Würzburger Kickers - 1. FC Lokomotive Leipzig; Regionalliga Playoffs Finale
Würzburger Kickers - 1. FC Lokomotive Leipzig. Regionalliga Playoffs Finale.
flyeralarm Arena.
3-1
Würzburger Kickers steigen in 3. Liga auf – erneutes Relegations-Drama für Lok Leipzig
Die Würzburger Kickers sind zurück in der 3. Liga. Mit einem 2:1 im Rückspiel gegen Lok Leipzig machen die Franken den Aufstieg perfekt. Für Leipzig setzt sich dagegen eine bittere Relegationsserie fort.
01.06.2026 | 20:55 Uhr
Die Würzburger Kickers kehren nach vier Jahren in den Profifußball zurück. Mit einem umkämpften Heimsieg gegen Lok Leipzig sichern sich die Franken den Aufstieg. Für die Gäste aus Sachsen endet eine erneute Relegation in großer Enttäuschung.
Würzburg nutzt Chance eiskalt
Die Würzburger Kickers haben ihr Ziel erreicht und spielen in der kommenden Saison wieder drittklassig. Nach dem Auswärtssieg im Hinspiel ließ das Team von Trainer Michael Schiele auch vor heimischem Publikum nichts mehr anbrennen und entschied das Rückspiel mit 2:1 für sich.
Vor mehr als 10.000 Zuschauern am Dallenberg zeigte Würzburg eine abgeklärte Vorstellung. Jermain Nischalke brachte die Gastgeber bereits in der ersten Hälfte auf Kurs. Seine Führung gab den Franken Sicherheit - und die Kontrolle über das Spiel.
Leipzig stemmte sich zwar gegen das Aus, blieb aber lange ohne Ertrag. Erst nach dem Seitenwechsel gelang Djamal Ziane der Ausgleich. Doch die Hoffnung der Gäste währte nur kurz: Nur wenige Minuten später stellte Cherif Cisse die Führung der Kickers wieder her - ein Wirkungstreffer im Aufstiegsrennen.
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Schiele entfacht neue Aufstiegseuphorie
Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen. Trainer Michael Schiele, der erst im Frühjahr zurückgekehrt war, führte den Klub erneut zum Erfolg. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte er Würzburg in die 2. Bundesliga gebracht.
Entsprechend emotional fiel seine Reaktion aus: «Super, überragend, wir haben es super gezogen und absolut verdient. Ganz bitter für Leipzig, es tut mir leid. Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr direkt hochgehen».
Und weiter kündigte er an: «Ich mache den Party-Befehl, die Jungs wollen feiern, die Stadt abreißen, die ganze Woche, solange es geht.»
Lok Leipzig scheitert wieder - ein bitteres Muster
Für Lok Leipzig setzt sich dagegen eine äußerst schmerzhafte Serie fort. Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre verpasst der Traditionsverein trotz einer starken Saison den Aufstieg über die Relegation.
Die Enttäuschung war entsprechend groß - auch weil die Sachsen erneut nah dran waren. In der Nachspielzeit hätte ein fast schon dramatischer Abschluss beinahe den Ausgleich gebracht, doch der Ball überquerte die Linie nicht vollständig.
Trainer Jochen Seitz rang nach dem Spiel um Worte: «Der Ball ist ein halber Meter hinter der Linie, das Schicksal trifft uns brutal, mir tut es unendlich leid für den Verein».
Gleichzeitig richtete er sich an die eigenen Anhänger: «Wir haben alles in die Waagschale geworfen. Riesenkompliment an die Fans, sie haben uns unglaublich unterstützt und gesehen, dass wir alles auf dem Platz gelassen haben.»
Kontroverse um das Aufstiegssystem bleibt
Der erneute Rückschlag für Leipzig rückt auch die Diskussion um das Aufstiegsformat der Regionalligen wieder in den Fokus. Trotz Meistertitel bleibt einem Team jährlich der direkte Weg in die 3. Liga verwehrt - mit teils dramatischen Folgen.
Während Würzburg den verdienten Erfolg feiert, bleibt bei Lok Leipzig nur Frust und eine offene Wunde. Der Klub steht exemplarisch für die Schattenseite des aktuellen Systems.
Einordnung
Würzburg darf sich nun auf attraktive Duelle im Profibereich freuen und meldet sich zurück auf der großen Fußballbühne. Leipzig hingegen muss einen weiteren Anlauf starten - im Wissen, dass der Weg zurück erneut steinig wird.
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