Werder Bremen: Wer soll für das Projekt Wiederaufbau verpflichtet werden?

Projekt Wiederaufbau: Drei Spieler stehen bei Werder hoch im Kurs

Clemens Fritz (M.) soll das Bindeglied zwischen der Mannschaft um Trainer Markus Anfang (l.) und der Chefetage um Frank Baumann (r.) sein.
Image: Markus Anfang (l.), Clemens Fritz (M.) und Frank Baumann wollen bei Werder Bremen den Wiederaufbau vorantreiben.  © Imago

Raus im Pokal, desolater Auftritt gegen Paderborn und noch kein finaler Kader für das Projekt Wiederaufbau. Werder Bremen stolpert mit einem unvollständigen Kader in die neue Saison. Wer soll noch kommen? Wer soll gehen? Sky nimmt Bremens Mannschaft für das Projekt Wiederaufbau unter die Lupe.

Unentschieden gegen Hannover und ein dramatischer Sieg in Düsseldorf. Da schien der Saisonstart des Bundesliga-Absteigers noch halbwegs in Ordnung. Doch die Welt der Werderaner bekam nach dem bitteren Pokal-Aus in Runde eins beim VfL Osnabrück (0:2) und spätestens am vergangenen Sonntag bei der desaströsen Heimvorstellung gegen den SC Paderborn (1:4) einen Riss. Damit war Bremens schlechter Saisonstart in trockenen Tüchern.

Wiederaufbau anstatt direkter Wiederaufstieg

Das nach wie vor ausgegebene Saisonziel der Bremer scheint bereits gefährdet. Die Rede ist nicht etwa vom direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Vielmehr plant Werder einen Wiederaufbau mit einem Kader, der aber die Qualität hat, oben mitzuspielen.

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Doch wie dieser Kader wenige Tage vor dem Deadline Day aussieht, ist nicht seriös zu sagen. Wer soll noch verpflichtet werden? Wer könnte noch abgegeben werden? Das Transferfenster ist noch knapp eineinhalb Wochen bis zum 31. August geöffnet.

Filbry: Es fehlen uns Spieler, um oben mitzuspielen

Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry jedenfalls ist "sehr zuversichtlich", dass Werder nach Ende der Transferperiode eine gute Mannschaft für die Saison stellt: "Ich bin jetzt schon der Meinung, dass wir einen Kader haben, der wettbewerbsfähig ist, der gute Spieler hat, der auch jetzt schon eine gute Struktur hat", betont er im exklusiven Interview mit Sky.

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Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry spricht exklusiv mit Sky über den Kader und den Saisontart (Videolänge: 2:26 Min.).

Und weiter: "Wir haben erfahrene Spieler mit Pavlenka, Toprak, Veljkovic, aber auch mit Möhwald, Füllkrug und Bittencourt. Wir haben gleichzeitig auch Spieler verpflichtet mit Rapp und Jung und viele junge Spieler integriert. Es ist schon eine gute Mischung da. Aber: Das müssen wir selbstkritisch feststellen, wir haben noch nicht die Leistung gebracht, die wir gerne sehen würden. Hierzu fehlen uns sicherlich noch ein paar Spieler, dass wir den Kader final stellen und oben mitspielen können."

Kandidat Nummer eins: Lirim Kastrati

Kandidat Nummer eins, der Bremen helfen könnte, wäre Lirim Kastrati. Der 22-jährige Kosovare steht aktuell bei Dinamo Zagreb unter Vertrag. Er könnte im Offensivbereich sowohl Rechts- als auch Linksaußen agieren und auch als Mittelstürmer eingesetzt werden. Doch die Tendenz einer Verpflichtung zeigt eher nach unten, da sich die Vereine wohl finanziell nicht einig werden. Nach Sky Informationen lehnten die Kroaten bereits zwei Offerten des Zweitligisten ab.

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Kandidat Nummer zwei: Georgios Giakoumakis

Kandidat Nummer zwei wäre Georgios Giakoumakis. Der Mittelstürmer ist eine echte Wucht und mit 26 Buden in 30 Matches der abgelaufenen Spielzeit Torschützenkönig der niederländischen Eredivisie. Giakoumakis ist ein Familienmensch und gilt als bescheiden und harter Arbeiter. Und natürlich als einer, der mit seinem Torinstinkt Bremen weiterhelfen könnte. Werder arbeitet fieberhaft an einem Transfer. Der Mittelstürmer war am Mittwoch bereits in Bremen.

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Nach Sky Infos ist Giakoumakis sehr interessiert, bei Werder zu unterschreiben. Das Bremer Umfeld fühlt sich gut für ihn an und dass er sich bei Werder entwickeln könnte, ist ein weiterer Pluspunkt. Ihm geht es in erster Linie nicht ums Geld, ihm liegen auch andere Angebote vor. Unter anderem liebäugelt auch Celtic Glasgow mit einem Transfer. Aktuell steht der 26 Jahre alte Grieche noch bei der VVV Venlo unter Vertrag. Die Chancen stehen gut, dass Bremen ihn bekommt, allerdings müssen sich noch beide Klubs einigen.

Tür bei Marvin Ducksch noch nicht zu

Und auch bei Marvin Ducksch ist nach Sky Infos die Tür noch nicht zu. Zuletzt wagten die Werder-Bosse einen Vorstoß bei dem Mittelstürmer, doch Hannover 96 will seinen Goalgetter nicht verkaufen.

Aber: Der Vertrag des 1,88-m-großen Sturmhünen läuft im nächsten Jahr aus. Das heißt: Hannover muss eine ordentliche Schippe an Gehalt für seinen Goalgetter drauflegen, um mit ihm verlängern zu können. Andernfalls müssten die Niedersachsen Ducksch in diesem Sommer oder spätestens im Winter verkaufen, um noch eine Ablöse zu generieren. Ob Werder allerdings finanziell in der Lage ist, Ducksch zu verpflichten, ist unklar.

Wer soll noch gehen?

Doch müssen vielleicht auch noch Spieler abgegeben werden? In der Verlosung stehen unter anderem Ömer Toprak, Milos Veljkovic, Jiri Pavlenka und auch Marco Friedl. Toprak beispielsweise soll nach Möglichkeit bei Werder bleiben, aber: Grundsätzlich gilt, dass finanziell interessante Angebote von den Werder-Bossen geprüft werden müssen - egal bei welchem Spieler. Es bleibt also spannend, wer den Verein noch verlässt.

Laut Filbry hat Werder ein Kader-Gerüst, das "auch schon gute Leistungen gezeigt" hat. Doch dieses Gerüst steht auf wackligen Beinen. Die Kaderplanung des Absteigers zieht sich weit in die neue Saison. Schleppt Bremen damit nicht eine zu große Bürde mit in die neue Spielzeit, in der Werder von vorne beginnen will?

Kaderplanung eine Bürde, die Bremen mitschleppt?

Erst wenn der finale Kader Ende August steht, kann Bremens Trainer Markus Anfang planen und seinen Matchplan und seine Idee den Werderanern vermitteln. Auch eine Stammformation kann sich erst herauskristallisieren, wenn klar ist, wer letztlich da ist.

Dann kann sich Werder endlich einspielen und in der 2. Bundesliga hoffentlich auch bald oben mitspielen. Das meint auch Filbry: "Ich bin mir sicher, dass durch die Arbeit von Markus Anfang dann gemeinsam mit der Mannschaft wir uns Stück für Stück stabilisieren", sagt Werders Geschäftsführer. "Das ist ein Prozess, das wird ein steiniger Weg."

Aber auch da ist Filbry zuversichtlich, dass Bremen sein ausgegebenes Ziel, oben mitzuspielen und den Wiederaufbau abzuschließen, erreichen wird.

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