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Theater um den Franzosen überschattet Endspiel gegen Marseille

Wirbel um Griezmann: Europa-League-Finale als Abschiedsspiel?

23.07.2018 | 17:14 Uhr

Antoine Griezmann steht mit Atletico Madrid im Europa-League-Finale gegen Olympique Marseille.
Image: Antoine Griezmann steht mit Atletico Madrid im Europa-League-Finale gegen Olympique Marseille. © DPA pa

Antoine Griezmann bestreitet am Mittwoch im Finale der Europa League sein wohl letztes großes Spiel für Atletico Madrid. Im Anschluss zieht es Frankreichs Top-Stürmer wahrscheinlich zum FC Barcelona.

Sein erster großer Titel mit Atletico Madrid könnte auch sein letzter sein: Antoine Griezmann liebäugelt vor dem Finale in der Europa League gegen Olympique Marseille am Mittwoch (um 20.45 Uhr auf Sky) mit einem Wechsel zum FC Barcelona. Das deutliche Werben der Barca-Stars um den 27-Jährigen lässt keinen anderen Schluss zu.

Beschwerde abgelehnt: Simeone bleibt gesperrt

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Die UEFA lehnt den Einspruch von Atletico Madrid gegen die Sperre von Trainer Diego Simeone ab. Der Coach muss das Europa-League-Finale gegen Olympique Marseille von der Tribüne verfolgen.

"Er ist ein Spieler, der einen großen Wert mitbringt", sagte Barcas Stürmer-Star Luis Suarez bei Radio Rincon und ließ schon keinen Zweifel mehr am Transfer aufkommen: "Er spielt seit Jahren auf dem höchsten Niveau und hört nie auf zu kämpfen. Er dominiert die Offensive von Atletico", schwärmte der Uruguayer.

Barcelonas Haltung empört Atletico

In Madrid stießen die Äußerungen auf Empörung. "Wir haben Barcelonas Haltung satt", wetterte Atleticos Boss Miguel Angel Gil Marin, nachdem auch Barcas Bosse in aller Öffentlichkeit um Griezmann warben. Der spanische Meister "lasse jeden Respekt für Atletico vermissen".

Präsident Enrique Cerezo beließ es nicht bei Worten. Der Präsident traf sich mit dem Torschützenkönig der EM 2016, um ihn an seinen Vertrag bis 2022 zu erinnern. Das Ergebnis blieb jedoch ernüchternd. "Ich kann nur eines sagen. Stand heute ist Antoine Griezmann ein Spieler von Atletico Madrid", meinte Cerezo.

Griezmann scheint jedoch unbedingt zu Suarez, Messi und Co. zu wollen. Die Frist von Atletico, einen neuen Vertrag über 2022 hinaus zu unterschreiben, ließ der Offensiv-Star ebenfalls verstreichen. Nun deutet alles darauf hin, dass die Katalanen den 49-maligen Nationalspieler für die festgeschriebene Ablösesumme von 100 Millionen Euro - oder ein paar Millionen mehr - aus dem Vertrag kaufen.

Keine Äußerung von Griezmann

Griezmann konzentriert sich auf das Finale mit Atletico und lobte Trainer Diego Simeone in den höchsten Tönen. "Es ist eine Freude, mit ihm zu arbeiten", sagte der Stürmer über den argentinischen Coach. Dennoch werden sich ihre Wege wahrscheinlich schon bald trennen.

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Zum Wechsel-Thema äußerte sich Griezmann bislang nicht. Der umworbene Angreifer, der nur 60 km vom Finalort Lyon geboren und aufgewachsen ist, erklärte lediglich, dass er bis zum Start der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) Klarheit über seine Zukunft haben wolle.

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Seinen Mitspielern entgeht das Wechseltheater jedoch nicht. "Griezmann ist alt genug, um zu wissen, was er tut", sagte Sturmpartner Diego Costa und stellte klar: "Wenn Barca dich will, fühlst du dich als Spieler wichtig. Aber Antoine weiß auch, dass er für uns wichtig ist und, dass wir ihn behalten wollen."

Klubkollegen fordern Konzentration aufs Finale

Vor dem Finale ist der Druck bei Atletico groß. Nach den zwei Pleiten im Champions-League-Finale gegen den Erz- und Lokalrivalen Real Madrid 2014 und 2016 soll endlich der erste internationale Titel seit 2012 unter Dach und Fach gebracht werden.

Und seine Klubkollegen wissen nur zu gut, wie wichtig Griezmann in dem Finale ist und fordern den Stürmer auf, sich durch das Wechseltheater nicht aus der Konzentration bringen zu lassen. Diego Costa: "Wenn Griezmann mit uns Geschichte schreibt und den Titel holt, hat er im Anschluss immer noch genügend Zeit, die richtige Entscheidung zu treffen." (sid)

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