Videobeweis im Stadion: Fans gucken in die Röhre
Deutsche Fußball Liga gibt technische Gründe an
17.08.2017 | 11:06 Uhr
Die Fans in den Stadien müssen an den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen auf Bewegtbilder bei Entscheidungen des Video-Assistenten verzichten. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwoch bekannt.
"Auf Bewegtbilder wird an den beiden ersten Spieltagen aufgrund der hohen Komplexität angesichts unterschiedlicher technischer Voraussetzungen und Abläufe an den Spielorten verzichtet", hieß es in der Mitteilung.
Greift der Video-Assistent ein, zeigt der Schiedsrichter auf dem Platz durch das Anlegen der Hand ans Ohr an, dass Kommunikation stattfindet und das Spiel unterbrochen ist. Bei einer Änderung seiner Entscheidung oder für den Fall, dass er selbst die Spielszene auf einem Monitor am Spielfeldrand anschauen wird, zeichnet er symbolisch die Umrisse eines Bildschirms in die Luft.
Pilotphase startet am Wochenende
Mit dem Start der 55. Bundesliga-Spielzeit beginnt am Freitag die Pilotphase zum Einsatz des Videoassistenten. Durch die Technologie sollen kritische Situationen aufgeklärt und grobe Fehlentscheidungen verhindert werden.
Die neue Technik soll bei allen 306 Begegnungen zum Einsatz kommen und im Falle von Entscheidungen über Tore, Strafstöße, Rote Karten sowie Spielerverwechselungen den Schiedsrichter unterstützen.