Werder Bremen News: Ducksch, Füllkrug und Werner bringen Erfolg zurück
Traum-Duo & historischer Werner: Werder nun "team to beat"
28.02.2022 | 12:12 Uhr
Werder Bremen gewinnt beim HSV und darf weiter vom Wiederaufstieg träumen. Einen großen Anteil daran haben Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug - sowie Trainer Ole Werner.
Was für ein Nordderby! In einer hochspannenden Partie triumphierten die Werderaner nicht unverdient mit 3:2 (1:0) beim Hamburger SV und übernahmen damit wieder die Tabellenspitze der 2. Liga. Welche Bedeutung diese Partie hatte, machte bereits im Vorfeld Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz deutlich, der angesichts der Rivalität und der sportlichen Situation das Duell zum wichtigsten Spiel des Jahres auserkorte.
"Wir haben ein geiles Derby gesehen. Aufgrund der ersten Halbzeit haben wir verdient gewonnen", freute sich Matchwinner Marvin Ducksch bei Sky. Coach Ole Werner sah zwei unterschiedliche Halbzeiten: "Ich freue mich über den Sieg heute. Wir haben in der ersten Halbzeit das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. In der zweiten Halbzeit wurde es ein bisschen eng und sehr intensiv. Wir haben es dann mit Mühe und Not über die Ziellinie gebracht."
Ducksch: "Noch ein sehr, sehr weiter Weg"
Die Werner-Elf distanzierte den HSV nun vorerst um vier Punkte. An der Tabellenspitze bleibt alles weiter sehr eng beisammen. Werder liegt nur einen Zähler vor den Verfolgern Darmstadt und St. Pauli. Auch deshalb betonte Ducksch: "Wir haben noch zehn Spiele. Das ist noch ein sehr, sehr weiter Weg. Wir freuen uns jetzt erstmal, dass wir dieses Derby gewonnen haben. Alles andere wird dann Woche für Woche entschieden."
Ähnlich sah es Werner: "Jeder Sieg macht dich stärker. Wir haben die drei Punkte in erster Linie für die Tabelle, aber darüber hinaus nehmen wir das Selbstvertrauen mit, hier bestanden zu haben. Für uns geht es jetzt darum zu Hause gegen Dresden nachzulegen."
Werder Bremen: Ducksch und Füllkrug harmonieren prächtig
Im 110. Nordderby halfen den Bremern gleich zwei Handelfmeter, die Ducksch (10.) und Niclas Füllkrug (51.) sicher verwandelten. Auch für den dritten Treffer war Ducksch (76.) verantwortlich. Ohnehin harmonieren die beiden Angreifer aktuell so sehr, dass kaum mehr vorstellbar ist, dass es mal eine Zeit in dieser Saison gab, in der ernsthaft darüber diskutiert wurde, ob entweder Ducksch oder Füllkrug stürmen würde.
Ducksch kommt in 24 Saisonspielen nun bereits auf 15 Treffer und acht Vorlagen. In den vergangenen neun Begegnungen erzielte Ducksch sogar neun Tore. Auch Füllkrugs Bilanz kann sich zuletzt mit elf Toren in 14 Spielen mehr als sehen lassen. Während Ducksch eher als spielerischer Angreifer agiert, ist Füllkrug als klassische Sturm-Kante gefragt. Nach schwierigem Start, als der Stürmer kein Selbstvertrauen hatte und zwischenzeitlich mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen musste, hat sich der 29-Jährige zum absoluten Leistungsträger entwickelt.
Rekord-Trainer Ole Werner überholt "König Otto"
Torgefährliche Sturmduos haben in Bremen eine lange Tradition. Claudio Pizzaro und Ailton, die prompt zum fußballerischen Lieferdienst „Pizza Toni" gekürt wurden, oder Miroslav Klose und Ivan Klasnic - sie alle sorgten jahrelang für Angst und Schrecken in den gegnerischen Strafräumen.
Keine Frage: Ducksch und Füllkrug liefern auf dem Rasen ab und begeistern die Bremer Fans nach jahrelanger Tristesse. Mitverantwortlich für den Erfolg ist aber auch Trainer Ole Werner, der nach dem Aus von Markus Anfang ein paar Anpassungen tätigte und nun mit acht Siegen und einem Unentschieden eine bärenstarke Bilanz aufweist.
Durch den Erfolg beim HSV ist Werner nun mit fünf Auswärtssiegen in Folge alleiniger Rekordhalter der Werderaner. Der 33-Jährige überholte damit Otto Rehhagel, der in der Saison 1980/81 die ersten vier Auswärtsspiele mit Bremen gewinnen konnte.
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