VfL Wolfsburg plant nach Abstieg die sofortige Rückkehr in die Bundesliga
Der Wolfsburger Abstiegstrainer Dieter Hecking bleibt den Wölfen nach Sky Sport Informationen als neuer Geschäftsführer erhalten.
29.05.2026 | 13:58 Uhr
Der VfL Wolfsburg möchte mit seinem gigantischen Etat und einer neuen Kader-Idee zurück in das deutsche Fußball-Oberhaus, wer jedoch das Ganze als Cheftrainer anleiten soll, ist noch nicht sicher.
Beschlossen, aber bislang nicht verkündet - denn noch fehlen die Unterschriften. Dieter Hecking wird laut Sky Sport Informationen neuer Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg. Der Trainer, der den erstmaligen Abstieg nach 29 Jahren Bundesliga nicht verhindern konnte, wird den Volkswagen-Klub mit einem klaren Ziel in die Zweitliga-Saison führen: Der Betriebsunfall muss umgehend behoben werden.
Mit einem Zweitliga-Rekord-Etat von mehr als 50 Millionen Euro wollen die abgestürzten "Wölfe" die Wiederaufstiegs-Wahrscheinlichkeit so hochschrauben, wie es möglich ist. Mit angepasster, aber weiterhin gewährleisteter Unterstützung des Mutter-Konzerns. Und mit Hecking als Helikopter, der aus der Draufschau die großen Fäden in der Hand hält - und Pirmin Schwegler als Exekutive.
- Sportfan? Hol dir Sky oder streame ohne Vertrag mit WOW
Englert & Schwegler sollen neues Kader-Konzept entwickeln
Gemeinsam mit dem kürzlich installierten Kaderplaner Maximilian Englert (kam aus Leipzig) ist der Schweizer Sportdirektor dafür verantwortlich, etwas zurechtzubasteln, was in Wolfsburg seit Jahren nicht gelingt. Der VfL braucht einen fußballerisch UND charakterlich smart austarierten Kader, der in der Kabine eine Atmosphäre entwickelt, die auf dem Fußballplatz in Produktivität übertragen werden kann. Hochqualifizierte Einzelkönner ohne Sinn für den notwendigen Teamgeist sollen identifiziert und trotz laufender Verträge veräußert werden.
Denkbar, dass Spieler wie Torhüter Kamil Grabara oder Denis Vavro selbst dann nicht mehr zum Kader gehören werden, wenn sie sich der 2. Bundesliga verschreiben wollen würden. Als eine Art Prototyp des neuen VfL-Weges gilt Dzenan Pejcinovic. Die Hoffnung ist da, dass der 21-jährige Mittelstürmer sich bereit erklärt, zumindest eine Saison lang im Unterhaus dabeizubleiben und seinen Teil zum direkten Wiederaufstieg beizutragen. Gemeinsam mit Rückkehrer Elvis Rexhbecaj, Klub-Ikone Maximilian Arnold und möglicherweise auch Hauke Wahl, bislang noch als Abwehrchef beim FC St. Pauli eingeplant, soll eine Kultur der klaren Köpfe etabliert werden.
Blessin als Wolfsburg-Trainer?
Die wichtigste Entscheidung nach Heckings Bestellung als Geschäftsführer ist natürlich die Besetzung des Trainer-Postens, den der 61-jährige Veteran nach den erfolglos gestalteten Relegationsspielen geräumt hat. Über Alexander Blessin wird im Schatten der VW-Konzern-Türme ja bereits seit einiger Zeit diskutiert. Aber auch mit ihm - beziehungsweise seinen Beratern?
Dem FC St. Pauli liegt - Stand jetzt - laut Sky Sport Informationen bislang keine Offerte vor. Branchenkenner halten es zudem für schwer darstellbar, den Abstiegstrainer in die Chefetage zu befördern und einen weiteren Abstiegstrainer als dessen Nachfolger zu installieren. Nicht gerade die Gewinner-Mindset-Konstellation, die den Volkswagen-Verantwortlichen vorschweben dürfte - sollte man meinen.
Blessins Vertrag in Hamburg läuft noch ein Jahr - sollte der VfL ernst machen, ist anzunehmen, dass die Hamburger die Wolfsburger zünftig zur Kasse bitten werden. Der mutmaßliche direkte Konkurrent um den Bundesliga-Aufstieg soll sich natürlich nicht widerstandslos bedienen dürfen. Zu verhindern wäre der Trainer-Transfer allerdings nicht. Dasselbe gilt aus der Sicht vieler Beobachter für den Wiederaufstieg der Wolfsburger - der Grund ist in beiden Fällen derselbe. Die Argumente des Absteigers aus Niedersachsen sind schwer wie Gold!
Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.