WM 2026: Iran weicht nach Mexiko aus – DR Kongo droht Isolation vor Turnierstart
Zweieinhalb Wochen vor dem WM-Start wachsen die Probleme: Irans Team zieht nach Mexiko um, der DR Kongo drohen drastische Maßnahmen. Politische Spannungen und Gesundheitsauflagen überschatten die Vorbereitung.
26.05.2026 | 13:05 Uhr
Kurz vor dem Anpfiff der Weltmeisterschaft gerät die Vorbereitung zweier Teilnehmer massiv ins Wanken. Während der Iran sein Quartier kurzfristig verlegen muss, sieht sich die Demokratische Republik Kongo mit strengen Auflagen konfrontiert. Die Situation bringt zusätzliche Unruhe in die ohnehin komplexe Organisation des XXL-Turniers.
Iran weicht nach Tijuana aus
Die iranische Nationalmannschaft wird ihr WM-Basislager nicht wie ursprünglich geplant in den USA aufschlagen. Stattdessen zieht das Team in die mexikanische Grenzstadt Tijuana um. Hintergrund sind politische Spannungen, die offenbar dazu geführt haben, dass ein längerer Aufenthalt in den Vereinigten Staaten nicht zustande kommt.
Der Weltverband bestätigte den Wechsel des Trainingsstandorts. Trainiert wird künftig im Stadion und Trainingskomplex eines lokalen Erstligisten. Parallel laufen Abstimmungen zwischen den Behörden und den Organisatoren, um die Rahmenbedingungen für den Aufenthalt zu klären.
Visa-Fragen und logistischer Kraftakt
Doch der Umzug ist nur ein Teil des Problems. Noch sind wichtige Einreiseformalitäten ungeklärt. Mehrere Spieler hatten zuletzt Visa-Anträge gestellt, deren Ausgang abzuwarten bleibt. Gleichzeitig steht fest: Für die Gruppenspiele muss die Mannschaft in die USA reisen.
Das bringt erhebliche logistische Herausforderungen mit sich. Spiele in Los Angeles und Seattle erfordern lange Wege vom neuen Basislager. Ein ständiges Pendeln zwischen Mexiko und den USA gilt als kaum praktikabel. Die Planungen könnten sich kurzfristig ändern müssen.
Politischer Druck im Hintergrund
Zusätzlich spielt die politische Lage im Heimatland eine zentrale Rolle. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten werfen auch sportliche Fragen auf. Unklar ist, ob äußere Einflüsse die Teilnahme beeinflussen könnten.
Hinzu kommt die Sorge vor möglichen Protesten rund um die Spiele. Bilder von Demonstrationen könnten das Auftreten der Mannschaft begleiten und zusätzlichen Druck erzeugen. Die Situation bleibt dynamisch.
DR Kongo vor besonderer Herausforderung
Auch die Demokratische Republik Kongo kämpft mit schwierigen Rahmenbedingungen. Vor dem Turnier steht eine mögliche Isolationsphase von bis zu 21 Tagen im Raum. Hintergrund ist ein Ebola-Ausbruch im Heimatland.
Sollte das Team in die USA einreisen, wären strenge Gesundheitsauflagen vorgesehen. Ziel ist der Schutz von Spielern, Zuschauern und Organisatoren. Die Maßnahme könnte die Vorbereitung erheblich beeinträchtigen.
Teilnahme wohl nicht in Gefahr
Aus sportlicher Sicht gibt es jedoch Entwarnung. Weder Trainer noch Spieler hatten zuletzt direkten Kontakt mit Risikogebieten. Daher gilt es als wahrscheinlich, dass die Vorgaben erfüllt werden können.
Dennoch bleibt ein Wermutstropfen: Unterstützung aus der Heimat dürfte rar sein. Fans könnten aufgrund der Umstände und möglicher Reisebeschränkungen kaum vor Ort sein.
WM-Organisation unter Druck
Die Fälle Iran und DR Kongo zeigen, wie anfällig ein globales Turnier für politische und gesundheitliche Entwicklungen ist. Die WM mit 48 Teams stellt die Organisatoren ohnehin vor große Herausforderungen.
Zweieinhalb Wochen vor dem Start bleibt damit vieles offen. Klar ist: Neben dem Sport bestimmen auch äußere Faktoren zunehmend das Geschehen - und könnten den Verlauf der WM entscheidend prägen.
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.