Hoeneß bemängelte Nagelsmanns Umgang mit der Diskussion um ein mögliches Nationalmannschafts‑Comeback von Manuel Neuer.

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"Dieses Thema hätte ich ganz anders angepackt", erklärte Hoeneß. Man hätte eine Torwart‑Entscheidung treffen, zugleich aber die Entwicklung abwarten sollen. "Man hätte Manuel Neuer auch noch vier Wochen vor der WM nominieren können." Die Gefahr bei Nagelsmann sei, "dass er zu viele Dinge über die Medien macht".

In diesem Zusammenhang erinnerte Hoeneß auch an Nagelsmanns öffentliche Kritik an Stuttgarts Stürmer Deniz Undav. "Du musst heute deine Probleme intern lösen", gab der Ehrenpräsident dem Bundestrainer mit auf den Weg.

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