Rummenigge möchte mit Bayern-Trainer Jupp Heynckes verlängern - im Video
Wer trainiert die Bayern in der neuen Saison?
14.01.2018 | 21:00 Uhr
"Heynckes oder nix" – mit der Anlehnung an Pep Guardiolas legendäre Aussage über Thiago scheint sich die aktuelle Trainersuche der Bayern zusammenfassen zu lassen. Nachdem Präsident Uli Hoeneß seit Längerem keinen Hehl daraus macht, sich Jupp Heynckes auch nach dieser Saison auf der Bayern-Bank zu wünschen, stieg nun auch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge ins öffentliche Buhlen um die weiteren Dienste des 72-Jährigen ein.
"Er ist ein hoch qualifizierter Trainer", geriet Karl-Heinz Rummenigge bei "Wontorra - der KIA Fußball-Talk" ins Schwärmen über den aktuellen Trainer des Rekordmeisters. Dass er diese Rolle nur bis zum 30. Juni ausüben möchte, hatte Jupp Heynckes immer wieder betont. Dennoch rührte Rummenigge bei Wontorra ordentlich die Werbetrommel für eine weitere Zusammenarbeit: "Die ganzen Spieler lieben ihn. Auch die anderen Leute im Klub. Jupp ist aktuell der Schlüssel dessen, was wir gerade erleben dürfen."
Heynckes ist der Schlüssel zur Bayern-Dominanz
Was wir gerade erleben ist eine Bayern-Dominanz, die zu Saisonbeginn wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte. Nach dem schwachen Start unter Carlo Ancelotti ließ sich Heynckes unter Bedingungen zu einem Comeback überreden. Die Kondition war laut Rummenigge, dass Uli Hoeneß und er im Sinne des Vereins wieder enger zusammenarbeiten.
Heynckes Forderung ging auf, vielleicht sogar etwas mehr, als es dem Erfolgscoach lieb ist. Denn nun sind sich die Bayern-Alphatiere auch bei der Trainerfrage einiger denn je. "Bei uns gibt es die große Charmeoffensive von Uli Hoeneß und wenn ich ehrlich bin, unterstütze ich die total", sagte Rummenigge bei Wontorra. "Wir haben einen Trainer, der hat 17 Spiele betrieben und 16 Mal sind wir als Sieger vom Platz gegangen. Wir wären schlecht beraten, wenn wir diesen Mann, der nicht nur ein guter Trainer ist, sondern auch ein guter Mensch, ohne weiteres kampflos aufgeben würden. Das werden wir auch nicht tun."
Der Bayern-Trainer soll aus Deutschland kommen
Bemerkenswert: Der Bayern-Boss wurde vor dieser Aussage gar nicht nach Jupp Heynckes gefragt. Rummenigge bläst von sich aus zum Kampf um Heynckes. Ein bemerkenswertes Signal, genau wie die weiteren Aussagen über den 72-Jährigen: "Ich werde nicht ausschließen, dass er am 01. Juli noch auf der Bank sitzt. Wenn nicht, werden wir uns gemeinsam mit Jupp zusammensitzen, um einen deutschen Nachfolger zu holen. Der idealste Deutsche wäre Jupp."
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Auf der Favoritenliste der Bayern-Verantwortlichen steht also Jupp Heynckes… und dann lange niemand. Selbst wenn Heynckes sich endgültig entscheidet, nicht weiter zu machen, wird er im Entscheidungsprozess eine zentrale Rolle spielen: "Er kann jeden Trainer der Welt perfekt analysieren" - deshalb will Rummenigge den Triple-Trainer mit in die Trainersuche einbinden.
Ist nur Heynckes erste Wahl?
Sind nun also alle Kandidaten außer Heynckes nur zweite Wahl? Rummenigges Antwort fällt eindeutig aus: "Nein." Weil alle Trainer, die mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht werden, hoch qualifiziert seien. Man brauche dieses Mal nur mehr Geduld als in den letzten Jahren, in denen Pep Guardiola und Carlo Ancelotti schon frühzeitig präsentiert wurden. Durch das offensive Buhlen um eine Verlängerung Heynckes' wird aber jeder andere Kandidat, auch wenn es die Bayern-Bosse anders sehen, zu einem Plan B.
Plan B war Jupp Heynckes vor wenigen Monaten noch selbst, nachdem Plan A Ancelotti nicht aufging. Der 72-Jährige beweist aktuell eindrucksvoll, wie erfolgreich solch eine zweite Wahl sein kann. "Heynckes oder nix" kann also nicht das Motto der Bayern-Bosse sein. "Man muss den Jupp, ohne ihn zu drängen, mit der notwendigen Eleganz begleiten", formulierte es Karl-Heinz Rummenigge bei Wontorra. Und wenn sich Heynckes von Hoeneß und Rummenigge nicht begleiten lässt? Dann begleitet er die Bayern auf der Nachfolger-Suche - hin zu einem Deutschen, in dem auch ein Stück weit Jupp steckt.