VfL Bochum verhängt Hüpfverbot auf der Ostkurve: Ruhrstadion droht sonst Teilsperrung
Der VfL Bochum muss auf behördliche Anordnung ein Hüpfverbot auf der Ostkurve des Ruhrstadions umsetzen. Die Maßnahme gilt ab sofort und soll starke Schwingungen der Stehtribüne verhindern.
07.10.2026 | 12:09 Uhr
Die Osttribüne bleibt trotz der Auflagen weiterhin vollständig nutzbar. Bei Verstößen droht jedoch im schlimmsten Fall eine komplette Sperrung des Bereichs.
Der VfL Bochum und die Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft (BoSB) haben ein sofortiges Hüpfverbot für die Ostkurve des Ruhrstadions bekannt gegeben. Hintergrund ist ein Gutachten, das im Zuge der geplanten Modernisierung des Stadions erstellt wurde. Dabei stellte ein Ingenieurbüro fest, dass bei bestimmten Zuschauer-Bewegungen erhebliche Schwingungen der Stehstufenelemente entstehen können.
Nach Angaben der Verantwortlichen ist die Tragfähigkeit der Tribüne zwar uneingeschränkt gegeben. Synchronisierte Bewegungen vieler Fans können jedoch einen sogenannten "Trampolineffekt" auslösen.
Verbot betrifft rhythmisches Hüpfen
Die Bauaufsichtsbehörde Bochum entschied sich gegen eine sofortige Sperrung der Tribüne und ordnete stattdessen ein Hüpfverbot an. Ab dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am 11. Oktober dürfen Fans in den Blöcken N2, O, P und Q nicht mehr gemeinsam rhythmisch springen oder hüpfen.
Nicht betroffen sind spontane Reaktionen wie Torjubel. Verboten ist ausschließlich das koordinierte, gemeinschaftliche Springen größerer Fangruppen.
Ostkurve bleibt komplett geöffnet
Für die Bochumer Anhänger gibt es trotz der Einschränkung eine wichtige positive Nachricht. Die Ostkurve kann weiterhin als Stehplatzbereich unter voller Auslastung genutzt werden. Eine Reduzierung der Kapazität ist zunächst nicht vorgesehen. Der Verein appelliert deshalb ausdrücklich an die Fans, die Vorgaben einzuhalten.
Die Konsequenzen bei Missachtung der Auflagen könnten erheblich sein. Sollte der VfL die Einhaltung des Hüpfverbots nicht gewährleisten können, droht nach Angaben der Behörden eine komplette Sperrung der Osttribüne. Dadurch könnten bis zu 10.000 Zuschauer ihre Plätze verlieren und Heimspiele nicht mehr live im Stadion verfolgen.
Sanierung soll Problem dauerhaft lösen
Die Osttribüne ist bereits Teil der geplanten Modernisierung des Ruhrstadions. Nach aktuellem Stand sollen die Sanierungsarbeiten bis 2028 abgeschlossen sein. Danach könnte das Hüpfverbot wieder aufgehoben werden. Der Verein verweist darauf, dass die Modernisierung des traditionsreichen Stadions seit längerem notwendig sei und die Probleme bekannt gewesen seien.
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